IPA – Schoppe Bräu

Heute ist es mal wieder so weit und nach einer langen Zeit der Abwesenheit habe ich wieder die Zeit gehabt einen Artikel zu schreiben. Manchmal braucht man eine kurze Pause um zu erkennen, was einem viel Spaß und Freude bereitet. 

Am heutigen Sonntagabend habe ich ein IPA von Schoppe Bräu aus Berlin probiert. Die Farbe des Bieres ist ganz klassisch für ein IPA: Bernstein.

IPA – Schoppe Bräu

Beim Geruch verhält es sich da schon ein wenig anders. Normalerweise sind IPAs sehr fruchtige Biere, die an Zitrusfrüchte erinnern. Das IPA von Schoppe Bräu hingegen hat eher Noten von Malz, eine leichte Süße, die mich an Honig erinnert und dezente Noten, die eher ins Heuartige gehen.

Beim Geschmack habe ich es nun mal wieder erlebt, dass das Bier so schmeckt, wie es riecht. Das IPA schmeckt ein wenig malzig und hat eine geringe bis mittlere Bitterkeit. Dazu kommt eine leichte Süße, ich schätze mal das kommt von dem verwendeten Malz. Außerdem ist das Bier nicht so stark mit Kohlensäure versetzt, wie andere Biere von Schoppe. 

Wie du siehst bzw. liest ist das IPA von Schoppe Bräu kein klassisches IPA, aber dennoch sehr lecker und bietet auch wieder einen guten Einstieg in die Thematik India Pale Ale. 

IPA – Schoppe Bräu

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Abend und einen guten Start in die neue Woche!

Leif

Frau Gruber – Escape from madness (IPA)

Zuerst einmal möchte ich euch allein ein frohes neues Jahr 2019 wünschen. Ich möchte mich ebenfalls bei euch allen bedanken, dass ihr meinen Blog im vergangenen Jahr so zahlreich besucht habt. 

Um das neue Jahr einzuleiten, habe ich heute ein IPA von Frau Gruber – Escape from madness – für euch. 

Im vergangenen Jahr hatte ich bereits das Yeast ist King, welches mir sehr gut geschmeckt hat. Deswegen habe ich mir gedacht, lohnt es sich vielleicht ein weiteres Bier von Frau Gruber zu probieren. 

Die Farbe des Bieres ist ein schönes sommerliches gelb, aber es ist auch sehr trübe. Anfang des letzten Jahres gab es sehr viele Bilder auf Instagram von solchen Bieren. Hier wo ich wohne, war es gar nicht so einfach ein solches Bier zu finden, deswegen hat es der Trend auch nie auf den Instagram Account geschafft. 

In der Nase wird das Bier von Frau Gruber leicht sommerlich und fruchtig. Die Fruchtnoten erinnern ein bisschen an Aprikose bzw. Pfirsich.

Frau Gruber – Escape from madness

Geschmacklich ist das Bier eher ein leichter Einstieg in die Thematik IPA. Es hat einen schlanken Malzkörper und die Bitterkeit ist nicht zu ausgeprägt. Von den verschiedenen Fruchtnoten, die ich riechen konnte, schmeckte ich leider nichts. 

Dennoch ist es ein leckeres Bier, welches den Gaumen nicht überfordert und man gut am Wochenende trinken kann.

Zum Abschluss wünsche ich euch ein schönes Wochenende und einen guten Start in die neue Woche!

Cheers

Chapman (IPA) – Skeppsgossen

Wer kennt es nicht, die Zeit im Dezember soll die besinnliche Zeit des Jahres sein, aber irgendwie wird sie doch sehr schnell zur stressigsten Zeit des Jahres. Bei mir wird es leider immer erst kurz vor dem 24. so richtig entspannt. Ich will mich aber auch gar nicht beschweren, weil ich die Zeit des Jahres immer sehr schön finde. Es wird früher dunkel, alles wird draußen ein bisschen ungemütlicher und die heimischen vier Wände laden erst recht zum Verweilen ein.

