Frau Gruber – Escape from madness (IPA)

Zuerst einmal möchte ich euch allein ein frohes neues Jahr 2019 wünschen. Ich möchte mich ebenfalls bei euch allen bedanken, dass ihr meinen Blog im vergangenen Jahr so zahlreich besucht habt. 

Um das neue Jahr einzuleiten, habe ich heute ein IPA von Frau Gruber – Escape from madness – für euch. 

Im vergangenen Jahr hatte ich bereits das Yeast ist King, welches mir sehr gut geschmeckt hat. Deswegen habe ich mir gedacht, lohnt es sich vielleicht ein weiteres Bier von Frau Gruber zu probieren. 

Die Farbe des Bieres ist ein schönes sommerliches gelb, aber es ist auch sehr trübe. Anfang des letzten Jahres gab es sehr viele Bilder auf Instagram von solchen Bieren. Hier wo ich wohne, war es gar nicht so einfach ein solches Bier zu finden, deswegen hat es der Trend auch nie auf den Instagram Account geschafft. 

In der Nase wird das Bier von Frau Gruber leicht sommerlich und fruchtig. Die Fruchtnoten erinnern ein bisschen an Aprikose bzw. Pfirsich.

Frau Gruber – Escape from madness

Geschmacklich ist das Bier eher ein leichter Einstieg in die Thematik IPA. Es hat einen schlanken Malzkörper und die Bitterkeit ist nicht zu ausgeprägt. Von den verschiedenen Fruchtnoten, die ich riechen konnte, schmeckte ich leider nichts. 

Dennoch ist es ein leckeres Bier, welches den Gaumen nicht überfordert und man gut am Wochenende trinken kann.

Zum Abschluss wünsche ich euch ein schönes Wochenende und einen guten Start in die neue Woche!

Cheers

Czernys – Küstenbrauerei

Diese Woche haben wir uns gedacht, wir machen auf dem Blog mal etwas Besonderes, aber auch gleichzeitig etwas, dass mit unserer Heimatstadt Kiel eine Verbindung schafft.

Kiel war ja lange Zeit eher eine unscheinbare Landeshauptstadt im Norden der Republik, in der sowieso nur Fischköppe rumlaufen. Innerhalb der letzten Jahre hat sich die Stadt allerdings sehr verändert bzw. sie verändert sich noch immer und es kommen stetig mehr kleine Cafés und lokale Produzenten hinzu.

Ab diesem Jahr können sich ebenfalls Jasmin und Jan Czernzy hierzu zählen. Ihr Vorhaben ist es in der alten Festung in Friedrichsort eine kleine Familienbrauerei und Whiskeydestillerie zu etablieren. Derzeitig sind die Arbeiten auf der Festung im Endspurt und es wird geplant, dass die Bauarbeiten im Herbst 2017 abgeschlossen sind. Außerdem wurde vor kurzem eine Crowdfunding Kampagne gestartet, die das Ziel hat eine kleinere Versuchsanlage für Testsude bzw. Neukreationen zu finanzieren. Kunden sollen ebenfalls die Möglichkeit haben selbst entwickelte Biere für deren Bar, Restaurant, Feierlichkeiten etc. brauen zu lassen.

Während des Heimaturlaubes hatten wir die Möglichkeit uns die zukünftige Brauerei einmal näher anzugucken sowie die 5 ½ Knoten Serie zum Probieren mitzubekommen. Als kleiner, aber durchaus entscheidender Hinweis sei an dieser Stelle gesagt, dass man die Biere leider noch nicht offiziell erwerben kann. Innerhalb der nächsten vier Tage werden wir jeden Tag eines der Biere vorstellen und selbstverständlich auch probieren – wenn doch nur jede Woche mit solch einem Ausblick beginnen würde…

Den Anfang wird das Märzen am Dienstag machen, am Mittwoch wird das Pale Ale folgen, am Donnerstag dann das Baltic Porter um am Freitag wird das Pils den Abschluss bilden.

Wir sind schon sehr gespannt, wie die Biere schmecken und freuen uns sehr auf die Woche!

lille palle Pale Ale

Die Flasche wirkt durch das schnörkellose Etikett sehr aufgeräumt und kommt ganz ohne wilde Muster oder abgedrehte Bilder aus. Gefällt mir sehr gut.

So genug die Flasche angegafft. Es wird Zeit, dass die Luft aus dem Glas kommt. Die Farbe des Bieres geht in Richtung Kupfer bzw. Bernstein. Beim Einschenken macht sich gleich schon ein angenehmer Hopfengeruch bemerkbar. Die Vorfreude steigt!

Aber erst mal gucken, wonach das hier so köstlich duftet. Das Bier hat eine angenehme Zitrusnote. Aber da ist noch ein bisschen mehr, das könnten auch noch tropische Früchte sein.

Nach dem ich nun die Flasche gründlich inspiziert habe und mir auch den Geruch angeguckt habe, wird es nun aber auch mal höchste Zeit das Bier zu probieren. Der erste Schluck, kurz das hoffentlich köstliche Gebräu im Mund behalten und runterschlucken. Schmeckt. Nur wonach schmeckt das Bier? Zuerst macht sich doch die Bitterkeit des Bieres bemerkbar. Nochmal einen kleinen Moment warten, doch sind noch weitere Geschmäcker. Das lille palle riecht nicht nur nach Zitrusfrüchten, nein es schmeckt auch ein wenig nach diesen. Da machen sich die ganzen Hopfensorten am Ende doch bezahlt. Gleich nochmal einen zweiten Schluck nehmen, nur um sicher zu sein, dass ich da nichts vergessen habe? Nein, nichts vergessen.

So, Glas leer, Flasche leer und ich ein bisschen wehmütig. Das lille palle bringt nicht nur fruchtige Noten mit zur Geschmacksparty sondern auch eine gute Portion Bitterkeit. Aber, alles in allem finde ich, dass es ein gelungenes Bier geworden ist.

Ein großes Danke an Flo und Max!