New England Session IPA – Brouwerij Noordt Rotterdam

Heute wird in den Niederlanden der König gefeiert und besonders die Nacht von Donnerstag auf Freitag ist immer geprägt von vielen Straßenfesten und Musik. In einigen Städten ist der Freitag eher entspannt und es gibt viele Flohmärkte in den Straßen, es gibt aber auch Städte, die zur totalen Partyzone erklärt werden – ich denke da besonders an Amsterdam.

Wir begeben uns heute aber nicht nach Amsterdam, wir gehen heute nach Rotterdam. Genauer gesagt zur Brouwerij Noordt Rotterdam und probieren das New England Session IPA. Aber wie sollte es anders bei so einem Namen auch anders sein, stellt sich die Frage, was zur Hölle ist ein New England Session IPA? Ich fange mal ganz vorne an bzw. hinten. Vor 1 Millionen Jahre … ok kleiner Spaß so weit vorne nun auch wieder nicht. Was ein IPA ist, habe ich hier ja schon das ein oder andere Mal erklärt ( To Øl und SHIPA Amarillo ). Ein Session IPA ist quasi wie ein normales IPA nur mit dem Unterschied, dass es deutlich weniger Alkohol enthält – vielleicht so 3-4% Alkohol. Durch den geringen Alkoholgehalt kann ein Session IPA durchaus ein bisschen „dünn“ schmecken. Der geringere Alkoholgehalt kommt von einer geringeren Stammwürze, die wiederrum dafür verantwortlich ist, dass das Mundgefühl nicht ganz so vollmundig ist. Und nun „New England“ also die Ostküste der USA. Die Biere von der Ostküste der USA sind nicht ganz so brutal mit Hopfen versehen, wie die Verwandten der Westküste. Ebenfalls sind New England IPAs oder auch NEIPAs gekennzeichnet durch eine gewisse Hefetrübung.

Das war nun aber mal wieder ganz schön viel Theorie, deswegen kommen wir nun endlich zur praktischen Umsetzung. Das New England Session IPA aus Rotterdam hat eine schöne bernsteinartige Färbung (16 EBC). In meinem Falle war es auch leicht aufschäumend, war wohl eine temperamentvolle Flasche.

Der Geruch war sehr angenehm frisch und fruchtig. Es hat schöne Zitrusnoten, aber dazu gesellt sich auch eine ganz leichte Süße, geht so in Richtung Mango. Gleichzeitig findet sich aber auch noch eine leichte Apfelsäure – total cool.

Das Geschmacksprofil empfinde ich als äußerst ansprechend: Das Bier ist so gut wie gar nicht bitter, hat einen leichten Malzkörper und ist angenehm frisch im Geschmack.

Gerade jetzt für den Frühling, aber auch im Sommer, ist das New England Session IPA von der Brouwerij Noordt Rotterdam ein richtig leckeres Bier um die Tage ausklingen zu lassen oder auch um den König zu feiern. Schöner Nebeneffekt, wenn das Bier nur 3% Alkohol hat, es geht nicht gleich alles rund im Kopf wie z.B. bei einem La Chouffe.

In diesem Sinne, ich geh nun den niederländischen König feiern und wünsche dir ein schönes Wochenende!

Kannen & Kruiken – ein Spezialbier Festival in Rotterdam

Am vergangenen Samstag waren wir auf einem Bier und Food Festival in Rotterdam. Unseren Ausflug haben wir auch mit einem kleinen Stadtrundgang durch die Innenstadt von Rotterdam verbunden. Wenn ihr mal auf der Ecke sein solltet – die Innenstadt ist definitiv einen Besuch wert.

Wir sind zu diesem Event gefahren, weil es dort ein kleines Biertasting mit den folgenden fünf Bieren gab:

  1. White Mamba – Two Chefs Brewing – Witbeer, 5% Alc.
  2. Prael Milkstout – Brouwerij de Prael – Milkstout, 4,9% Alc.
  3. Punk IPA – Brewdog – IPA, 4,9% Alc.
  4. Sorachi Ace – Brooklin – Farmhouse Ale, 7,6% Alc.
  5. Bourbon Barrel Stout – Anderson Valley – Stout, 6,9% Alc.

Ich werde mich jetzt bei der Beschreibung der Biere eher kürzer fassen weil das sonst doch ein bisschen zu viel werden würde. Ich denke mir, dass die folgende Tabelle doch einen guten Überblick liefert.

Name

Farbe Geruch Geschmack Gesamteindruck

White Mamba

Hell/zitrus gelb Zitrone Kardamom, Litschi, Apfel

Leichtes fruchtiges Bier

Prael Milkstout

Schwarz Karamell Waldbeeren, leichte Süße

Durch die Laktose hat das Bier einen angenehmen Geschmack

Punk IPA Gold gelb Hopfig Ananas, Melone

Für mich eher ein light IPA, da gibt das bessere

Sorachi Ace

Zitronen gelb Heuboden Süß-Sauer, Pfirsich

Durch den japanischen Hopfen für mich die größte Überraschung, echt interessant und mal was anderes

Bourbon Barrel Stout Ganz dunkles rot, was wie schwarz wirkt Kaffee, Malz Süß, Kaffee

Typisches Stout

Nach dem Tasting habe ich mir gedacht, ich sollte mal versuche ein paar weitere Biere dieser Bierstile kaufen, um dann einen ausführlicheren Bericht zu schreiben. Gerade das Sorachi Ace war für mich die Überraschung des Tages. Ein IPA werde ich vielleicht nicht nochmal extra kaufen weil es ja schon das ein oder andere hier auf dem Blog zu finden gibt.

Wenn du auch mal überlegst auf ein solches Festival zu gehen, nimmt dir ordentlich Geld mit. Das Essen und das Bier ist hier doch verhältnismäßig teuer. Als Kieler Jung bin ich ja gute Bierpreise von der Kieler Woche gewohnt, aber Bierpreise von 5,50€ finde ich dann nicht besonders cool. Gerade wenn ich weiß, dass das Bier im Supermarkt nur 2€ kostet. Das Festival hatte eine schöne Atmosphäre und ein Besuch lohnt sich durchaus, aber vielleicht weniger um viel zu essen bzw. viel zu trinken.