IPA – Schoppe Bräu

Heute ist es mal wieder so weit und nach einer langen Zeit der Abwesenheit habe ich wieder die Zeit gehabt einen Artikel zu schreiben. Manchmal braucht man eine kurze Pause um zu erkennen, was einem viel Spaß und Freude bereitet. 

Am heutigen Sonntagabend habe ich ein IPA von Schoppe Bräu aus Berlin probiert. Die Farbe des Bieres ist ganz klassisch für ein IPA: Bernstein.

IPA – Schoppe Bräu

Beim Geruch verhält es sich da schon ein wenig anders. Normalerweise sind IPAs sehr fruchtige Biere, die an Zitrusfrüchte erinnern. Das IPA von Schoppe Bräu hingegen hat eher Noten von Malz, eine leichte Süße, die mich an Honig erinnert und dezente Noten, die eher ins Heuartige gehen.

Beim Geschmack habe ich es nun mal wieder erlebt, dass das Bier so schmeckt, wie es riecht. Das IPA schmeckt ein wenig malzig und hat eine geringe bis mittlere Bitterkeit. Dazu kommt eine leichte Süße, ich schätze mal das kommt von dem verwendeten Malz. Außerdem ist das Bier nicht so stark mit Kohlensäure versetzt, wie andere Biere von Schoppe. 

Wie du siehst bzw. liest ist das IPA von Schoppe Bräu kein klassisches IPA, aber dennoch sehr lecker und bietet auch wieder einen guten Einstieg in die Thematik India Pale Ale. 

IPA – Schoppe Bräu

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Abend und einen guten Start in die neue Woche!

Leif

BeeHoppy – Skeppsgossen

Der Jetlag ist mittlerweile überwunden und ich habe mich nach dem Ausflug nach Austin wieder Zuhause eingelebt. Was mir allerdings ein wenig fehlt ist das BBQ, weil das schon verdammt lecker war.

Das Wochenende macht ja viele Menschen happy, so auch mich und deswegen gibt das heute das BeeHoppy von der Brauerei Skeppsgossen. Wenn ihr euch das Etikett ein bisschen genauer anguckt, dann werdet ihr auch sehen, warum das Bier „BeeHoppy“ heißt. 

Es ist ein IPA auch wenn die Farbe relativ dunkel dafür ist. Der Schaum ist bei meiner Flasche recht ausgebildet gewesen und er hielt auch lange. Die dunkle Farbe des Bieres verrät auch schon die geruchlichen Noten, die ich finden konnte. Es riecht eher süßlich und ein paar Röstnoten konnte ich auch finden.

BeeHoppy

Geschmacklich hat mir das Bier sehr gefallen. Es ist ein schönes vollmundiges Bier mit einer leichten Süße. Außerdem bildet die Bitterkeit ein angenehmes Gegengewicht zu der Süße. 

Mir schmeckte es sehr gut und bei dem Gedanken an das lange Wochenende, das auf uns zu kommt werde ich auch gleich wieder ganz happy. In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Sonntagabend!

Austin Texas (USA)

Am Samstag ging der Wecker ganz entspannt um 05:15 Uhr morgens – wake up call for the USA! Ich darf für eine Woche in die USA fliegen, genauer gesagt nach Austin, Texas. Wenn ich mir Den Haag und Austin auf der Weltkarte angucke, dann wirkt das schon weit, aber auch nicht so weit, wie mir mein Flugticket verrät. Am Ende habe ich von Tür zu Tür angenehme 26 Stunden benötigt und habe nun 7 Stunden Zeitunterschied. Er Zeitunterschied macht mir zum Glück nicht so zu schaffen. Das einzig komische ist, dass ich um 16/17 Uhr brutal müde werde, weil es dann in Den Haag Zeit zum Schlafen ist. 

Auf geht es!

Neben dem Texas BBQ gibt das angeblich auch viele Brauereien in der Gegend – für mich also eine großartige Kombination was das angeht. Am Sonntag wurde dann ein wenig die Stadt erkundet – ganz unamerikanisch zu Fuß. Dazu muss ich aber noch sagen, dass Austin Downtown nicht so groß ist wie Manhattan in New York. Hier mal ein oder zwei Blocks zu gehen wirkt deutlich kürzer als in NYC und es sind auch weniger Menschen unterwegs. 

