Kieler Woche 2019 – lille Helles

Es ist diese ganz besondere Zeit im Jahr, die immer in der letzten Juni Woche stattfindet. Während dieser neun Tage steht Kiel immer ein wenig Kopf und alles ist ganz fokussiert auf dieses eine riesen Event. In früheren Zeiten hatten die Kieler während dieser Zeit sogar frei während es heute heißt: Arbeiten. Es gibt überall in der Stadt etwas zu entdecken: In der Innenstadt gibt es den internationalen Markt mit all seinen Köstlichkeiten aus der ganzen Welt, an der Förde laden unzählige Buden zum Essen, Trinken und verweilen ein und auf der Förde tummeln sich die Segler und segeln um die Wette. 

Das ist die Zeit der Kieler Woche. Mit dem Aufkommen des Craft Beer Trends hat die Kieler Woche lokalen Brauereien die Möglichkeit gegeben hierzu ein Bier zu brauen. Dieses Jahr durften die Jungs von lille das Bier zur Kieler Woche brauen. 

Bier der Kieler Woche 2019

Das Kieler Woche Bier 2019 ist ein Helles geworden. Wer mal die Möglichkeit hat sich die Brauerei und den Schankraum anzugucken wird schnell feststellen, dass das Bier viel getrunken wird – es ist eben doch eine kleine Rarität im Norden der Republik ein Helles zu trinken, weil es ja normalerweise eher Pils gibt. 

Geschmacklich ist das Bier ein typisches Helles. Es ist nicht besonders bitter und auch nicht besonders malzig. Es ist ein herrlich unkompliziertes Bier, was dazu einlädt am Strand getrunken zu werden. Genauso gut kann man es während eines Konzertes trinken oder wenn man sich einen köstlichen Burger genehmigt. Ich könnte noch ewig weitere Beispiele nennen, aber ich denke, dass ihr das Prinzip verstanden habt.

Strand in Kiel

In diesem Sinne genießt das schöne Wetter und gönnt euch nochmal ein leckeres Bier heute auf der Kieler Woche 2019. Heute Abend wünsche ich euch viel Spaß beim Genießen des Feuerwerkes!

Cheers, Leif

Wittdorfer Brauerei – Jamaica (Helles Exportbier)

Dieses Wochenende habe ich mal wieder ein, hoffentlich leckeres, Bier von Lars für euch. Hierfür machen wir diesen Sonntag einen Abstecher nach Schleswig- Holstein – genauer gesagt nach Neumünster. Ich habe von der Brauerei schon vor geraumer Zeit gehört, aber ich fand es immer schwer vorzustellen, dass aus Neumünster Bier kommen würde. Ich habe mit der Stadt irgendwie andere Assoziationen, aber manchmal ist es Zeit, dass sich gewisse Eindrücke ändern. Von daher gibt es heute das Jamaica,ein Helles-Exportbier von der Wittdorfer Brauerei.

Jamaica – Helles Exportbier

Allgemein ist Exportbier ist ein untergäriger Bierstil und der Alkoholgehalt liegt knapp über 5%. Auf dem Etikett ist ein Zitat abgedruckt, dass den Namen des Bieres erklären soll:

“Unter den in Wien erschienenen deutschen Brauereien zeichneten sich folgende aus: D.H. Hinselmann zu Neumünster aus Schleswig-Holstein mit Exportbier, welches die Reise nach Jamaica gemacht hatte und noch vortrefflich mundete.“

Nun aber mal zum Bier. Die Farbe ist ein schönes leuchtendes goldgelb.

Beim Geruch merke ich dann doch recht schnell, dass es sich um ein untergäriges Bier handelt. Meiner Meinung nach hat diese Hefeart so ein ganz unverkennbares Geruchsprofil. Das ist überhaupt nicht negativ, aber es gehört einfach zu untergärigen Bieren dazu. Ebenfalls finden sich auch leicht fruchtige Noten.

