Kupferstich – Meusel-Bräu – Brewcomer

Für diese Woche hat Lars mir ein Bier aus Franken mitgegeben. Selbst der Norddeutsche weiß mittlerweile, dass Franken nicht Bayern ist – ist ungefähr so, als ob einer aus Bielefeld, dass es ja eigentlich gar nicht gibt, sagen würde, er komme aus Norddeutschland. Ich werde die Thematik an dieser Stelle beenden, weil es doch zu kontrovers ist…

Wie dem auch sei, heute gibt es das Kupferstich von der Brauerei Meusel-Bräu – ich habe nach einer Internetseite geguckt, aber leider bin ich nicht so richtig fündig geworden. Alleine aus diesem Grund ist das Bier im 21. Jahrhundert schon eine Besonderheit bzw. auf Grund des limitierten Angebotes eine Rarität. Wenn du nun wissen möchtest, wie das Bier seinen Weg nach Kiel schafft, dann empfehle ich dir den Youtube Kanal von Brewcomer. Es gibt ein großartiges Video in dem Lars den Einkauf sehr schön beschreibt. 

Kupferstich bei schönem Wetter in Den Haag

Das Kupferstich ist ein Rotbier, was mit Melanoidinmalz gebraut wurde. Die Farbe des Bieres ist, wie der Name schon vermuten lässt, rötlich bis kupferfarben.

Der Geruch ist gar nicht mal so besonders, aber es riecht ganz lecker nach Malz und ein bisschen herbstlich – letzteres liegt wohl eher am hiesigen Wetter. Außerdem ist das Bier klar und hat eine schöne feinporige Schaumkrone.

Kupferstich von Meusel Bräu

Der Geschmack gefällt mir sehr gut. Das Kupferstich hat eine leichte Süße und ist herrlich weich – einfach eine ganz runde Sache!

Die Beschreibung klingt vielleicht nicht besonders aufregend und die Hopfenbombe ist es auch nicht, aber es ist ein richtig leckeres Bier! Es hat nicht viele Schnörkel, bringt aber richtig Spaß zu trinken.

Wenn du nun auch mal die Rarität aus Franken probieren möchtest, dann kannst du es wie gewohnt bei Brewcomer im Onlineshop finden. Außerdem findest du dort auch noch ganz viele andere leckere Biere – einige habe ich auch schon probiert wie beispielsweise FRAU GRUBER, Suddendeath Brewing Co. und noch einige mehr.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende mit leckerem Bier!

Wittdorfer Brauerei – Jamaica (Helles Exportbier)

Dieses Wochenende habe ich mal wieder ein, hoffentlich leckeres, Bier von Lars für euch. Hierfür machen wir diesen Sonntag einen Abstecher nach Schleswig- Holstein – genauer gesagt nach Neumünster. Ich habe von der Brauerei schon vor geraumer Zeit gehört, aber ich fand es immer schwer vorzustellen, dass aus Neumünster Bier kommen würde. Ich habe mit der Stadt irgendwie andere Assoziationen, aber manchmal ist es Zeit, dass sich gewisse Eindrücke ändern. Von daher gibt es heute das Jamaica,ein Helles-Exportbier von der Wittdorfer Brauerei.

Jamaica – Helles Exportbier

Allgemein ist Exportbier ist ein untergäriger Bierstil und der Alkoholgehalt liegt knapp über 5%. Auf dem Etikett ist ein Zitat abgedruckt, dass den Namen des Bieres erklären soll:

“Unter den in Wien erschienenen deutschen Brauereien zeichneten sich folgende aus: D.H. Hinselmann zu Neumünster aus Schleswig-Holstein mit Exportbier, welches die Reise nach Jamaica gemacht hatte und noch vortrefflich mundete.“

Nun aber mal zum Bier. Die Farbe ist ein schönes leuchtendes goldgelb.

Beim Geruch merke ich dann doch recht schnell, dass es sich um ein untergäriges Bier handelt. Meiner Meinung nach hat diese Hefeart so ein ganz unverkennbares Geruchsprofil. Das ist überhaupt nicht negativ, aber es gehört einfach zu untergärigen Bieren dazu. Ebenfalls finden sich auch leicht fruchtige Noten.