Congress Avenue – Austin (TX)

Vom Hotel ging es dann über einen kleinen Weg entlang des Colorado River in Richtung Congress Avenue. Es scheint wohl eine der Hauptstraßen der Stadt zu sein und führt einen auf direktem Weg zum Kapitol. Das Straßenbild ist so, wie man sich das für eine amerikanische Stadt vorstellt – breite Straßen und große Autos.

Die Scooter

Was es hier aber wie Sand am Meer gibt, sind electronic scooter. Die liegen hier alle 10 Meter rum und warten nur darauf benutzt zu werden. Es stehen zwar überall Schilder, dass man sie nicht auf dem Bürgersteig benutzen darf, aber ich denke ihr könnt euch schon vorstellen, dass der Aufforderung keine große Beachtung geschenkt wird.

Kapitol in Austin

Das Kapitol ist definitiv eine Reise wert. Die Besichtigung ist umsonst und für einen Sonntag war es dann auch ganz schön gut besucht. Außerdem bekommt man einen kleinen Eindruck, wie von hier aus der Bundesstaat regiert wird.

So viel gehen und angucken macht auch immer durstig und deswegen habe ich mir vor dem Abendessen noch ein Bier der Brauerei Blue Moonbestellt. Es ist ein belgian-style wheat alegeworden. Der Barkeeper hat eine Orangenscheibe an den Rand des Glases gemacht, was ich jetzt ein bisschen merkwürdig fand, aber andere Länder andere Sitten. 

Blue Moon – belgian-style wheat ale

Die Farbe des Bieres passte dann aber auch wieder sehr gut zu der Orangenscheibe und geschmacklich ist das Bier auch sehr gut gewesen. Der Geruch ist nicht sonderlich spektakulär gewesen, mag aber auch an der verstopften Nase gelegen haben – die Klimaanlage macht mich auf Dauer fertig. Leichte Fruchtnoten konnte ich aber auch mit der verstopften Nase finden. 

Am Ende des Glases angekommen kann ich sagen, dass es ein schönes rundes Bier ist, dass sich gut für einen entspannten Ausklang des Tages eignet. 

Ich habe noch ein zwei Tipps bekommen, wo ich unbedingt hingehen muss um ein Bier zu trinken. Mal gucken, wie die weitere Planung der Woche aussieht, aber ich bin doch sehr optimistisch, dass das klappen wird – ansonsten müssen einfach andere Dinge abgesagt werden.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Start in die neue Woche auch wenn es diese Woche alles ein wenig verschoben ist.

Cheers

Norrlands – Ljus

Letzte Woche habe ich von dem Ausflug auf die Insel Texel berichtet. Ich hatte mir auch noch ein paar Biere mitgenommen um sie zu trinken und dann schöne Fotos zu machen. Während der Zeit auf der Insel war ich allerdings so beschäftigt mit wandern und ausruhen, dass das Vorhaben dann soweit nach hinten gerutscht ist, dass es am Ende gar nicht mehr stattgefunden hat. 

Norrlands – Ljus

Heute war der Plan an dem CPC (City Pier City) Lauf in Den Haag teilzunehmen und entspannte 10km zu laufen und danach den Sonntag, mit einem dieser Biere, entspannt ausklingen zu lassen. Das Wetter hatte leider andere Pläne und der Lauf wurde kurzerhand wegen des schlechten Wetters abgesagt. 

Das schlechte Wetter

Der CPC Lauf findet jedes Jahr Anfang März statt und ist ein riesen Event hier in Den Haag. Es gibt verschiedene Distanzen (5km, 10km und Halbmarathon) sowie einen Lauf für Kinder. Die Niederländer sind eine Nation der Läufer und dann kommt bei so einem Event ganz schnell eine Teilnehmerzahl von über 40.000 Läufern zustande.

Immerhin war die Ausrüstung komplett

Ich wollte auch noch ein paar Fotos von dem Event machen und dann hier mit einfließen lassen. Da es dieses Jahr nicht geklappt hat und ich im vergangenen Jahr keine Kamera mit dabei hatte, muss ich wohl nächstes Jahr wieder teilnehmen. 