Das wichtigste bei einem Bier ist ja immer der Geschmack. Das ist auch der Punkt, der der Brauerei am wichtigsten ist. Meiner Meinung nach handelt es sich bei dem Jamaica um ein eher leichteres Bier – der Körper ist zwar vollmundig, aber dennoch auf eine ganz leichte Art. Klingt ein bisschen komisch, ist aber gar nicht so einfach zu beschreiben dieses Mal. Die Bitterkeit und die Fruchtnoten sind auch eher leicht ausgeprägt.

Am Ende des Glases angekommen, kann ich sagen, dass mir das Bier gut geschmeckt hat. Es ist ein ganz solides und leckeres Bier, das man gut am Abend oder auch am Wochenende mal etwas früher genießen kann. Es überfordert den Gaumen nicht und tut genau das, was ein Bier machen soll: Schmecken. Wenn ihr also in Neumünster wohnen solltet, dann geht mal vorbei und probiert das Jamaica. Was mir auch sehr gut an der Brauerei gefällt sind die vielen verschiedenen Biersorten. Wenn Neumünster nun zu weit weg sein sollte, dann hilft Lars bzw. Brewcomer euch gerne aus. Neben dem Jamaica hat Lars auch noch das Handbagger, das Daddeldu India Pale Ale, das Trick 17, Kladderadatsch und das Hennes K*lsch. Zu den anderen Bieren kann ich leider nichts sagen, aber ich werde mal gucken, ob ich die bei Zeiten auch mal probieren kann.

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag!

Klüvers – Rotbier

Die Osterfeiertage sind vorüber und die letzte kurze Woche nähert sich heute auch dem Ende, aber hier in Den Haag fängt nun endlich der Frühling so richtig an. Heute habe ich mal wieder eine Empfehlung von Lars für euch – das Rotbier von der Brauerei Klüvers. Klüvers liegt in Schleswig-Holstein, genauer gesagt in Neustadt. Neben der eigenen Biermarke, war die Brauerei auch die erste Braustätte von kleinen Biermarken wie zum Beispiel Lille aus Kiel.

Beim Name Rotbier, ist die Farbe des Bieres glaube ich relativ selbsterklärend oder? Das Rotbier ist zwar nicht so rot wie das Etikett selbst, aber es liegt so bei 30-36 EBC – kupferfarben bis braun.

Beim Riechen kannst du eine angenehme Süße des Malzes ausmachen. Außerdem riecht das Rotbier von Klüvers sehr vollmundig, was auch meine Erwartungshaltung bei einem dunklen Bier ist.

Aber was kann das Bier nun geschmacklich, wirst du dich vielleicht fragen. Anders als erwartet, ist das Rotbier eher ein leichtes Bier mit einem weichen Mundgefühl. Ebenfalls ist es ein trockenes Bier – was ein trockenes Bier ist, habe ich schon mal bei den folgenden beiden Bieren beschrieben: To Øl – First Frontier IPA, Höppners – Pazifiks Pale. Das Rotbier von Klüvers ist schön ausbalanciert und der Gaumen wird nicht von der Süße der dunklen Biere überwältigt.

Abschließend kann ich sagen, dass das Rotbier von Klüvers ein schönes Einsteigerbier ist. Es liefert erste Eindrücke, was dich in der großen Welt der kleinen Brauereien mit ihren ganz eigenen Bierkreationen erwartet. Wenn du also noch nicht so viel Erfahrung bei der Geschmacksvielfalt hast, dann ist das ein gutes Bier um erste Erfahrungen mit dunklen Bieren zu sammeln ohne den Gaumen zu überfordern. Wenn du jetzt neugierig geworden bist, dann guck doch mal bei Brewcomer vorbei. Ansonsten kann ich dir auch noch die Artikel der anderen Biere von Brewcomer empfehlen: Mashee – Captain Blaubeer, Braukollektiv – Horst, Kehrwieder Kreativbrauerei – Prototyp, Super Freunde – Super Ale und Two Brothers – Wobble IPA.

In diesem Sinne wünsche ich ein schönes und sonniges Wochenende – Cheers!