In diese Zeit passen wunderbar die schwereren Biere wie zum Beispiel Stouts, aber auch IPAs.  Ich hatte neulich ein IPA von der Brauerei Skeppsgossen aus Schweden. Das Etikett hat mich ein bisschen an die Bücher erinnert, die die Abenteuer von Peterson und Findus erzählen. Es sind die kleinen Details, die einem ein kleines Schmunzeln ins Gesicht zaubern und das Biertrinken ein wenig unterhaltsamer machen.

Die Farbe des Chapman ist ein schönes strahlendes gelb mit einer schönen Schaumkrone, so wie man das eben von Bier kennt.

Das Bier riecht herrlich fruchtig nach Mango und Pirsich. Dabei läuft mir schon richtig das Wasser im Mund zusammen. Wenn ich mir das Bier so angucke und daran rieche, dann freue ich mich schon tierisch auf das, was gleich kommt; das Probieren.

Das Chapman ist ein vollmundiges Bier mit leckeren fruchtigen Noten. Außerdem hat es eine angenehme Bitterkeit, die sich leichtfüßig um die Zunge legt.

Am Ende des Glases angekommen kann ich sagen, dass das Chapman ein sehr leckeres IPA ist. Es war ein großartiger Begleiter am Samstagabend und ich hätte da gerne noch eins von getrunken. Wenn dir das also beim nächsten Urlaub in Schweden über den Weg laufen sollte und du IPAs magst, dann kannst du hier durchaus zugreifen.

In diesem Sinne wünsche ich noch einen schönen zweiten Advent!

Newport Craft Brewing Co. – Rhodetrip

Die letzten zwei Wochen war ich im wohlverdienten Sommerurlaub, genauer gesagt, war ich in den USA. Wie viele von euch bestimmt wissen, sind die USA, was Craft-Bier angeht, ein bisschen weiter als wir Europäer. Wenn ich mich nicht irre, liegt der Marktanteil von Craft-Bier in den USA bei ca.13% – für Europa habe ich leider keinen Wert gefunden, aber er dürfte deutlich darunter liegen.

Ein Bier, das mir sehr gut geschmeckt hat, war das Rhodetrip (IPA) von der Newport Craft Brewing Co.. Der Name des Bieres ist mal wieder ein schönes Wortspiel, weil die Brauerei im Bundestaat Rhode Island liegt.

Die Farbe des Bieres erinnert an Bernstein bzw. Orange.

Wenn ich nach dem Einschenken an dem Bier rieche, dann habe das Gefühl, ich halte eine Tüte mit Hopfen in den Händen und stecke die Nase ganz tief rein. Außerdem erinnert es mich an Aprikose.

Beim Trinken kommen dann die selben Noten zum Vorschein, die ich auch schon riechen konnte. Außerdem hat Bier hat eine angenehme Bitterkeit und es ist auch schön vollmundig. Alle drei Punkte laden quasi dazu ein, das Bier zu genießen und einfach mal abzuschalten.

Am Ende kann ich sagen, dass der Urlaub sehr schön war und das Bier schmeckte auch sehr gut. Im Urlaub gab es auch noch zahlreiche weitere Biere, aber ich habe mir nicht immer Notizen gemacht, weil es eben Urlaub war und ich einfach mal ganz herrlich nichts machen wollte. Nach zwei Wochen hat mir das Schreiben über Bier gefehlt. Von daher bin ich glücklich nun wieder zurück zu sein und kann wieder mit vollem Elan Texte über Bier schreiben. Das unterhaltsame an einem solchen Blog ist für mich, dass man immer ganz viele Idee hat, was man alles machen könnte oder wie man manche Dinge gestalten könnte, aber am Ende holt einen dann immer wieder die Zeit ein und es bleibt fürs erste nur eine Idee. Dennoch bin ich optimistisch, dass ich einiges umsetzen werde – für den Anfang freue ich mich erstmal auf das Schreiben von neuen Texten.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Sonntag!

Cheers

Uiltje – Me Myself & IPA – A SHOCKINGLY NARCISTIC IPA

Vor einiger Zeit haben wir beim Einkaufen bei Albert Heijn ein paar Biere der Brauerei Uiltje gefunden, die irgendwie alle großartige Namen hatten. Vor ein paar Wochen hatte ich ja schon das FF LEKKERE MET JE BEK IN HET ZONNETJE vorgestellt und heute habe ich für euch:

ME MYSELF & IPA – A SHOCKINGLY NARCISSISTIC IPA.