Das Bier habe ich mir dennoch nicht entgehen lassen und es war köstlich. Die Farbe ist so, wie es sich für ein Lager gehört – ein schönes klares sonnengelb. Der Geruch und der Geschmack waren ebenfalls ganz typisch für ein Lager. Das Norrlands war sehr lecker und es hätte nach den 10km bestimmt noch ein bisschen besser geschmeckt, aber man kann nicht alles haben. 

Ich wünsche euch einen schönen Sonntagabend! 

Eilandkriebel – Blond

An diesem Wochenende ging es zu einem verlängerten Wochenende auf die Insel Texel und weil ich mal etwas Neues ausprobieren möchte, habe ich mir gedacht, dass ich euch einfach mal mit auf die kurze Reise nehme. Das Ziel der Reise ist die Lounge des Hotels Greenside in der kleinen Ortschaft De Koog.

Zuerst geht es mit dem Zug von Den Haag über Amsterdam in den Norden von Holland. An dieser Stelle muss ich sagen, dass das Zugnetz in den Niederlanden großartig ist.

Den Haag Centraal

Die Taktung der Züge ist unglaublich eng und die Preise sind vergleichsweise niedrig. Umgestiegen wurde in Sloterdijk – der Bahnhof ist nicht ganz so cool, weil man einmal quer durch das Gebäude muss um zu dem nächsten Gleis zu kommen, aber was muss das muss.

In Den Helder angekommen, geht es raus aus dem Bahnhof und ab zum Bus – Wartezeit: 10 Minuten. 

Der Bus fährt einen quasi non-stop zur nächsten Station: Dem Schiff.

Das Schiff

Mit dem Schiff geht es auf die Insel Texel und die Überfahrt kostet ganze 1,35€. Nach dem erfolgreichen Übersetzen mit dem Schiff geht es zum nächsten Bus, der einen dann nach De Koog fährt und schon auf einen wartet. Kurze Zeit später: Das Ziel ist erreicht – Füße hoch, nichts mehr machen, nur noch genießen. 

Das Ziel

In der Lounge angekommen, gibt es das Frühlingsbier der Familienbrauerei Diks – Eilandkriebel (Blond) und dazu ein paar Bitterballen. 

Bier und Bitterballen

Das Bier hat eine schöne helle Farbe, die vielleicht ein wenig an den Frühling erinnern könnte. 

Geruchlich ist das Bier herrlich fruchtig und riecht angenehm frisch – ich könnte schon wieder schreiben, „so ähnlich wie der Frühling“, aber das lasse ich an dieser Stelle.

Das Eilandkriebel schmeckt angenehm fruchtig, ist so gar nicht bitter und sehr wohltuend nach einer so langen Reise. 

Bitterballen

Die Bitterballen schmecken übrigens auch hervorragend – ich muss dringend nach einem Rezept suchen und die einmal selber machen, sonst bin ich verloren sobald ich dieses Land verlasse. Die Kombination Lounge, Bitterballen, Wochenende und gutes Bier ist fast unschlagbar. Der Trip war großartig, das Essen lecker und das Wetter naja (störte allerdings nicht).

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche und am kommenden Wochenende erzähle ich von dem Gepäck, was ich mitnahm, aber leider überhaupt nicht benutzt habe. 

Frau Gruber – Written in Stone

Der Artikel an diesem Wochenende hat leider mal wieder etwas auf sich warten lassen, aber heute musste ich erstmal ein Bier brauen.

Nachdem das Bier gebraut, die ganzen Geräte wieder geputzt und weggeräumt sind, war es dann endlich soweit – der Weizendoppelbock von Frau Gruber. 

Wer Frau Gruber ist und was es mit dem Namen auf sich hat, habe ich bereits in dem Artikel von Yeast is King beschrieben.

Die Farbe des Bieres liegt zwischen braun und dunkelbraun (36-45 EBC) und der feinporige Schaum ist auch relativ langanhaltend.

Frau Gruber – Written in Stone

Der Geruch ist herrlich angenehm – er lädt schon quasi zum Trinken ein. Es riecht ein bisschen süßlich, aber auch herrlich fruchtig. Also es riecht nicht so fruchtig wie ein IPA, was ja auch durchaus Sinn ergibt, denn ein Weizendoppelbock ist ja auch ein ganz anderer Stil. Geruchlich geht es mehr so in die Richtung von Kirsche bzw. Pflaume. 