 

Ratsherren – Matrosenschluck – Oat White IPA

Seit letzter Woche geht es ja wieder los mit der Weihnachtszeit und ich muss feststellen, dass es ca. ein Jahr her ist, seit dem ich den Gedanken gefasst habe einen Bierblog zu schreiben. Wie bei vielen Projekten ist es auch hier immer wichtig zu überlegen, wie Dinge weiter wachsen bzw. verbessert werden können. Ich habe in den letzten Tagen da ein bisschen drüber nachgedacht und ein paar gute Ideen gesammelt, die ich nun im Laufe des Dezembers auch nach und nach auf der Webseite einbauen werde.

Aber dazu werde ich nochmal etwas schreiben. Nun geht es erst mal um das heutige Bier: Matrosenschluck – ein Oat White IPA (Weizen IPA mit Hafermalz) von der Ratsherren Brauerei. Ich hatte im Oktober schon mal ein Bier von Ratsherren, das Coast Guard, und habe da auch ein bisschen was zu der Brauerei geschrieben. 

Aber was ist nun ein Weizen IPA? Eigentlich ist es ein normales IPA, aber mit dem kleinen Unterschied, dass eben auch Weizenmalz in der Malzmischung verwendet wird – das ist schon das ganze Geheimnis. Auf der Rückseite der Flasche findest du auch noch ein paar Informationen zum Bier wie z.B., dass die Hopfensorten Ariana, Saphir und Citra für das Bier verwendet wurden. Außerdem finden sich Vorschläge zum passenden Essen – Lammrücken und Fish ‘n‘ Chips.

Was jedenfalls auffällt ist der schöne Geruch beim Einschenken des Bieres. Es riecht herrlich frisch und fruchtig. Dazu kommen dann auch noch Hopfennoten, was ein schönes Bild in die Nase zaubert. Was mich aber verwundert ist, dass es nach einem leichten Bier riecht, was ja eigentlich nicht zu dem Stil passen würde.

Weil ich ja derzeitig in den Niederlanden wohne, könnte man die Farbe des Bieres als Oranje Nassau (14 EBC), quasi königshausorange, beschreiben. 

Das Bier hat eine leichte Bitterkeit und dazu gesellen sich ein paar leichte Fruchtnoten, was bestimmt auch ein bisschen von der Orangenschale kommt – ich finde das übrigens immer klasse wenn da auch mal neue Wege gegangen werden.

Abschließend kann ich sagen, dass das Oat White IPA von Ratsherren ein schönes rundes Bier ist – für meinen Geschmack aber für ein IPA etwas zu leicht.

lille – Lager

Leider habe ich es diese Woche nicht geschafft, den Artikel für Freitag fertig zu schreiben – es war einfach zu viel los. Deswegen kommt der Artikel einen Tag verspätet am Samstag, aber ich hoffe, dass du da mal ein Auge zudrücken kannst.

Diese Woche mache ich mal wieder einen Abstecher in meine Heimatstadt – Kiel. Hier gibt das nämlich eine „kleine“ Biermarke Namens lille. Derzeit gibt es vier verschiedene Biersorten (Lager, Pale Ale, Pils und ein Brown Ale) zu kaufen. Das Pale Ale habe ich bereits in meinem ersten Artikel beschrieben und für diese Woche habe ich mir gedacht, dass das Lager gut passen würde.

Der Lager-Bierstil ist ein untergäriges Bier, welches ganz viele Ausprägungen hat. Hier mal ein paar als Beispiel:

  • American Lager – geringer Malzkörper, wenig Hopfen dafür oft mit Reis bzw. Malz gebraut
  • European Lager – ein „normales“ sehr süffiges Bier; gut für saisonale Bierspezialitäten (beispielsweise für Frühling/Herbst)
  • Helles – ich behaupte mal, die wohl bekannteste Ausprägung des Bierstiles – besonders in Süddeutschland

Ich denke mal, dass das Lager von lille unter das European Lager fällt. Die Farbe des Bieres liegt zwischen Bernstein und Kupfer (18-24 EBC).

