GEBROUWEN DOOR VROUWEN – Tricky Tripel

Mir sagte mal jemand vor langer Zeit, dass Kiel der Gewinner des Klimawandels werden würde und wenn ich mir das derzeitige Wetter im Norden Deutschlands so angucke, kann ich der Aussage durchaus zustimmen.

Bei mir hier in Den Haag ist es zwar auch schön warm, aber mithalten kann das Wetter hier dann doch nicht. Weil es gestern ein wenig verregnet war, habe ich mir gedacht, dass ein Tripel doch ganz passend für das Wetter wäre.

Der Adventskalender ist zwar schon lange Geschichte, aber ein zwei Flaschen habe ich noch – eine davon ist das Tricky Tripel von der Brauerei GEBROUWEN DOOR VROUWEN. Ich habe ja schon über einige Tripel Biere geschrieben und von daher bin ich schon sehr gespannt, wie dieses hier schmecken wird. Wenn du ein bisschen was über andere Tripel lesen möchtest, dann kann ich dir die folgenden empfehlen: Zeezuiper, Zatte und das Tripel von Gouden Carolus.

Das Tricky Tripel hat eine schöne sonnengelbe Farbe mit einem feinen Schaum.

Der Geruch ist unglaublich frisch und hat eine leichte Säure. Es erinnert sowohl an Zitrusfrüchte, als auch an schöne frische Äpfel aus dem heimischen Garten am Ende des Sommers.

Wenn das Tricky Tripel dann deine Zunge kitzelt, es hat nämlich eine schöne Karbonisierung, dann kommen mir so Wörter wie großartig, unglaublich lecker und was für ein rundes Bier in den Kopf. Wie du dir schon denken kannst, das Bier ist echt richtig lecker. Es ist schön vollmundig und für ein Tripel vergleichsweise bitter. Die Bitterkeit ist aber überhaupt nicht schlimm, weil sie im Abgang durch eine leichte Süße verdrängt wird, was auch ein großartiger geschmacklicher Effekt ist.

Wenn dir also mal das Tricky Tripel begegnet, kannst du beherzt zugreifen, weil es wirklich sehr lecker ist.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende mit herrlichem Wetter!

Cheers

Browerij Scheveningen – Bomschuit (IPA)

Da ist es auch schon wieder Freitag und wenn ich dem Radio glauben darf, dann kommt der Frühling so langsam auch nach Deutschland – wird ja auch Zeit. Bei uns hier in Den Haag werden die Bäume nun grün und der erste Kirmes wird gerade in der Stadt aufgebaut.

Letztes Jahr habe ich euch ja schon mal das Tripel von der Brouwerij Scheveningen vorgestellt und einer von euch hat mir im Anschluss den Tipp gegeben, dass das IPA von denen auch sehr gut sein soll. Dies will ich heute mal testen und bin schon sehr gespannt, ob das Bomschuit, so heißt nämlich das IPA, wirklich so gut ist.

Farblich erinnert das Bomschuit mit ca. 30 EBC eher an ein Brown Ale als ein IPA. Bei der braunen Farbe des Bieres frage ich mich ja bereits, ob das Bier dann auch wirklich wie ein IPA schmecken wird oder es nicht eher in die Richtung eines Brown Ale tendieren wird?

Beim Riechen entdecke ich vorrangig Malznoten und eine leichte Süße – vielleicht ist meine Anfangsvermutung gar nicht so falsch. Leider fehlen bei meinem Exemplar diese typischen Zitrus- bzw. Mangonoten, aber das muss ja nicht schlecht sein.

Geschmacklich teilt sich das Bomschuit in zwei Phasen. Anfangs hat das Bier eine leichte Süße, die von den Röstmalzen kommt, und im Abgang folgt dann diese IPA typische Bitterkeit. Es ist ein angenehm vollmundiges Bier mit einer sehr leichten Karbonisierung.

Abschließen kann ich sagen, dass es trotz der fehlenden Zitrus- und Mangonoten ein sehr leckeres und rundes Bier ist, nur ist es meiner Meinung nach kein klassisches IPA. Vielleicht ist die Flasche aber auch einfach schon ein bisschen zu alt – wer weiß das schon. Wie dem auch sein, ich denke, dass das Bomschuit gerade für diejenigen geeignet ist, die nicht gerne das Gefühl von einer Mango im Glas haben. Sein wir mal ehrlich, die einzige Frage, die am Ende wirklich zählt ist doch nur „schmeckt das Bier?“ und das kann ich definitiv mit ja beantworten.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende und genießt die ersten richtigen Frühlingstage!

Cheers!

 

Rootz – Den Haag

Diesen Montag möchte ich dir gerne eine meiner absoluten Lieblingskneipen in Den Haag vorstellen. Um genauer zu sein, hat die Kneipe sogar zwei Lokalitäten:

  • Eine am Hafen – im weltbekannten Scheveningen, dass lustigerweise kaum ein Deutscher richtig aussprechen kann

  • Und die zweite Lokalität ist so ziemlich genau in der Innenstadt von Den Haag.