Geschmacklich gefällt mir das Written in Stone ebenfalls sehr gut. Es fühlt sich herrlich leicht und weich im Mund an. Es ist schön vollmundig und hat überhaupt gar keine Bitterkeit. Es entfaltet dieselbe Fruchtigkeit am Gaumen, wie zuvor in der Nase. 

Frau Gruber – Written in Stone

Ich finde, dass das ein herrlich ausbalanciertes Bier ist und es schmeckt mir auch sehr gut. Ich habe vor einiger Zeit auch mal versucht ein Weizendoppelbock zu brauen, aber der war leider für meinen Geschmack viel zu süß geworden. Ich habe es damals auch mit der Karbonisierung übertrieben, was im Folgenden endete: Wenn ich die Flaschen nicht für 2-3 Tage in den Kühlschrank gelegt habe, damit sich die Kohlensäure binden kann, kam mir ¾ des Inhaltes gleich nach dem Öffnen entgegen – war nicht besonders cool. 

Nach dem Written in Stone muss ich es aber definitiv nochmal probieren und dieses Mal habe ich auch ein bisschen mehr Ahnung von dem, was ich da mache.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Sonntagabend!

Cheers!

POPPELS BRYGGERI – One Pint

Die vergangenen Wochen wurde unser Haushalt von der Grippe heimgesucht und deswegen war es nicht möglich einen Beitrag zu schreiben. Die Grippevieren sind mittlerweile ausgezogen und mir ist es wieder möglich Beiträge zu verfassen.

Vor kurzem bin ich mit dem Craftbiergeschäft One Pint aus Flensburg in Kontakt gekommen. One Pint war so freundlich mir ein paar Bier zuschicken, die ich in der nächsten Zeit auf dem Blog beschreiben werde. Selbstverständlich werde ich die Bier auch auf Instagram veröffentlicht.

Nachdem wir die letzten Male viel Zeit auf den Färöer Inseln verbracht haben, geht es heute nach Schweden zu der Brauerei POPPELS. Wir haben das DIPA erhalten, ein Double India Pale Ale. Im Grunde genommen ist es ein „normales“ IPA nur eben doppelt so gut. Spaß beiseite, ein Double IPA bedeutet, dass in diesem Bier noch mehr Hopfen verwendet wurde und das der Alkoholgehalt noch etwas höher ist als bei einem normalen IPA. Ich bin schon sehr gespannt, ob POPPELS sich an TO ØL orientiert hat, dann wird das nämlich eine ganz schön bittere Flasche.

Nun aber genug der Theorie und des Vermuten – Öffner gezückt und zack geht es der Flasche an den Hals. Ein verheißungsvolles Zischen, das erste Bier strömt aus der Flasche und trifft auf den Boden des Glases, wie Wellen sich an der Mole brechen. Dabei merkt man gleich schon, dass hier ordentlich Hopfen in die Flasche gedrückt wurde.

Die Farbe des POPPELS DIPA ist ein schönes bernsteinfarben mit einer leichten Schaumkrone.

Der Geruch schlug mir ja schon beim Einschenken mit voller Wucht in die Nase. Es riecht ganz herrlich frisch und fruchtig. Das Bier hat ganz herrliche Noten von Mango im Geruchsprofil – einfach brutal lecker und man will es sofort probieren.

Geschmacklich ist das DIPA einfach gut. Es ist ein schönes vollmundiges Bier. Es schmeckt sehr frisch, angenehm fruchtig und hat tolle Noten von Mango. Abgerundet wird es von einer gut ausbalancierten Bitterkeit, die einen tollen Abschluss bildet.

Als Fazit kann ich sagen, dass das ein super leckeres Bier ist. Die Komposition zwischen Malz, Hopfen, Hefe und Wasser hat hier richtig gut geklappt und hat ein echt leckeres Double India Pale Ale kreiert.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende und bis zum nächsten Mal!

Cheers!