Das Bier verwendet fünf verschiedene Hopfensorten (Cascade, Saphir, Tettnanger, Mangum und Hallertauer Mittelfrüh), was sich auch geruchlich bemerkbar macht. Das Bier riecht angenehm frisch. Es sind außerdem Noten von Wildbeeren vorhanden. Es ruft so ein wenig das Bild einer Sommerwiese im Wald bei mir wach. Der Geruch nach Wildbeeren kommt wahrscheinlich vom Cascade Hopfen und der Hallertauer Mittelfrüh verleiht dem Bier die grasige Note – sprich die Sommerwiese.

Geschmacklich ist das Bier leicht hopfig mit einer angenehmen Bitterkeit. Im Abgang kommt dann die Süße des Malzkörpers hervor – eine schöne Komposition. Gleichzeitig passt es mit seiner gewissen Schwere gut zum Herbst.

Das lille Lager ist ein schönes Bier für den Herbst – was auch gut zu den jahreszeittypischen Essen passt. Ich denke, die folgenden Zutaten werden dir ein gutes Bild von jahreszeittypischem Essen geben: Rotes Fleisch, dunkle Sauce, Rotkohl und Kartoffeln, aber auch hier gibt es noch ganz viele andere Kombinationsmöglichkeiten, die du beim Kochen ausprobieren kannst – ich habe da leider nicht das größte Talent beim Kochen.

In diesem Sinne, ein schönes Wochenende und bis nächste Woche, dann auch wieder pünktlich!

 

Störtebeker – Eis Lager

Diese Woche gibt das auch für mich mal wieder eine Premiere bezüglich des Bierstiles – ein Eisbock. Als Grundlage für einen Eisblock dient ein Doppelbock, was für sich schon ein relativ starkes Bier ist. Dieses wird dann eingefroren, mit dem Ziel das Wasser vom Alkohol zu trennen. Wie wir alles aus dem Chemieunterricht wissen, friert Wasser schon bei 0 Grad Celsius und Ethanol bei -114 Grad Celsius. Durch den Gefrierprozess verändert sich die Farbe des Bieres – es wird deutlich dunkler. Ebenfalls verändert sich der Geschmack durch das Einfrieren. Die Malz- und Hopfenaromen werden deutlich konzentrierter und dadurch auch intensiver, aber gleichzeitig auch weicher.

Dies hat nun auch die Störtebeker Braumanufaktur gemacht und einen Eisbock gebraut. Störtebeker war ja ein berühmter Freibeuter in der Ostsee und daran orientiert sich auch das Etikett der Brauerei – ein altes Segelschiff. Ich kann mir auch vorstellen, dass die Farbe des Etikettes den Übergang zum Eisbock erzeugen soll.

Der Eisbock von Störtebeker riecht leicht süßlich, so ein bisschen nach Honig bzw. Karamell – irgendwie eine Mischung aus beidem. Ebenfalls habe ich das Gefühl, dass der Geruch von untergäriger Hefe ganz leicht wahrnehmbar ist, aber hier mag ich mich auch täuschen.

Wenn ihr das Glas dann mal ins Licht haltet, werdet ihr sehen, dass das Bier relativ dunkel ist. Es geht meiner Meinung nach so richtig kupferfarben bzw. bräunlich.

Der Geschmack ist auch etwas Besonderes. Das Bier ist sehr vollmundig – ja schon fast cremig, aber gleichzeitig auch sehr weich. Dazu kommen dann diese feinen Noten vom Honig und Karamell, was es auch recht süßlich macht. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Karamellnoten ihren Ursprung im Doppelbock haben. Diese Biere sind ja auch eher süßlich bzw. malziger.

Als Fazit kann ich sagen, dass mir das Eislager von der Störtebeker Braumanufaktur sehr gut schmeckt. Es ist ein schönes rundes Bier. Für Menschen, die keine großen Fans des Doppelbocks sind, aber dennoch mal die Starkbiere probieren möchten, ist dieser Bierstil definitiv eine Alternative, weil er nicht so süßlich ist.

Flensburger Blonde

Vor zwei Wochen war ich für einen kleinen Abstecher in meiner Heimatstadt Kiel. Dabei ist mir im Getränkemarkt ein neues Bier von der Flensburger Brauerei ins Auge gestochen – irgendwie lande ich biertechnisch doch recht häufig bei dieser Brauerei. Wie dem auch sei, vier Flaschen gekauft und ab nach Hause.