Das wichtigste bei einem Bier ist ja immer der Geschmack. Das ist auch der Punkt, der der Brauerei am wichtigsten ist. Meiner Meinung nach handelt es sich bei dem Jamaica um ein eher leichteres Bier – der Körper ist zwar vollmundig, aber dennoch auf eine ganz leichte Art. Klingt ein bisschen komisch, ist aber gar nicht so einfach zu beschreiben dieses Mal. Die Bitterkeit und die Fruchtnoten sind auch eher leicht ausgeprägt.

Am Ende des Glases angekommen, kann ich sagen, dass mir das Bier gut geschmeckt hat. Es ist ein ganz solides und leckeres Bier, das man gut am Abend oder auch am Wochenende mal etwas früher genießen kann. Es überfordert den Gaumen nicht und tut genau das, was ein Bier machen soll: Schmecken. Wenn ihr also in Neumünster wohnen solltet, dann geht mal vorbei und probiert das Jamaica. Was mir auch sehr gut an der Brauerei gefällt sind die vielen verschiedenen Biersorten. Wenn Neumünster nun zu weit weg sein sollte, dann hilft Lars bzw. Brewcomer euch gerne aus. Neben dem Jamaica hat Lars auch noch das Handbagger, das Daddeldu India Pale Ale, das Trick 17, Kladderadatsch und das Hennes K*lsch. Zu den anderen Bieren kann ich leider nichts sagen, aber ich werde mal gucken, ob ich die bei Zeiten auch mal probieren kann.

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag!

Brauerei Brewbaker – Berliner Weisse – Brewcomer

An diesem Freitag habe ich mal etwas ganz Neues – jedenfalls für mich. Ich freue mich sehr, dass Lars mir diesen Bierstil mitgegeben hat und ich bin schon gespannt, wie er mir schmecken wird.

Wie im Titel schon zu sehen ist, geht es heute um die Berliner Weisse. Berliner Weisse ist ein sehr alter Bierstil der seine Wurzel in der Stadt Berlin hat. Es ist ein obergäriges Bier, aber er hat auch zwei Besonderheiten:

1. Es hat nur sehr wenig Alkohol – so um die 3%

2. Bei der Herstellung des Bieres kommen Milchsäurebakterien zum Einsatz. Diese Bakterien verleihen der Berliner Weisse auch ihren besonderen Geschmack.

Wenn du dich nun schon ein wenig mit den unterschiedlichen Bierstilen, die es weltweit gibt, auskennst, dann wusstest du spätestens nach dem Wort „Milchsäurebakterien“, dass es sich bei der Berliner Weisse um ein Sauerbier handelt. Dieser Bierstil ist zur Zeit mehr und mehr im Kommen und immer mehr Brauereien haben diesen Bierstil im Angebot.

Die Farbe der Berliner Weisse von der Brauerei Brewbaker ist bernstein bis kupfer.

Wenn du am Bier riechst, dann riecht das Bier sehr angenehm frisch und nach Apfel. Außerdem kommt auch die oben beschriebene leichte Säure mit durch.

Aber das wichtigste an einem Bier ist ja immer, wie schmeckt es denn nun? Die Berliner Weisse von der Brauerei Brewbaker ist ein angenehmes leichtes Bier, was mit den knapp 3% Alkohol auch keine Überraschung ist – perfekt für diese Temperaturen. Das Bier hat eine schöne Säure und schmeckt leicht nach saurem Apfel.

Wenn du nun noch nie ein Sauerbier getrunken hast, dann möchte ich an dieser Stelle noch sagen, dass es ein ungewohntes Geschmackserlebnis ist. Nimm all deine Erwartungen im Bezug auf Bier und vergesse sie für einen Moment und lasse dich komplett auf etwas Neues ein, denn eine Berliner Weisse ist nichts weniger als etwas komplett Neues im Vergleich zu einem „normalen Bier“. Vielleicht magst du die Säure im Bier, vielleicht sagst du auch „danke für dieses einmalige Erlebnis“.