Kupferstich – Meusel-Bräu – Brewcomer

Für diese Woche hat Lars mir ein Bier aus Franken mitgegeben. Selbst der Norddeutsche weiß mittlerweile, dass Franken nicht Bayern ist – ist ungefähr so, als ob einer aus Bielefeld, dass es ja eigentlich gar nicht gibt, sagen würde, er komme aus Norddeutschland. Ich werde die Thematik an dieser Stelle beenden, weil es doch zu kontrovers ist…

Wie dem auch sei, heute gibt es das Kupferstich von der Brauerei Meusel-Bräu – ich habe nach einer Internetseite geguckt, aber leider bin ich nicht so richtig fündig geworden. Alleine aus diesem Grund ist das Bier im 21. Jahrhundert schon eine Besonderheit bzw. auf Grund des limitierten Angebotes eine Rarität. Wenn du nun wissen möchtest, wie das Bier seinen Weg nach Kiel schafft, dann empfehle ich dir den Youtube Kanal von Brewcomer. Es gibt ein großartiges Video in dem Lars den Einkauf sehr schön beschreibt. 

Kupferstich bei schönem Wetter in Den Haag

Das Kupferstich ist ein Rotbier, was mit Melanoidinmalz gebraut wurde. Die Farbe des Bieres ist, wie der Name schon vermuten lässt, rötlich bis kupferfarben.

Der Geruch ist gar nicht mal so besonders, aber es riecht ganz lecker nach Malz und ein bisschen herbstlich – letzteres liegt wohl eher am hiesigen Wetter. Außerdem ist das Bier klar und hat eine schöne feinporige Schaumkrone.

Kupferstich von Meusel Bräu

Der Geschmack gefällt mir sehr gut. Das Kupferstich hat eine leichte Süße und ist herrlich weich – einfach eine ganz runde Sache!

Die Beschreibung klingt vielleicht nicht besonders aufregend und die Hopfenbombe ist es auch nicht, aber es ist ein richtig leckeres Bier! Es hat nicht viele Schnörkel, bringt aber richtig Spaß zu trinken.

Wenn du nun auch mal die Rarität aus Franken probieren möchtest, dann kannst du es wie gewohnt bei Brewcomer im Onlineshop finden. Außerdem findest du dort auch noch ganz viele andere leckere Biere – einige habe ich auch schon probiert wie beispielsweise FRAU GRUBER, Suddendeath Brewing Co. und noch einige mehr.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende mit leckerem Bier!

Super Freunde – Super Ale – Brewcomer

Wie du in der Überschrift schon gesehen hast, treffen wir uns heute wieder mit Brewcomer und zusammen gehen wir auf eine Super-Reise und bewegen uns von Den Haag/Kiel nach Berlin – also biertechnisch. In Berlin gibt das ja mittlerweile sehr viele kleine, aber auch größere Brauereien und eine davon ist ganz besonders super, nämlich die Super Freunde. Bei diesem Artikel muss ich mich wirklich zusammenreißen nicht zu oft das Wort super zu schreiben, das bietet sich hier einfach an.

Die Super Freunde haben zwei Biere im Sortiment, einmal das Super Ale (IPA) und ein Golden Pale Ale (GPA). Am heutigen Freitag gibt das aber erstmal das Super Ale.

Bevor ich jetzt etwas zur Farbe des Bieres sage, muss ich noch einen kleinen Einschub liefern, denn beim Einschenken verströmt das Super Ale gleich ganz tolle fruchtige Noten. Nun aber erstmal zur Farbe: Das Super ist eher bräunlich – ich würde sagen so um die 30 EBC.

Wenn das Bier dann ein bisschen im Glas steht und ein wenig atmen konnte – schreibt man das beim Bier eigentlich auch? – verändert sich das Geruchsprofil. Ich schrieb ja, dass das Super Ale anfangs sehr fruchtig roch, aber nach einiger Zeit im Glase kommen eher Malznoten mit einer leichten Süße zum Vorschein. Gleichzeitig riecht das Super Ale fruchtig und ein bisschen nach Schokolade. Also eher Geschmacksnoten, die ich von dunklen Bieren gewohnt bin und nicht unbedingt von einem IPA erwarten würde.

Geschmacklich setzt sich der Kontrast von süß und bitter fort. Das Bier hat eine gewisse Bitterheit, aber eben auch malzige Elemente und damit verbunden eine leichte Süße. Im Gegensatz zu dunklen Bieren ist das Super Ale ein leichtes Bier.