Aber was macht das Rootz – so heißt die Bar nämlich, denn zu einer so tollen Bar? Auf der einen Seite sind es die tollen Lokalitäten für sich. Am Donnerstag nach der Arbeit kehrt man da immer mal gerne für einen kleinen Borrel ein um sich schon mal ein wenig in Wochenendstimmung zu begeben. Am Wochenende machen wir gerne Ausflüge zum Strand und in den Hafen und da bietet es sich natürlich an hier eine kleine Pause einzulegen.

Auf der anderen Seite hat das Rootz aber auch eine geniale Bierkarte. Die Karte ist zweigeteilt – auf der einen Seite gibt es lediglich Biere aus den Niederlanden und auf der anderen Seite findest du dann nur Biere aus Belgien. Gerade auf der niederländischen Seite finden sich lokale Brauereien wie Kompaan und Eiber aus Den Haag. Selbst wenn man relativ häufig eine der beiden Möglichkeiten aufsucht, ist es dennoch ein relativ langwieriger Prozess mal jedes einzelne Bier probiert zu haben – ich wohne nun seit über 1,5 Jahren hier und ich finde immer wieder neue Biere, sei es nun auf der Karte oder von den zahlreichen Aushängen, die immer wechseln.

Neben den verschiedenen Brauereien hat das Rootz auch sein eigenes Bier – das Rootz Blond. Weil ich nun nicht abschweifen will, mache ich es mal kurz und fasse das Bier mit „äußerst lecker“ zusammen. Es ist ein ganz wunderbarer Vertreter dieses Bierstiles.

Das Rootz in der Innenstadt veranstaltet regelmäßig Bierfeste. Der Frühling und Herbst sind ja die Jahreszeiten für Bockbiere und der Winter kann mit einem leckeren Starkbier am Lagerfeuer sehr gemütlich sein.

Wenn du also mal in Den Haag sein solltest, würde ich dir einen Besuch im Rootz sehr empfehlen – gerade auch weil es sehr gut an den typischen Touristengebieten gelegen ist.

Ich wünsche dir eine schöne Woche und bis Freitag, wenn es ein Bier gibt, das einen interessanten Bezug zur Küste hat.

Der Borrel

Was ist eigentlich dieser Borrel und wieso finden den hier alle so großartig? Beim Borrel sitzt man mit seinen Freunden oder Arbeitskollegen in einer Bar bei einem Drink zusammen. Der Drink kann vom normalen Pils über das belgische Tripel bis hin zum Tee alles sein. Beim ausgehen verspürt man früher oder später einen kleinen Hunger und dann bestellt man sich in den Niederlanden die sogenannten Borrelhapjes dazu. Das sind in der Regel Kaasstengel und Bitterballen. Kaasstengel sind in Bierteig eingerollte Käsestängel und dazu erhält man dann noch ein kleines Schälchen mit einer süß- sauren Sauce. Bitterballen sind kleine panierte Kugeln, die im Inneren ein Ragout aus Rinder- bzw. Kalbsfleisch haben und frittiert werden. Zu den Bitterballen wird auch noch eine kleine Schale mit Senf gereicht.

Am bekanntesten ist wohl der Frimobol (=Freitag Mittag Borrel). Alternativ geht das aber auch am Freitag Nachmittag, direkt nach dem Feierabend oder an jedem anderen Tag.

Berging Brouwerij – B4

Leider habe ich es diese Woche nicht zur gewohnten Zeit geschafft – der Weihnachstress. Deswegen gibt das den Beitrag für diese Woche einen Tag später, aber ich denke, dass das durchaus vertretbar ist.

Diese Woche habe ich ein Siason aus den Niederlanden für euch: Das B4 von der Berging Brouwerij. Wie ihr auf dem Foto sehen könnt, ist das Etikett äußerst schlicht und sauber gehalten, was ich sehr ansprechend finde. Die gesamten Biere von Sjors Last und Nick van der Meer sind alle in einem ähnlich schlichten Design gehalten – auch die Internetseite der beiden macht da keine Ausnahme. 

Nun aber mal zum Optischen des Bieres: Die Farbe des Bieres ist Orange (10 EBC) und der Schaum ist auch mal schön feinporig und er bleibt auch mal ein bisschen länger auf dem Bier.

Geruchlich ist das B4 ganz typisch für ein Saison: Leicht säuerlich, aber auf eine sehr angenehme Art und Weise.

Auf der Zunge wirkt das Bier wenig hopfig bzw. so gut wie gar nicht bitter. Es ist angenehm karbonisiert und hat auch geschmacklich eine leichte Säure. Im Abgang kommt dann auch die typische Trockenheit eines Saison Bieres durch.

Am Ende kann ich sagen, dass es ein sehr leckeres Bier ist, das man ganz einfach und entspannt trinken kann.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein frohes Fest mit ganz viel leckerem Essen und vielleicht gibt es ja sogar mal Bier statt Wein beim Weihnachtsessen?