Keine Ahnung wer sich da die Namen ausdenkt, aber die Person gibt auf jeden Fall Vollgas.

Bei dem Beitrag von Frau Gruber hatte ich bereits geschrieben, warum die Dose eine sehr gute Verpackung für Biere ist. Auf dem Etikett des ME MYSELF & IPA – A SHOCKINGLY NARCISSISTIC IPA steht extra der Hinweis, dass man das Bier so schnell wie möglich trinken solle. Bei einem IPA ist die Frische des Bieres besonders wichtig, weil die Hopfenaromen mit der Zeit abgebaut werden. Das IPA lebt von genau diesen starken bzw. ausgeprägten Hopfenaromen und dann wäre es sehr schade, wenn genau dieses Merkmal durch eine zulange Lagerung verloren gehen würde. Es gibt durchaus Biere, die man sehr lange lagern kann und deren Geschmack hierdurch auch positiv beeinflusst werden soll – das Westvleteren 12 wäre ein Beispiel.

Zurück zum eigentlichen Bier, die Farbe passt perfekt zum derzeitigen Wetter: ein herrliches sattes sonnengelb.

Geruchlich liefert das ME MYSELF & IPA – A SHOCKINGLY NARCISSISTIC IPA genau das, was man bei dem Titel erwarten kann. Das Bier riecht angenehm frisch nach Hopfen. Außerdem hat es köstliche Zitrus- und Mangonoten und es erinnert ein bisschen an frisch gemähten Rasen.

Geschmacklich ist es genau so, wie ein IPA sein muss – bitter.

Mit dem 7% Alkohol und der leckeren Bitterkeit ist das für mich ein sehr gutes IPA, was sich sehr gut auf dem Balkon bei Sonnenschein trinken lässt und dem Bierstil IPA gerecht wird.

In diesem Sinne wünsche ich euch noch einen schönen Sonntagabend und am kommenden Freitag habe ich mal wieder ein Bier von Lars für euch.

Cheers!

FRAU GRUBER -Yeast is King

Am heutigen Freitag gibt das eine Bierempfehlung von Lars bzw. Brewcomer: Yeast is King ein IPA von FRAU GRUBER. Ich muss ja gestehen, dass mir das Wortspiel nicht sofort in den Kopf gekommen ist, aber am Ende kam ich dann auch drauf. Hinter dem Namen FRAU GRUBER verbergen sich zwei sehr gute Freunde: Enzo Frauenschuh und Matthias Gruber.

Was das Auffälligste an dem Bier ist, ist die Verpackung. Das Bier kommt nämlich in einer schicken Dose daher und das ist in Deutschland gar nicht so typisch. Hier in den Niederlanden gibt das relativ viel Dosenbier, aber dann auch eher die Standardsorten. Meines Wissens nach, ist die Dose die mit Abstand die beste Verpackung. Es kommt kein Licht an den Inhalt, und auch der Geschmack bzw. die Hopfenaromen halten sich besonders gut und besonders lange. Ich habe das IPA Yeast is King und gerade bei einem IPA kommt es auf gute Lagerfähigkeiten an. Die typischen Charakteristika eines IPA – das Fruchtige bzw. Hopfige, sind leider auch relativ flüchtig und da kann die Dose unterstützend eingreifen und den „Alterungsprozess“ entsprechend verlangsamen. Lange Rede kurzer Sinn – die Dose ist ideal zur Aufbewahrung von Bier!

Nun aber zum eigentlichen Thema des Tages – wie sieht das Bier aus und noch wichtiger, wie schmeckt das?

Farblich erinnert Yeast is King an die Schale einer reifen Orange und es hat eine schöne Schaumkrone.

Beim Einschenken für das Foto verteilte sich in Windeseile ein unglaublicher fruchtiger Geruch im Raum – Wahnsinn. Es wirkte fast so, als ob das Bier nur darauf gewartet hat endlich aus der Dose zu kommen und sich vorzustellen. Das Bier hat ganz herrliche Noten von frischer Mango und Maracuja. Ich kann gar nicht sagen wieso, aber nach einem ganz kurzen Moment hat mich das Bier an ein Eis aus meiner Kindheit erinnert: Split. Die Farbe, der Geruch, es passte lustigerweise alles perfekt zu der Erinnerung.

