Brouwerij ´t ij – Natte

So da sind wir auch schon im November oder wie eine Radiostation in Norddeutschland zu sagen pflegt – Yesvember. Das Wetter wird ja meistens kälter und es regnet auch mal ein bisschen mehr – ideale Jahreszeit für deftiges Essen und schwerere Biere. Schwerer Biere sind beispielsweise Bockbiere, Dubbel, usw.

Deswegen habe ich mir gedacht, das Natte von der BROUWERIJ ´T IJ ist genau das richtige für dieses Wetter – es ist nämlich ein Dubbel.

Die Farbe des Natte ist mit Dunkelbraun (ca. 45 EBC) ganz typisch für ein Dubbel. Der aufmerksame Leser kann sich bestimmt schon denken, was ich beim Geruch des Bieres schreiben werde. Das Natte riecht leicht süßlich nach Malz und hat auch Röstnoten zu bieten. Außerdem riecht es ein bisschen nach Schokolade. Ich muss hierbei an Schokolade mit Rosinen denken, vielleicht spielt mir meine Erinnerung hier auch einfach einen Streich, aber ich meine, dass ich so eine Schokolade früher einmal gegessen habe.

Geschmacklich ist das Dubbel doch eine kleine Überraschung. Normalerweise sind diese Biere sehr mächtig, aber das Natte von der BROUWERIJ `T IJ ist hier das Gegenteil. Es ist ein eher leichtes Dubbel mit einem feinen Geschmacksprofil. Es hat eine leichte Süße und schmeckt ein wenig malzig. Was ich ganz „lustig“ finde, wenn du das Bier längere Zeit im Mund behälst, dann verändert sich das Mundgefühl. Anfangs schmeckt es ganz „normal“ und prickelt an der Zunge, aber es wird dann auf einmal ganz cremig. Kann man ausprobieren, muss man aber auch nicht – würde ich jetzt nicht auf eine Bucketlist schreiben.

Einen kleinen Ausblick möchte ich an dieser Stelle noch geben: Ich habe mir gedacht, dass ich bei 500 Followern auf Instagram das Westvleteren 12 mal vorstellen werde – ich habe die Hoffnung, dass das diesen Monat passieren wird.

In diesem Sinne ein schönes Wochenende!

Brouwerij ´t ij – Ijwit

Wie schon angekündigt werde ich nun mal versuchen zwei Beträge pro Woche zu schreiben. Einen am Montag und einen am Freitag. Der August soll hier mal als Testlauf dienen um zu gucken, ob der zeitliche Aufwand auch zu schaffen ist.

Die Woche hat ja gerade erst angefangen und deshalb wollen wir geschmacklich auch mal langsam beginnen. Heute gibt es also ein Ijwit von Brouwerij’Tij. Das Ijwit ist ein Weizen und dieser Bierstil ist eher leicht. Die Farbe des Bieres ist schön hell gold – orange, richtig schön passend für einen Sommertag. 

Der Geruch ist ein bisschen besonders. Es riecht nach einem leichten und frischen Bier. Gleichzeitig ist da aber auch noch ein bisschen mehr. Auf dem Etikett steht das Koriander und Zitrone beim Brauen verwendet wurden. Ich denke, dass die Kombination aus dem beiden Zutaten den besonderen Geruch ausmachen.

Beim Trinken fällt mir gleich der Kontrast zwischen Vollmundigkeit und Leichtigkeit auf. Das Ijwit ist ja ein Weizen, und von daher ist es auch überhaupt nicht bitter. Der Koriander sowie die Zitrone kommen geschmacklich ebenfalls ein bisschen zur Geltung.

Abschließend kann ich sagen, dass das ein super Bier für einen Montag Abend ist. Ich empfehle hierzu auch ein lauschiges Plätzchen ohne nervige Einflüsse – ein gelungener Abschluss des Montags – Freitag ist ja zum Glück nicht mehr weit.

Brouwerij ´t ij – Flink

Das Motto dieser Woche ist: Nichts ist so beständig, wie die Unbeständigkeit selbst. Normalerweise versuche ich immer die Beiträge am Freitag Nachmittag online zu stellen aber diese Woche habe ich das leider nicht geschafft. Zum Einen war da der Kurzurlaub in Lissabon, den ich ja schon vergangene Woche erwähnt habe und zum Anderen war die Woche arbeitstechnisch doch ein bisschen anspruchsvoller – dieser Blog ist da leider doch nur das Hobby.

In meinem letzten Beitrag habe ich ja das Bierfest „Patio da cerveja“ in Lissabon erwähnt. Wir haben uns allerdings kurzfristig um entschieden und sind zu einem Tagesausflug nach Sintra aufgebrochen – hat nichts mit Bier zu tun, aber wenn du mal in Lissabon sein solltest, dann ist das definitiv eine Reise wert!

Deswegen schreibe ich diese Woche etwas über das Flink der Brouwerij ´t ij. Dem aufmerksamen Leser mag an dieser Stelle eine gewisse Häufigkeit der Brouwerij ´t ij auffallen. Das liegt daran, dass ich die Möglichkeit hatte deren gesamtes Sortiment zu erwerben und das zieht sich als kleine Serie so durch. Abgesehen davon schmeckten die bisher getrunkenen Biere auch alle sehr gut.