Ich finde, dass die Brauerei Brewbaker eine schöne Berliner Weisse gebraut hat – so wie man sich eine Berliner Weisse vorstellt. Für mich war es an dieser Stelle die erste Berliner Weisse und beim nächsten Mal werde ich mir noch Waldmeister- bzw. Himbeersirup organisieren und dann diese beide Geschmäcker auch noch einmal probieren.

Wenn du nun auch Lust bekommen hast, mal etwas komplett Anderes zu probieren, guck doch mal bei Lars bzw. Brewcomer im Onlineshop nach. Dort kannst du dann die Berliner Weisse von der Brauerei Brewbaker kaufen, aber du findest natürlich auch noch ganz viele andere Biere wie z.B. Yeast is King von Frau Gruber oder Steve Seagull von der Sudden Death Brewing Co.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende und ich werde mich nun mal in ganz neue Bierwelten stürzen – was das bedeutet, wirst du selbstverständlich auch hier erfahren, aber in den nächsten Tagen bei Instagram sehen.

Cheers!

FRAU GRUBER -Yeast is King

Am heutigen Freitag gibt das eine Bierempfehlung von Lars bzw. Brewcomer: Yeast is King ein IPA von FRAU GRUBER. Ich muss ja gestehen, dass mir das Wortspiel nicht sofort in den Kopf gekommen ist, aber am Ende kam ich dann auch drauf. Hinter dem Namen FRAU GRUBER verbergen sich zwei sehr gute Freunde: Enzo Frauenschuh und Matthias Gruber.

Was das Auffälligste an dem Bier ist, ist die Verpackung. Das Bier kommt nämlich in einer schicken Dose daher und das ist in Deutschland gar nicht so typisch. Hier in den Niederlanden gibt das relativ viel Dosenbier, aber dann auch eher die Standardsorten. Meines Wissens nach, ist die Dose die mit Abstand die beste Verpackung. Es kommt kein Licht an den Inhalt, und auch der Geschmack bzw. die Hopfenaromen halten sich besonders gut und besonders lange. Ich habe das IPA Yeast is King und gerade bei einem IPA kommt es auf gute Lagerfähigkeiten an. Die typischen Charakteristika eines IPA – das Fruchtige bzw. Hopfige, sind leider auch relativ flüchtig und da kann die Dose unterstützend eingreifen und den „Alterungsprozess“ entsprechend verlangsamen. Lange Rede kurzer Sinn – die Dose ist ideal zur Aufbewahrung von Bier!

Nun aber zum eigentlichen Thema des Tages – wie sieht das Bier aus und noch wichtiger, wie schmeckt das?

Farblich erinnert Yeast is King an die Schale einer reifen Orange und es hat eine schöne Schaumkrone.

Beim Einschenken für das Foto verteilte sich in Windeseile ein unglaublicher fruchtiger Geruch im Raum – Wahnsinn. Es wirkte fast so, als ob das Bier nur darauf gewartet hat endlich aus der Dose zu kommen und sich vorzustellen. Das Bier hat ganz herrliche Noten von frischer Mango und Maracuja. Ich kann gar nicht sagen wieso, aber nach einem ganz kurzen Moment hat mich das Bier an ein Eis aus meiner Kindheit erinnert: Split. Die Farbe, der Geruch, es passte lustigerweise alles perfekt zu der Erinnerung.

Geschmacklich ist Yeast is King auch ganz vorne mit dabei. Es hat einen schönen Malzkörper, der dem Bier eine schöne Vollmundigkeit verleiht und ein gutes Gegengewicht zum Hopfen darstellt. Die Bitterkeit des Bieres hält sich dadurch im Rahmen. Das Bier riecht nicht nur nach Mango und Maracuja, es schmeckt auch so.

Am Ende muss ich sagen, dass mir das Bier sehr gut geschmeckt hat und ich es ohne Bedenken weiterempfehlen kann – Voraussetzung ist natürlich, dass man auf fruchtige Bier steht. Ihr könnt ihr FRAU GRUBER selbstverständlich bei Lars im Onlineshop kaufen. Alternativ könnt ihr auch den Offlineshop in der Stiftstraße besuchen, was sich definitiv lohnt!

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende und ich gucke mal, was ich euch nächste Woche so präsentieren werde.