Geschmacklich ist Yeast is King auch ganz vorne mit dabei. Es hat einen schönen Malzkörper, der dem Bier eine schöne Vollmundigkeit verleiht und ein gutes Gegengewicht zum Hopfen darstellt. Die Bitterkeit des Bieres hält sich dadurch im Rahmen. Das Bier riecht nicht nur nach Mango und Maracuja, es schmeckt auch so.

Am Ende muss ich sagen, dass mir das Bier sehr gut geschmeckt hat und ich es ohne Bedenken weiterempfehlen kann – Voraussetzung ist natürlich, dass man auf fruchtige Bier steht. Ihr könnt ihr FRAU GRUBER selbstverständlich bei Lars im Onlineshop kaufen. Alternativ könnt ihr auch den Offlineshop in der Stiftstraße besuchen, was sich definitiv lohnt!

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende und ich gucke mal, was ich euch nächste Woche so präsentieren werde.

Cheers!

Sudden Death Brewing Co. – Steven Seagull West Coast IPA – Brewcomer

Endlich ist es wieder soweit – vor kurzem kam ein Paket vom Brewcomer mit neuen Köstlichkeiten bei mir an, die probiert werden sollen/können/dürfen. Welche Beschreibug auch immer am Besten passen möge, ich freue mich diebisch.

Den Anfang macht eine Biermarke aus dem Norden der Republik – genauer gesagt eine Marke vom Timmendorfer Strand. Spätestens nach dem ersten Blick auf das Etikett liegt die Vermutung nahe, dass es eine gewisse Verbindung zum Thema Eishockey geben muss bzw. dass es sich bei den beiden Inhabern um große Eishockey Fans handeln könnte.

Wer noch nicht darauf gekommen ist, dem helfe ich mal kurz auf die Sprünge. Es handelt sich um die Sudden Death Brewing Co. vom Timmendorfer Strand und probiert wird heute das West Coast IPA – Steven Seagull.

Farblich kommt Steven mit einem satten orange-gelb daher und hat eine schöne Schaumkrone.

Geruchlich hat das Bier alles, was ein IPA braucht – es riecht schön frisch und angenehm fruchtig. Außerdem hat Steven auch die typischen Zitrusnoten mit im Gepäck.

 

Der Geschmack ist angenehm vollmundig und das IPA hat eine angenehme Bitterkeit, die nicht zu dolle ist. Wie beim Riechen schon zu vermuten war, hat das Bier auch geschmacklich leichte Zitrusnoten.

Lange Rede kurzer Sinn, Steven Seagull ist ein sehr leckeres und rundes IPA. Ich denke man es kann wunderbar mit einem leckeren Essen kombinieren oder aber auch einfach bei einem entspannten Abend genießen. Es ist auch ein gutes Bier für Menschen, die noch nicht so tief in die Geschmacksvielfalt der Bierwelt abgetaucht sind, weil es den Gaumen nicht gleich überfordert.

Am Ende kann ich dir nur empfehlen, guck mal bei Brewcomer auf der Internetseite bzw. im Online Shop vorbei, dort findest du neben Steven Seagull auch noch Biere wie Captain Blaubeer, Rotbiere und natürlich Horst. Falls Online nicht so ein Ding sein sollte und du in Kiel unterwegs bist, kannst du auch ganz klassisch in das Geschäft gehen.

Ich wünsche ein schönes sonniges Wochenende und bis zum nächsten Mal!

Brouwerij de Molen – Vuur & Vlam

Ich finde, dass das heutige Bier den perfekten Namen für so viele hat, die irgendwie ihre Leidenschaft für Bier verfolgen – sei es nun beruflich als Brauer, Großhändler, Besitzer einer eigenen Biermarke oder als Hobbybrauer, Blogger, oder „simpler“ Genießer vom guten Bier.

Die Brouwerij de Molen startete vor vielen Jahren als kleine Idee und wuchs über die Jahre zu einer beachtlichen Größe heran. Mittlerweile kann man die Biere in vielen europäischen Ländern kaufen, aber wohl auch in Übersee. Als ich damals anfing mich intensiver mit der Thematik „Bier“ zu beschäftigen, waren die Biere der Brouwerij de Molen mit die ersten besonderen Biere, die ich getrunken habe.

