Browerij Scheveningen – Bomschuit (IPA)

Da ist es auch schon wieder Freitag und wenn ich dem Radio glauben darf, dann kommt der Frühling so langsam auch nach Deutschland – wird ja auch Zeit. Bei uns hier in Den Haag werden die Bäume nun grün und der erste Kirmes wird gerade in der Stadt aufgebaut.

Letztes Jahr habe ich euch ja schon mal das Tripel von der Brouwerij Scheveningen vorgestellt und einer von euch hat mir im Anschluss den Tipp gegeben, dass das IPA von denen auch sehr gut sein soll. Dies will ich heute mal testen und bin schon sehr gespannt, ob das Bomschuit, so heißt nämlich das IPA, wirklich so gut ist.

Farblich erinnert das Bomschuit mit ca. 30 EBC eher an ein Brown Ale als ein IPA. Bei der braunen Farbe des Bieres frage ich mich ja bereits, ob das Bier dann auch wirklich wie ein IPA schmecken wird oder es nicht eher in die Richtung eines Brown Ale tendieren wird?

Beim Riechen entdecke ich vorrangig Malznoten und eine leichte Süße – vielleicht ist meine Anfangsvermutung gar nicht so falsch. Leider fehlen bei meinem Exemplar diese typischen Zitrus- bzw. Mangonoten, aber das muss ja nicht schlecht sein.

Geschmacklich teilt sich das Bomschuit in zwei Phasen. Anfangs hat das Bier eine leichte Süße, die von den Röstmalzen kommt, und im Abgang folgt dann diese IPA typische Bitterkeit. Es ist ein angenehm vollmundiges Bier mit einer sehr leichten Karbonisierung.

Abschließen kann ich sagen, dass es trotz der fehlenden Zitrus- und Mangonoten ein sehr leckeres und rundes Bier ist, nur ist es meiner Meinung nach kein klassisches IPA. Vielleicht ist die Flasche aber auch einfach schon ein bisschen zu alt – wer weiß das schon. Wie dem auch sein, ich denke, dass das Bomschuit gerade für diejenigen geeignet ist, die nicht gerne das Gefühl von einer Mango im Glas haben. Sein wir mal ehrlich, die einzige Frage, die am Ende wirklich zählt ist doch nur „schmeckt das Bier?“ und das kann ich definitiv mit ja beantworten.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende und genießt die ersten richtigen Frühlingstage!

Cheers!

 

Scheveninger Tripel – Das Bier direkt vom Strand

Heute habe ich mal etwas ganz Lokales getrunken, ein Scheveninger Tripel. Das Bier wird hier bei mir in Den Haag direkt am Strand im Stadtteil Scheveningen gebraut. Für die Holländer ist das Wort „ Scheveningen“ ein guter Indikator, ob eine Person aus den Niederlanden kommt oder aber aus Deutschland, die meisten Deutschen können das Wort einfach nicht richtig aussprechen…

Das Etikett der Falsche lehnt sich natürlich an den Brauort an, sprich es sind die obligatorischen drei Fische von Scheveningen vorhanden. Es ist im Vergleich zu anderen Etiketten schlicht gehalten, aber ich finde es dennoch gelungen.

Bei einem Tripel erwarte ich ein Bier mit einem hohen Alkoholgehalt, der fast ein bisschen hinterhältig daher kommt. Der Grund: Es wirkt und schmeckt meistens wie ein leichtes Bier. Das Tripel hat eine schöne helle Farbe, eine tolle Schaumkrone und erweckt damit den Anschein eines hellen Ales. Sobald das Bier getrunken wird, schmeckt man die Vollmündigkeit des Bier, aber der hohe Alkoholgehalt macht sich erst im Laufe des Abends bemerkbar. Im Gegensatz zu Bockbieren sind die Triple glücklicherweise nicht so süß.

Beim Einschenken fällt mir sofort die rötliche Farbe des Bieres auf. Der Geruch des Scheveninger Tripel ist eher malzig und auch ein bisschen süßlich.

Der Geschmack des Bieres erinnert mich ein wenig an Süßkirschen. Ich erwähnte ja beim Riechen schon eine leichte Malzigkeit, die sich geschmacklich allerdings nicht aufdrängt. Ansonsten ist das Bier vergleichsweise leichter als andere Tripel aber der höhere Alkoholgehalt von 7,8% macht sich dennoch beim Trinken bemerkbar – hat das Scheveninger Tripel meine eigene Definition am Ende also doch gut erfüllt.

Abschließend kann ich sagen, dass das Scheveninger Tripel eine gelungene Interpretation des belgischen Bierstiles ist. Wer also mal in Den Haag ist, sollte durchaus mal gucken, ob man die Möglichkeit hat eines der Biere zu probieren. Ich werde in den nächsten Wochen die anderen Biere der Brauerei auch nochmal vorstellen.