Kreativbrauerei Kehrwieder – Prototyp

Heute geht es mal wieder auf eine kleine Entdeckungsreise mit Brewcomer – genauer gesagt, es geht nach Hamburg zur Kreativbrauerei Kehrwieder. Ich habe letztes Jahr schon einmal das SHIPA auf dem Blog beschrieben und von daher passt der Teil mit Kehrwieder ja schon mal ganz gut.

Heute habe ich das Prototyp für dich – das erste Bier von dieser Brauerei. Es ist ein kaltgehopftes Lager, dass sieben Wochen auf dem Hopfen liegt.

Die Farbe des Bieres liegt meiner Meinung nach zwischen Orange und Bernstein so um die 14 EBC. Was bei dem Bier gleich auffällt – der Schaum. Der ist so richtig schön typisch deutsch – kann man das so schreiben? Er ist jedenfalls recht ausgeprägt und bleibt vor allem lange auf dem Bier stehen.

Die geruchliche Erwartungshaltungshaltung bei einem Lager ist in meinem Falle nicht sonderlich hoch. Beim Prototyp werde ich aber definitiv eines Besseren belehrt – ein Lager kann auch anders. Durch die lange Lagerung auf dem Hopfen riecht das Bier sehr angenehm nach frischen Zitrusfrüchten und Mango. Für mich eine sehr positive Überraschung.

Aber auch geschmacklich hält das Prototyp eine Überraschung für mich bereit. Wer hier nun das klassische Geschmacksprofil eines Lagerbieres erwartet, weit gefehlt. Der erste Eindruck – unglaublich lecker. Das Bier schmeckt sehr fruchtig und hat eine leichte Bitterkeit. Im Abgang kommt dann noch eine leicht süßliche Note dazu.

Was mir an diesem Bier besonders gut gefällt: ich könnte davon gleich zwei oder drei trinken. Es ist unglaublich lecker und ein sehr schönes rundes Bier, das geschmacklich nicht überfordert – von mir eine klare Trinkempfehlung. Wenn du es nun auch einmal probieren möchtest, kannst du das bei Brewcomer im Online Shop bestellen oder aber du stattest dem Laden mal einen kleinen Besuch ab, das kann ich ebenfalls empfehlen.

Für den Fall, dass du ein begeisterter Podcasthörer bist, kann ich dir auch die Folge Nr.4 von HHopcast – der Craft Beer Podcast von Regine und Stefan ans Herz legen. Passenderweise handelt die Folge von einem Besuch bei Brewcomer.

In diesem Sinne wünsche ich dir ein schönes Wochenende und ich begebe mich nun mal auf eine weitere Entdeckungsreise in die holländische Bierlandschaft.

Ratsherren – Matrosenschluck – Oat White IPA

Seit letzter Woche geht es ja wieder los mit der Weihnachtszeit und ich muss feststellen, dass es ca. ein Jahr her ist, seit dem ich den Gedanken gefasst habe einen Bierblog zu schreiben. Wie bei vielen Projekten ist es auch hier immer wichtig zu überlegen, wie Dinge weiter wachsen bzw. verbessert werden können. Ich habe in den letzten Tagen da ein bisschen drüber nachgedacht und ein paar gute Ideen gesammelt, die ich nun im Laufe des Dezembers auch nach und nach auf der Webseite einbauen werde.

Aber dazu werde ich nochmal etwas schreiben. Nun geht es erst mal um das heutige Bier: Matrosenschluck – ein Oat White IPA (Weizen IPA mit Hafermalz) von der Ratsherren Brauerei. Ich hatte im Oktober schon mal ein Bier von Ratsherren, das Coast Guard, und habe da auch ein bisschen was zu der Brauerei geschrieben. 

Aber was ist nun ein Weizen IPA? Eigentlich ist es ein normales IPA, aber mit dem kleinen Unterschied, dass eben auch Weizenmalz in der Malzmischung verwendet wird – das ist schon das ganze Geheimnis. Auf der Rückseite der Flasche findest du auch noch ein paar Informationen zum Bier wie z.B., dass die Hopfensorten Ariana, Saphir und Citra für das Bier verwendet wurden. Außerdem finden sich Vorschläge zum passenden Essen – Lammrücken und Fish ‘n‘ Chips.

Was jedenfalls auffällt ist der schöne Geruch beim Einschenken des Bieres. Es riecht herrlich frisch und fruchtig. Dazu kommen dann auch noch Hopfennoten, was ein schönes Bild in die Nase zaubert. Was mich aber verwundert ist, dass es nach einem leichten Bier riecht, was ja eigentlich nicht zu dem Stil passen würde.

Weil ich ja derzeitig in den Niederlanden wohne, könnte man die Farbe des Bieres als Oranje Nassau (14 EBC), quasi königshausorange, beschreiben. 

Das Bier hat eine leichte Bitterkeit und dazu gesellen sich ein paar leichte Fruchtnoten, was bestimmt auch ein bisschen von der Orangenschale kommt – ich finde das übrigens immer klasse wenn da auch mal neue Wege gegangen werden.

Abschließend kann ich sagen, dass das Oat White IPA von Ratsherren ein schönes rundes Bier ist – für meinen Geschmack aber für ein IPA etwas zu leicht.

Coast Guard – Westküsten IPA

Der eigentliche Plan für diese Woche war es zwei Blogposts zu schreiben, einen am Montag und einen am Freitag. Leider hat mich seit Sonntag die Schnodderseuche heimgesucht, was das Bierverkosten dann doch beschwerlicher machte. Deswegen habe ich mich entschieden, diese Woche ganz gewohnt einem Post zu machen, und wenn es mir wieder besser geht, die Anzahl ein wenig zu erhöhen. Schauen wir mal!

Ich habe also diese Woche den richtigen Moment abgewartet und das Coast Guard – Westküsten IPA von der Brauerei Ratsherren getrunken bzw. verkostet. Als eine kleine Hintergrundnotiz: Letzte Woche gab es ja den Eisbock von Störtebeker und wenn ich mich nicht irre, gehören Ratsherren sowohl als auch Störtebeker zur Nordmann Unternehmensgruppe.

Das Coast Guard ist ein Westküsten IPA, wobei ich mir aber nicht sicher bin auf welche Westküste hier Bezug genommen wird: die US Westküste oder ganz heimattreu, die einzig wahre Norddeutsche Westküste? Die Eigenschaften eines IPA habe ich ja schon in vorherigen Beiträgen näher beschrieben. Gebraut wird das Bier von Ratsherren übrigens an den Schanzenhöfen in Hamburg.

Das Etikett ist jedenfalls recht bunt und verspielt gestaltet und die Farbe des Coast Guard ist typisch für ein IPA – Bernstein.

Beim Geruch des Bieres kamen auch wieder die IPA typischen Gerüche wie Grapefruit, ein bisschen grasig aber auch diese hopfige Bitterkeit zum Vorschein.

Geschmacklich war das Bier auch so, wie ich mir ein IPA vorstelle: Schön bitter, ein bisschen malzig und eine leichte Fruchtnote dazu.

Als Fazit kann ich sagen, dass das Coast Guard gut geschmeckt hat. Für mich war es gut trinkbar und bestimmt ein guter Begleiter für Gerichte wie beispielsweise Chili con Carne, Lasagne und einem Steaksandwich.