Das Flensburger Blonde soll wohl ebenfalls in die Richtung der speziellen Biere gehen, denn das Bier ist mit einer belgischen Saisonhefe gebraut. Ende letzten Jahres hat die UNESCO die belgische Bierkultur zum Weltkulturerbe erklärt und da passt das Bier aus Flensburg gut dazu. Ich finde es auch mal eine angenehme Abwechslung. Viele Brauereien fokussieren sich doch eher auf die Pale Ales und die dazugehörigen Variationen.

Der typische „Plopp“ fällt jedenfalls schon deutlich lauter aus als beim Pils.
Beim Einschenken kommt mir gleich der angenehme Geruch der belgischen Hefe in die Nase – jeder der seine Nase schon mal in typische belgische Ales gesteckt hat, weiß wovon ich rede. Ich vermute, dass die Hefe noch ein wenig in der Flasche gearbeitet hat, denn das Bier fällt trübe aus und am Ende kann es passieren, dass noch ein wenig Hefe mit ins Glas rutscht, was dem Bier selbstverständlich keinen Abbruch tut.

Für meinen Geschmack ist das Bier recht neutral gehalten. Es ist weder besonders hopfig noch ist es besonders bitter. Die Hefe ist ein wesentlicher Teil des leckeren Geschmacks.

Nach dem letzten Schluck muss ich zugeben, dass mir dieses Bier sehr gut schmeckt. Es ist ein eher vollmundiges Bier mit ein bisschen mehr Alkohol als beim Pils. Im Vergleich zu anderen belgischen Bieren ist es aber eher der kleine Bruder aus dem Norden Deutschlands der einen Vorgeschmack liefert, was die belgischen Mönche so in den vergangen Jahrhunderten gebraut haben.

Kreativbrauerei Kehrwieder – SHIPA Amarillo

Heute ist ein schöner Donnerstag Abend, die Woche ist so gut wie geschafft, da wäre es doch mal wieder an der Zeit ein schönes Bier zu verköstigen.

Das SHIPA Amarillo wurde im Jahr 2013 eingebraut. Das besondere an der SHIPA-Serie ist der immer gleiche Malzkörper und das nur ein Aromahopfen verwendet wird. Bei dem SHIPA Amarillo wird demnach die Aromahopfensorte „Amarillo“ verwendet. Der Name SHIPA setzt sich aus „Single Hop India Pale Ale“ zusammen. Insgesamt gibt es derzeit elf verschiedene Variationen des SHIPA.

An ein IPA hat jeder so seine Erwartungen, wie beispielsweise die besondere Bitterkeit, ein bernsteinfarbiges Bier und eine schöne Hopfennote beim Riechen und Trinken. Beim Öffnen der Flasche kommt einem gleich der angenehme Geruch des Hopfen entgegen; da lacht das Herz. Beim Einschenken wird der Geruch dann gleich noch etwas intensiver und die Vorfreude steigert sich weiter.

Wenn ich dann an dem SHIPA Amarillo rieche, steigt einem eine wunderbare Aromahopfennote in die Nase. Als Hobbybrauer habe ich schon das ein oder andere Mal die Nase in eine Tüte mit Hopfen gesteckt um zu gucken, wonach der Hopfen riecht. Bei hopfengestopften Bieren gibt es einen ähnlich intensiven Hopfengeruch, so auch bei diesem IPA. Es duftet genau wie eine geöffnete Tüte Hopfen.

Auch die Farbe des SHIPA Amarillo passt sehr gut zu einem IPA: Bernstein- bzw. Kupferfarben.

Der Geschmack des Bieres ist doch eher bitter aber dennoch lassen sich noch weitere Geschmäcker entdecken. Beim Trinken fallen mir Früchte wie Mango und Honigmelone ein.