Im vergangenen Jahr hatte ich ja bereits das Hop & Liefde probiert und es schmeckte mir sehr gut. Heute gibt es das Vuur & Vlam oder auf Deutsch Feuer & Flamme. Der Stil ist IPA’ish und wenn ich mir so die Angaben wie 63 Bittereinheiten und eine Farbe von 21 EBC angucke, dann passt IPA schon ganz gut. Das einzige was ein bisschen aus der Reihe fallen würde, sind die 14°Plato und die damit verbunden 6,2% Alkohol.

Beim Einschenken ins Glas kommt mir gleich dieser schöne fruchtige Geruch in die Nase, der so typisch ist für ein IPA. Leider war ich etwas stürmisch und das Bier dankte es mir mit einer gigantischen Schaumkrone.

Die Farbe des Vuur & Vlam ist kupferfarben, was ebenfalls ganz typisch für diesen Bierstil ist. Die Schaumkrone ist auch recht langlebig und feinporig.

Geruchlich gefällt mir das Bier auch sehr gut. Es riecht ein wenig nach Malz, aber auch schön hopfig und fruchtig nach Mango. Ebenfalls verspricht es ein vollmundiges Bier zu werden.

Ich musste mit dem Trinken ein bisschen warten, weil die Schaumkrone doch etwas hinderlich war, aber mit ein bisschen Geduld hat es dann auch geklappt und ich konnte das Vuur & Vlam endlich probieren. Es hat anfänglich eine leichte Süße und im Abgang lässt das Bier eine dezente Bitterkeit vom Hopfen durchscheinen. Das Mundgefühl ist vollmundig und angenehm rund.

Nachdem mein Glas leer ist – leider – kann ich sagen, dass das ein sehr leckeres Bier war. Es ist angenehm rund und nicht sonderlich bitter – ich denke, dass der letzte Aspekt der Grund für das IPA’ish ist. Gerade die Bitterkeit war bei den angegebenen Bittereinheiten von 63 IBU meine Befürchtung. Hier kommt aber der Malzkörper gekonnt ins Spiel, der als gutes Gegengewicht zur Bitterkeit agiert. Falls ihr mal hier auf der Ecke seid, dann kann ich euch die Brouwerij de Molen durchaus auch als Ausflugsziel empfehlen. Die Windmühle ist ein Brewpub und viele Gerichte haben eine Verbindung zum Bier und soll sehr gut schmecken. Ich war leider noch nicht da, weil es mit dem Fahrrad 25km sind und ein Auto mieten ist beim Biertrinken nun wirklich keine Option.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein frohes Pfingstwochenende und bis nächste Woche!

Browerij Scheveningen – Bomschuit (IPA)

Da ist es auch schon wieder Freitag und wenn ich dem Radio glauben darf, dann kommt der Frühling so langsam auch nach Deutschland – wird ja auch Zeit. Bei uns hier in Den Haag werden die Bäume nun grün und der erste Kirmes wird gerade in der Stadt aufgebaut.

Letztes Jahr habe ich euch ja schon mal das Tripel von der Brouwerij Scheveningen vorgestellt und einer von euch hat mir im Anschluss den Tipp gegeben, dass das IPA von denen auch sehr gut sein soll. Dies will ich heute mal testen und bin schon sehr gespannt, ob das Bomschuit, so heißt nämlich das IPA, wirklich so gut ist.

Farblich erinnert das Bomschuit mit ca. 30 EBC eher an ein Brown Ale als ein IPA. Bei der braunen Farbe des Bieres frage ich mich ja bereits, ob das Bier dann auch wirklich wie ein IPA schmecken wird oder es nicht eher in die Richtung eines Brown Ale tendieren wird?

Beim Riechen entdecke ich vorrangig Malznoten und eine leichte Süße – vielleicht ist meine Anfangsvermutung gar nicht so falsch. Leider fehlen bei meinem Exemplar diese typischen Zitrus- bzw. Mangonoten, aber das muss ja nicht schlecht sein.