Cheers!

Sudden Death Brewing Co. – Steven Seagull West Coast IPA – Brewcomer

Endlich ist es wieder soweit – vor kurzem kam ein Paket vom Brewcomer mit neuen Köstlichkeiten bei mir an, die probiert werden sollen/können/dürfen. Welche Beschreibug auch immer am Besten passen möge, ich freue mich diebisch.

Den Anfang macht eine Biermarke aus dem Norden der Republik – genauer gesagt eine Marke vom Timmendorfer Strand. Spätestens nach dem ersten Blick auf das Etikett liegt die Vermutung nahe, dass es eine gewisse Verbindung zum Thema Eishockey geben muss bzw. dass es sich bei den beiden Inhabern um große Eishockey Fans handeln könnte.

Wer noch nicht darauf gekommen ist, dem helfe ich mal kurz auf die Sprünge. Es handelt sich um die Sudden Death Brewing Co. vom Timmendorfer Strand und probiert wird heute das West Coast IPA – Steven Seagull.

Farblich kommt Steven mit einem satten orange-gelb daher und hat eine schöne Schaumkrone.

Geruchlich hat das Bier alles, was ein IPA braucht – es riecht schön frisch und angenehm fruchtig. Außerdem hat Steven auch die typischen Zitrusnoten mit im Gepäck.

 

Der Geschmack ist angenehm vollmundig und das IPA hat eine angenehme Bitterkeit, die nicht zu dolle ist. Wie beim Riechen schon zu vermuten war, hat das Bier auch geschmacklich leichte Zitrusnoten.

Lange Rede kurzer Sinn, Steven Seagull ist ein sehr leckeres und rundes IPA. Ich denke man es kann wunderbar mit einem leckeren Essen kombinieren oder aber auch einfach bei einem entspannten Abend genießen. Es ist auch ein gutes Bier für Menschen, die noch nicht so tief in die Geschmacksvielfalt der Bierwelt abgetaucht sind, weil es den Gaumen nicht gleich überfordert.

Am Ende kann ich dir nur empfehlen, guck mal bei Brewcomer auf der Internetseite bzw. im Online Shop vorbei, dort findest du neben Steven Seagull auch noch Biere wie Captain Blaubeer, Rotbiere und natürlich Horst. Falls Online nicht so ein Ding sein sollte und du in Kiel unterwegs bist, kannst du auch ganz klassisch in das Geschäft gehen.

Ich wünsche ein schönes sonniges Wochenende und bis zum nächsten Mal!

Sander Braumanufaktur – Pils No.1 – Brewcomer

Am heutigen Freitag habe ich mal wieder ein Vorschlag von Lars für euch – das Pils No.1 von der Sander Braumanufaktur. Auch wenn der Bierstil des Pils in der letzten Zeit auch viel negative Kritik erhalten hat – es ist nun mal der Bierstil, der meistens von Großbrauereien verwendet wird und oftmals auch als „Fernsehbier“ abgeschmettert wird, tut man ihm meiner Meinung nach unrecht. Ich weiß, dass das Pils unglaublich schwer zu brauen ist. Dies ist auch der Grund, warum ich mich noch nicht darin versucht habe. Das große Risiko ist immer, dass der Brauer am Ende diesen modrigen „Pils-muff“ ins Bier zaubert. Wieso, weshalb, warum manche Pils Biere so muffig riechen, keine Ahnung – ist aber definitiv nicht meins.

Aus dem Grunde bin ich bei Pils immer ein bisschen skeptisch, aber auch freudig gespannt eine schöne Überraschung zu erleben. Es kann sowohl in eine sehr leckere und gute Richtung schlagen, wie z.B. das Pils von Czernys Küstenbrauerei oder aber auch wie das gute alte Flens – vielleicht bin ich hier auch weniger objektiv, aber man möge mir das bitte Nachsehen. So und nun gucken wir endlich, was das Pils No.1 so kann.

Die Farbe, gold-gelb, passt schon mal und das Bier ist ebenfalls schön klar. Das sind so die beiden wesentlichen optischen Charakteristika eines Pils.