Das SHIPA Amarillo ist ein Bier, welches dem verwendeten Hopfen doch sehr schmeichelt. Es zeigt, dass es nicht immer zehn verschiedene Hopfensorten sein müssen um ein ganz tolles Bier zu brauen und das gefällt mir sehr gut. Für mich ist dieses Bier ein schönes gelungenes IPA bei dem der Fokus auf den jeweiligen Aromahopfensorten. Schade das so eine Bierflasche oft so schnell leer ist…

Flensburger Pilsener – Die Heimat in der Flasche

Das Flensburger Pilsener soll ebenfalls eines der ersten Biere sein, die ich auf diesem Blog näher beschreibe. Wenn du dich nun fragen solltest „Wieso ausgerechnet ein Bier nach Pilsener Brauart aus Flensburg?“, dann kann ich dir eine ganz einfache Erklärung geben:

Ich habe Norddeutschland vor geraumer Zeit verlassen, dennoch bin ich in der äußerst glücklichen Position, dass ich auch hier in der Ferne das Flensburger Bier kaufen kann. Wenn ich in der Düne am Strand sitze und das Bier mit dem typischen „Plopp“ öffne, dann habe ich sofort das Gefühl von Heimat und ganz viele tolle Erinnerungen fallen mir schlagartig ein.

Die Farbe des Flens ist gold-gelb und kristallklar, so wie eben ein gutes Pils auszusehen hat. Der Schaum bleibt im Glas leider nicht so lange erhalten aber ich trinke das Flens ja auch eher am Strand und da habe ich meistens sowieso kein Glas dabei.

Im Vergleich zu manch anderem Pils ist das Flens vom Geruch her doch eher intensiv. Es riecht zwar nicht gerade wie ein India Pale Ale aber dennoch lässt sich eine Hopfennote ausmachen.

Der Geschmack des Flens geht ebenfalls in die Richtung, die ein Biertrinker von einem leckeren Pils erwarten kann: Gute Bitterkeit; auch wenn da meiner Meinung nach noch ein bisschen mehr Hopfen mit ins Bier kann. Mir schmeckt das Bier sehr gut und die milde Bitterkeit passt sehr gut zu meinem lauschigen Plätzchen am Strand.

Am Ende fallen mir zum Flens ein paar Stichworte ein:

Flens, das ist das Meer;

Flens, das ist der Strand;

Flens, das ist das Gefühl der Heimat;

Flens, das ist einfach ein ganz besonderes Bier.

lille palle Pale Ale

Die Flasche wirkt durch das schnörkellose Etikett sehr aufgeräumt und kommt ganz ohne wilde Muster oder abgedrehte Bilder aus. Gefällt mir sehr gut.

So genug die Flasche angegafft. Es wird Zeit, dass die Luft aus dem Glas kommt. Die Farbe des Bieres geht in Richtung Kupfer bzw. Bernstein. Beim Einschenken macht sich gleich schon ein angenehmer Hopfengeruch bemerkbar. Die Vorfreude steigt!

Aber erst mal gucken, wonach das hier so köstlich duftet. Das Bier hat eine angenehme Zitrusnote. Aber da ist noch ein bisschen mehr, das könnten auch noch tropische Früchte sein.

Nach dem ich nun die Flasche gründlich inspiziert habe und mir auch den Geruch angeguckt habe, wird es nun aber auch mal höchste Zeit das Bier zu probieren. Der erste Schluck, kurz das hoffentlich köstliche Gebräu im Mund behalten und runterschlucken. Schmeckt. Nur wonach schmeckt das Bier? Zuerst macht sich doch die Bitterkeit des Bieres bemerkbar. Nochmal einen kleinen Moment warten, doch sind noch weitere Geschmäcker. Das lille palle riecht nicht nur nach Zitrusfrüchten, nein es schmeckt auch ein wenig nach diesen. Da machen sich die ganzen Hopfensorten am Ende doch bezahlt. Gleich nochmal einen zweiten Schluck nehmen, nur um sicher zu sein, dass ich da nichts vergessen habe? Nein, nichts vergessen.

So, Glas leer, Flasche leer und ich ein bisschen wehmütig. Das lille palle bringt nicht nur fruchtige Noten mit zur Geschmacksparty sondern auch eine gute Portion Bitterkeit. Aber, alles in allem finde ich, dass es ein gelungenes Bier geworden ist.

Ein großes Danke an Flo und Max!