So nun aber mal Butter bei die Fische tun und zurück zum Wesentlichen: Das Flink – ein ungefiltertes Blond. Ungefilterte Biere haben die Eigenschaft immer diese sehr schmackhafte Trübung zu haben. Die Farbe des Bieres ist ein angenehmes Gold. Geruchlich ist das Flink gut dabei. Es riecht sehr lecker und frisch, gleichzeitig aber auch hopfig sowie nach Maracuja.

Geschmacklich fällt das Flink eher durch seine Schlankheit auf. Es geht fast ein wenig in die Richtung eines Session IPA. Beim Riechen wurden die Erwartungen nach Fruchtigkeit geweckt, aber beim Trinken kam dann eher ein sehr schlankes und bitteres Bier daher. Der Eindruck, dass das Flink doch sehr bitter wirkt, kommt vom dem eher schlanken Malzkörper des Bieres.

Mein abschließendes Fazit: Das Flink der Brouwerij ´t ij ist ein angenehmer Durstlöscher an einem lauschigen Sommerabend. Also genau passend zum heutigen Tag. Wir haben hier heute 30 Grad in Den Haag und da wird das Bier dann schon ganz flink leer.

Brouwerij ´t ij – Zatte

Zu Ostern hatte ich ja bereits das Paasij von der Brouwerij ´t ij getrunken und auch beschrieben, nun kommt das Zatte – ein biologisches Tripel. Hierzu habe ich auch nochmal einen kleinen Fun-Fakt am Rande: Das Zatte (zu deutsch berauschend) ist das erste Bier der Brouwerij ´t ij aus dem Jahre 1985.

Das Etikett auf der Flasche finde wieder sehr gelungen. Mir gefällt die rautenförmige Aufmachung sehr. Warum auf dem Logo allerdings ein Vogelstraus ist, kann ich nicht sagen. Ich werde mich da mal schlau machen und hoffentlich kann ich da was im Zuge der nächsten Biere der Brouwerij ´t ij zu schreiben.

Die Farbe des Zatte ist ein schönes sattes gold-gelb. Das Bier ist wie das Paasij ungefiltert und daher auch trüb.

Das Zatte riecht angenehm nach Zitrusfrüchten, geht vielleicht schon ein wenig in die Richtung eines IPA. Leider weiß ich nicht, ob das Zatte gestopft wurde aber ich würde mich da nicht wundern.

Vielleicht muss ich mal die Reihenfolge ändern – manchmal kommt das Trinken für mich einfach zu spät im ganzen Prozess. Nun habe ich es ja endlich geschafft und muss sagen, das Zatte wirkt im Mund fast cremig bzw. es ist ein sehr vollmundiges Bier. Es hat eine dezente Bitterkeit und die Süße, die Tripel Biere gerne haben, ist auch eher dezent. Zur leichten süße und dezenten Bitterkeit gesellt sich noch ein schöner leichter Geschmack nach Zitrusfrüchten.

Der Abgang des Zattes ist auch ein bisschen speziell; beim Trinken wirkt es sehr cremig aber im Abgang gleichzeitig auch trocken. Ich finde das ist immer super – ich trinke ein Bier und der Mund wird dabei trocken – manchmal sind Wiedersprüche großartig.

Als Fazit kann ich gar nicht viel sagen. Es ist ein super rundes Bier, was man auf jeden Fall einmal getrunken haben sollte. Es ist eins der wenigen Biere, wo die Nase quasi in den Gaumen wandert oder aber der Gaumen hält, was die Nase verspricht – such es dir aus. Das Zatte von der Brouwerij ´t ij ist quasi ein zattes Erlebnis – das musste jetzt einfach mal sein…

 

Brouwerij ´t Ij – Paasij

Heute ist Karfreitag und was würde jetzt besser passen als ein Bier, das einen Bezug zu Ostern hat? Die Brouwerij ´t Ij hat hierfür genau das richtige im Programm: das Paasij – im Deutschen bedeutet das: „Osterei“.

Wer sich im Niederländischen ein wenig auskennt, der erkennt hier auch das kleine Wortspiel. Na kommst du drauf?
Eigentlich würde man das Wort folgendermaßen schreiben: Paasei. Die Brauerei liegt aber am Fluss Ij und darauf bezieht sich der Name des Bieres. So nun ist aber auch wieder genug kluggeschnackt.

 Das Etikett hat ein schönes Design und macht mit seinem Ostereibild einen schönen osterhaften Eindruck. Es befinden sich ebenfalls Anspielungen auf die Stadt Amsterdam auf dem Etikett.

Die Farbe des Bieres ist herrlich bernsteinfarbend und beim Einschenken bildet sich auch gleich eine wunderschöne Schaumkrone. Manchmal könnte man fast denken, dass selbst das Einschenken schon zum eigentlichen Biertrinken dazugehört…

Der Geruch des Bieres kommt in meiner Nase nicht ganz so stark zur Geltung, aber auch ich rieche leicht süßliche Facetten, sowie Noten von Kräutern. Eine Zutat des Bieres ist Koriander und den kann man an dieser Stelle sehr gut wahrnehmen.

Geschmacklich kommt der Koriander auch in einer angenehmen Art und Weise durch – mir schmecken Biere mit einer leichten Koriandernote meisten sehr gut. Das Bier hat eine schöne Balance zwischen der Bitterkeit, dem Koriander und der Malzigkeit. Beim Trinken hat man aber dennoch das Gefühl, dass das Bier sehr vollmundig ist.

Schlussendlich bleibt mir nur noch eins zu sagen, das Paasij der Brouwerij ´t Ij ist ein schönes Bier für Ostern und mein bevorzugtes Bier dieses Wochenendes.