Wenn ich nun am Pils No.1 rieche, dann finde ich glücklicherweise keinen Pils-muff. Es riecht doch recht vollmundig, sehr frisch und gleichzeitig aber auch so, wie ein leckeres Pils, das zum Trinken einlädt.

Geschmacklich finde ich es ebenfalls gut. Es hat eine schöne Bitterkeit und einen schön ausbalancierten Malzköper mit einer mittleren Karbonisierung.

Die Sander Braumanufaktur hat mit Ihrem Pils No.1 also ein schönes rundes Pils gebraut. Die Braumanufaktur liegt in Worms, was ja schon relativ südlich ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass das für die dortigen Breitengrade schon recht bitter ist – für so ein richtiges norddeutsches Pils fehlt dann leider doch noch ein bisschen mehr Hopfen, aber das tut dem Bier nun keinen Abbruch und es müssen ja auch nicht alle Pils Biere super norddeutsch sein. Wenn du jetzt auch Lust hast, das Pils No.1 von der Sander Braumanufaktur zu probieren, dann schau doch mal bei Brewcomer auf der Internetseite vorbei oder wenn du aus Kiel kommst, schwing dich auf den guten alten Drahtesel und radel da mal hin – lohnt sich.

In diesem Sinne wünsche ich ein schönes Wochenende und genießt das schöne Wetter!

Klüvers – Rotbier

Die Osterfeiertage sind vorüber und die letzte kurze Woche nähert sich heute auch dem Ende, aber hier in Den Haag fängt nun endlich der Frühling so richtig an. Heute habe ich mal wieder eine Empfehlung von Lars für euch – das Rotbier von der Brauerei Klüvers. Klüvers liegt in Schleswig-Holstein, genauer gesagt in Neustadt. Neben der eigenen Biermarke, war die Brauerei auch die erste Braustätte von kleinen Biermarken wie zum Beispiel Lille aus Kiel.

Beim Name Rotbier, ist die Farbe des Bieres glaube ich relativ selbsterklärend oder? Das Rotbier ist zwar nicht so rot wie das Etikett selbst, aber es liegt so bei 30-36 EBC – kupferfarben bis braun.

Beim Riechen kannst du eine angenehme Süße des Malzes ausmachen. Außerdem riecht das Rotbier von Klüvers sehr vollmundig, was auch meine Erwartungshaltung bei einem dunklen Bier ist.

Aber was kann das Bier nun geschmacklich, wirst du dich vielleicht fragen. Anders als erwartet, ist das Rotbier eher ein leichtes Bier mit einem weichen Mundgefühl. Ebenfalls ist es ein trockenes Bier – was ein trockenes Bier ist, habe ich schon mal bei den folgenden beiden Bieren beschrieben: To Øl – First Frontier IPA, Höppners – Pazifiks Pale. Das Rotbier von Klüvers ist schön ausbalanciert und der Gaumen wird nicht von der Süße der dunklen Biere überwältigt.

Abschließend kann ich sagen, dass das Rotbier von Klüvers ein schönes Einsteigerbier ist. Es liefert erste Eindrücke, was dich in der großen Welt der kleinen Brauereien mit ihren ganz eigenen Bierkreationen erwartet. Wenn du also noch nicht so viel Erfahrung bei der Geschmacksvielfalt hast, dann ist das ein gutes Bier um erste Erfahrungen mit dunklen Bieren zu sammeln ohne den Gaumen zu überfordern. Wenn du jetzt neugierig geworden bist, dann guck doch mal bei Brewcomer vorbei. Ansonsten kann ich dir auch noch die Artikel der anderen Biere von Brewcomer empfehlen: Mashee – Captain Blaubeer, Braukollektiv – Horst, Kehrwieder Kreativbrauerei – Prototyp, Super Freunde – Super Ale und Two Brothers – Wobble IPA.

In diesem Sinne wünsche ich ein schönes und sonniges Wochenende – Cheers!

 

Mashsee – Captain Blaubeer – Brewcomer

Da ist es schon wieder so weit, die Woche ist rum und der Freitagabend ist da – gibt ja so Wochen, da geht das einfach unglaublich schnell. Passend zum heutigen Bier werde ich euch auch gleich mal ein Seemannsgarn erzählen.