Geschmacklich teilt sich das Bomschuit in zwei Phasen. Anfangs hat das Bier eine leichte Süße, die von den Röstmalzen kommt, und im Abgang folgt dann diese IPA typische Bitterkeit. Es ist ein angenehm vollmundiges Bier mit einer sehr leichten Karbonisierung.

Abschließen kann ich sagen, dass es trotz der fehlenden Zitrus- und Mangonoten ein sehr leckeres und rundes Bier ist, nur ist es meiner Meinung nach kein klassisches IPA. Vielleicht ist die Flasche aber auch einfach schon ein bisschen zu alt – wer weiß das schon. Wie dem auch sein, ich denke, dass das Bomschuit gerade für diejenigen geeignet ist, die nicht gerne das Gefühl von einer Mango im Glas haben. Sein wir mal ehrlich, die einzige Frage, die am Ende wirklich zählt ist doch nur „schmeckt das Bier?“ und das kann ich definitiv mit ja beantworten.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende und genießt die ersten richtigen Frühlingstage!

Cheers!

 

Belgian Coast IPA – St Feuillien

Was war das mal wieder für eine Woche – die Tage werden länger, die Sonne kräftiger und die Vorfreude auf den Frühling wächst rapide. Wie sollte es anders sein, zack es wird wieder …schkalt. Zum Glück gibt es noch die ein oder andere Möglichkeit sich an den Strand zu träumen. Dazu passend, das Beligan Cost IPA von der Brauerei St. Feuillien. Ich hatte ja bereits über das Grand Cru geschrieben und das war schon echt gut – dementsprechend auch die Erwartungshaltung: Hoch.

Das Belgian Coast IPA habe ich mir allerdings nicht selbst gekauft, es ist eines der Biere, die in meinem Bieradventskalender waren. Wenn du einmal einen abwechslungsreichen Biermix haben möchtest, solltest du durchaus darüber nachdenken, dir auch mal einen Bieradventskalender zu kaufen.

Aber zurück zum Belgian Coast IPA! Es ist ein dry hopped IPA und es wurde auch ordentlich Hopfen reingeworfen: Brewer’s Gold, Magnum, Fuggles, Northern Brewer, Mosaic, Citra, Cascade – das ist ja schon mal eine Hausnummer, die die Erwartungen noch weiter in die Höhe treiben. Hoffentlich fallen die nicht genauso schnell, wie vergangene Nacht der Dow Jones in den USA.

Farblich hat das Belgian Coast IPA diese typische IPA Farbe – Bernstein. Auf dem Bier ist nach dem Einschenken eine fast cremig wirkende Schaumkrone. Die Optik kommt hauptsächlich von der Feinporigkeit des Schaumes, also keine Angst, es ist kein Stout. 

In der Nase kommen schöne Zitrusnoten bzw. diese leicht tropischen Früchte an. Ebenfalls riecht das Bier sehr frisch und auch vollmundig, was ja gut zu der dunkleren Farbe passen würde. Die Vollmundigkeit transportiert auch noch eine leichte Süße.

Geschmacklich ist das Bier nicht derart komplex, wie es anfänglich in der Nase wirkte. Überraschenderweise ist es ein leichtes Bier, das aber auch recht bitter ist.

Wenn du jetzt denkst, „Oh das war schon alles geschmacklich?“, dann muss ich sagen „Jo!“, aber braucht es denn unbedingt mehr? Die Möwe am Flaschenhals in Verbindung mit dem Namen macht richtig Bock auf Strand! Ein schöner und entspannter Nachmittag/Abend im Sommer, man liegt im Sand und lässt den lieben Gott mal einen guten Mann sein – da ist das Belgian Coast IPA bestimmt richtig geil. Das vermeintlich einfache Geschmacksprofil macht richtig Lust zwei oder drei Biere zu trinken und den Tag ausklingen zu lassen. Wenn du jetzt keinen Strand in der direkten Nähe hast, dann geht alternativ garantiert auch der Balkon: Kühles Belgian Coast IPA in der Hand und die Sonne scheint ins Gesicht und dabei träumst du dann vom Stand – geil!

Ein super Bier um der kalten Jahreszeit zu entkommen und das einen kleinen Moment von Sommer in den Kopf zaubert. Im Sommer werde ich beides garantiert testen! In diesem Sinne, schönes Wochenende!