Ob das India wirklich bei der Bierart dabei sein muss – gerade, wenn ich es mit Leidschbier, To Øl oder Wobble vergleiche – weiß ich nicht. Was ich aber weiß ist, dass das Super Ale ein Super – Bier ist und geschmacklich sehr interessant, gerade der Kontrast zwischen bitter und süß. Beim Grillen mit Freunden kannst du davon bestimmt ein paar genießen und das ist das Wichtigste bei einem guten Bier. Wenn du jetzt Bock hast und eine Grillparty im Februar schmeißen willst, kannst du das Bier bei Brewcomer im Shop bestellen. Selbstverständlich kannst du das Bier auch einfach so bestellen, ohne die Grillparty zu organisieren. Damit ein schönes Wochenende und bis Montag – ich habe mich mal wieder auf die Suche nach einer guten Bar gemacht und bin auch fündig geworden – dazu mehr am Montag.

Er Boquerōn

Heute verlassen wir mal den Norden Europas mit dem dazugehörigen Schietwedder und wandern in Richtung Süden – genauer gesagt nach Spanien. Hier gibt es nämlich etwas, dass meine Aufmerksamkeit geweckt hat: Ein Bier, das Salzwasser enthält bzw. mit jenem gebraut wird.

Da kommt irgendwie gleich die irrsinnige Phantasie auf, dass das Bier vielleicht salzig schmeckt und wenn dem so sein sollte, wie salzig kann Bier schmecken damit es noch genießbar ist? Das Phänomen des trockenen Mundes nach dem Trinken habe ich ja schon einige Male beschrieben wie z.B. beim Pazifikus Pale und beim Zatte der Brouwerij ‚t ij, aber wie sich das mit „salzig“ verhält?

Das Bier heißt jedenfalls „Er Boquerōn“ und es sieht folgendermaßen aus:

Er Boquerōn geht farblich so in Richtung von 14 EBC und ist recht trübe, was wahrscheinlich an der Flaschengärung liegt, jedenfalls sieht es am Boden der Flasche danach aus.

Wenn du das Er Boquerōn in dein Glas schüttest, musst du dabei mal vorsichtig lauschen – ja richtig, du sollst lauschen. Es knistert – fast ein wenig, wie das Rauschen des Meeres. Ist es der Brauerei am Ende vielleicht doch durch einen magischen Prozess gelungen das Meerwasser in ein gutes Bier zu verwandeln?

Kommen wir nun zum wichtigsten Teil des Ganzen – dem Geschmack. Ich bin schon so sehr gespannt, ob das Bier auch tatsächlich nach Meerwasser, sprich salzig, schmeckt. Viele von uns haben bestimmt schon mal einen tiefen Schluck Meerwasser genießen*hust* können und diese Erinnerung macht mich doch recht skeptisch…

 

Nach ein paar Schlucken muss ich sagen, ich bin ganz froh, dass das Er Boquerōn nicht so wie ein Mund-voll-Meerwasser schmeckt. Es ist kein bitteres Bier, aber es hat ein eher cremiges Mundgefühl. Außerdem hat es eine leichte Fruchtnote und es ist schön karbonisiert. Vom Salzwasser schmecke ich allerdings gar nichts – ob das nun gut oder schlecht ist, weiß ich auch am Ende der Flasche noch nicht so richtig.

Ich finde die Idee jedenfalls sehr gut und ich kann mir die Kombination von Saisonhefe und dem salzigen Geschmack doch ganz gut vorstellen – also jedenfalls so gut, dass ich es einmal auf der heimischen Brauanlage testen werde. Stellt sich am Ende nur die Frage, wie viel Salzgeschmack ist für so ein Bier noch gut und ab wann kommt eher das Gefühl von „ich trinken gerade köstliches Meerwasser“ auf. Da gibt das wohl nur eine Lösung um das herauszufinden – ausprobieren.

Schlussendlich kann ich sagen, dass das Er Boquerion ein leckeres Bier ist, das sich gut trinken und genießen lässt – nur bitte habe nicht die Idee, dass das Bier salzig schmecken wird – meins tat es jedenfalls nicht.