Nein, Spaß bei Seite, Lars hat mir ein weiteres interessantes Bier mitgegeben und zwar das Captain Blaubeer von der Brauerei Mashsee aus Hannover. Für die von euch, die es noch nicht wissen, der Maschsee ist ein künstlicher See in Hannover und was würde für eine Biermarke besser passen als Mashsee (Mash = englisch für Maische).

Das Capatin Blaubeer ist ein Baltic Porter und wenn du dich nun fragst, was ist eigentlich ein Baltic Porter, dann guck doch mal beim Baltic Porter von Czernys Küstenbrauerei.

Das Captain Blaubeer ist das Ergebnis, wenn der Brauer eine Baltic Porter und das Hopfenstopfen eines IPA verbindet. Ob man deswegen nun gleich Blaubeeren in einem Bier schmecken kann?

Die Farbe ist ganz typisch für ein Baltic Porter – wenn du das Bier ins Licht hältst, dann wirst du erkennen, dass die Farbe eigentlich ein ganz tiefes rot ist und nicht wie es scheint, schwarz. Auf dem Captain Blaubeer thront dann ein ganz feinporiger Schaum, der schon fast an ein Stout erinnert.

Beim Riechen kannst du die charakterlichen Röstnoten ausmachen. Außerdem finde ich noch Kaffee und Malzsüße. Nun kommt aber der Clous – denk mal ganz ganz kräftig an Blaubeeren und steck die Nase wieder ins Glas – merkst du was? Bei mir hat es jedenfalls funktioniert.

Selbstverständlich findest du beim Schmecken die typischen Röstaromen. Gleichzeitig zaubert dir der Captain eine leichte Bitterkeit, die vom Hopfen kommen kann, auf die Zunge. Des Weiteren kannst du noch leichte Noten von Karamell und Toffee ausmachen.

Was mir am Captain Blaubeer sehr gut gefällt ist, dass es kein typisches Baltic Porter ist. Es hat zwar die typischen Elemente, wie die Farbe und die Röstaromen, aber es hat eben auch noch mehr wie z.B. die Bitterkeit vom Hopfen und vielleicht klappt es bei dir ja auch und du findest die Blaubeeren im Bier. Trotz all diesen Facetten bleibt das Bier noch sehr schlank. Ich muss sagen, dass es ein sehr gelungenes Bier ist und wenn du auch mal den Geschichten des Captain Blaubeer lauschen möchtest, kannst du das bei Brewcomer im Onlineshop finden.

In diesem Sinne wünsche ich dir ein schönes Wochenende. Falls du ebenfalls ein Heimbrauer bist, ich werde am Sonntag ein belgisches Blond brauen und das Rezept am Montag mal auf dem Blog veröffentlichen.

 

Kreativbrauerei Kehrwieder – Prototyp

Heute geht es mal wieder auf eine kleine Entdeckungsreise mit Brewcomer – genauer gesagt, es geht nach Hamburg zur Kreativbrauerei Kehrwieder. Ich habe letztes Jahr schon einmal das SHIPA auf dem Blog beschrieben und von daher passt der Teil mit Kehrwieder ja schon mal ganz gut.

Heute habe ich das Prototyp für dich – das erste Bier von dieser Brauerei. Es ist ein kaltgehopftes Lager, dass sieben Wochen auf dem Hopfen liegt.

Die Farbe des Bieres liegt meiner Meinung nach zwischen Orange und Bernstein so um die 14 EBC. Was bei dem Bier gleich auffällt – der Schaum. Der ist so richtig schön typisch deutsch – kann man das so schreiben? Er ist jedenfalls recht ausgeprägt und bleibt vor allem lange auf dem Bier stehen.

Die geruchliche Erwartungshaltungshaltung bei einem Lager ist in meinem Falle nicht sonderlich hoch. Beim Prototyp werde ich aber definitiv eines Besseren belehrt – ein Lager kann auch anders. Durch die lange Lagerung auf dem Hopfen riecht das Bier sehr angenehm nach frischen Zitrusfrüchten und Mango. Für mich eine sehr positive Überraschung.

Aber auch geschmacklich hält das Prototyp eine Überraschung für mich bereit. Wer hier nun das klassische Geschmacksprofil eines Lagerbieres erwartet, weit gefehlt. Der erste Eindruck – unglaublich lecker. Das Bier schmeckt sehr fruchtig und hat eine leichte Bitterkeit. Im Abgang kommt dann noch eine leicht süßliche Note dazu.

Was mir an diesem Bier besonders gut gefällt: ich könnte davon gleich zwei oder drei trinken. Es ist unglaublich lecker und ein sehr schönes rundes Bier, das geschmacklich nicht überfordert – von mir eine klare Trinkempfehlung. Wenn du es nun auch einmal probieren möchtest, kannst du das bei Brewcomer im Online Shop bestellen oder aber du stattest dem Laden mal einen kleinen Besuch ab, das kann ich ebenfalls empfehlen.

Für den Fall, dass du ein begeisterter Podcasthörer bist, kann ich dir auch die Folge Nr.4 von HHopcast – der Craft Beer Podcast von Regine und Stefan ans Herz legen. Passenderweise handelt die Folge von einem Besuch bei Brewcomer.

In diesem Sinne wünsche ich dir ein schönes Wochenende und ich begebe mich nun mal auf eine weitere Entdeckungsreise in die holländische Bierlandschaft.

Two Brothers – WOBBLE IPA – Brewcomer

Ich hatte ja schon in den Neuigkeiten für 2018 beschrieben, dass Brewcomer so nett ist und den Blog in Form von Bier ein bisschen unterstützt – worüber ich mich sehr freue.

Heute gibt es dann auch das erste Bier aus dieser Partnerschaft – das WOBBLE IPA von Two Brothers aus den USA. Laut Etikett ist das WOBBLE ein eher bittereres Bier (IBU 69) aus dem wunderschönen Bundesstaat Illinois – nicht das ich schon mal da gewesen wäre. Die Hopfensorten des Bieres sind Citra, Centennial, Simcoe und Chinook – macht schon mal richtig Bock auf das Bier.

Was bei einem IPA ja immer herrlich ist, ist das kurz nach dem Einschenken einem gleich diese wundervollen Aromen den Kopf verdrehen.

Das WOBBLE hat einen schönen Farbton, so zwischen Orange und Bernstein (14 EBC), der Lust auf mehr macht.

Was ich bei dem WOBBLE sehr interessant finde ist, dass es anfänglich für meine Nase ein wenig nach saurem Apfel riecht. Meine Eltern haben einen Apfelbaum im Garten und die Äpfel von diesem Baum sind so richtig schön sauer und wenn ich als Kind dann doch mal in einen Apfel gebissen habe, dann sah das Gesicht dabei furchtbar lustig aus. Diese Äpfel hatten so einen besonderen Geruch und es kommt mir so vor, als ob das Bier anfangs auch so gerochen hat. Während das Glass dann immer leerer wurde, wechselte der Geruch dann langsam vom sauren Apfel zum hopfigen Geruchsprofil.

Geschmacklich ist das WOBBLE IPA dann auch, passend zum Bierstil, eher typisch IPA. Es ist ein bitteres Bier, aber es fühlt sich gleichzeitig angenehm weich an. Ich muss aber auch sagen, dass es eher ein leichteres IPA ist, was hier wunderbar passt.

Vielen Dank Lars für das leckere Bier! Es ist definitiv ein IPA, was dem Bierstil gerecht wird. Ich finde, dass es ebenfalls eine schöne Begleitung beim Essen ist – drängt sich auch nicht so in den Vordergrund. Wenn du nun auch Lust auf das das Two Brothers – WOBBLE IPA hast, kannst du es im Webshop von Brewcomer finden.

Wenn du noch ein paar weitere Artikel zu IPAs lesen möchtest, kann ich dir die folgenden zwei Artikel empfehlen:

  1. SHIPA von der Kreativbrauerei Kehrwieder aus Hamburg
  2. Aaipiejee – Leidschbier

Am Montag berichte ich von meinem letzten Barbesuch im Rootz – auf dem Instagram Account hast du bestimmt schon das ein oder andere Foto aus der Bar gesehen. Ein schönes Wochenende und bis Montag!