Brouwerij ´t ij – Flink

Das Motto dieser Woche ist: Nichts ist so beständig, wie die Unbeständigkeit selbst. Normalerweise versuche ich immer die Beiträge am Freitag Nachmittag online zu stellen aber diese Woche habe ich das leider nicht geschafft. Zum Einen war da der Kurzurlaub in Lissabon, den ich ja schon vergangene Woche erwähnt habe und zum Anderen war die Woche arbeitstechnisch doch ein bisschen anspruchsvoller – dieser Blog ist da leider doch nur das Hobby.

In meinem letzten Beitrag habe ich ja das Bierfest „Patio da cerveja“ in Lissabon erwähnt. Wir haben uns allerdings kurzfristig um entschieden und sind zu einem Tagesausflug nach Sintra aufgebrochen – hat nichts mit Bier zu tun, aber wenn du mal in Lissabon sein solltest, dann ist das definitiv eine Reise wert!

Deswegen schreibe ich diese Woche etwas über das Flink der Brouwerij ´t ij. Dem aufmerksamen Leser mag an dieser Stelle eine gewisse Häufigkeit der Brouwerij ´t ij auffallen. Das liegt daran, dass ich die Möglichkeit hatte deren gesamtes Sortiment zu erwerben und das zieht sich als kleine Serie so durch. Abgesehen davon schmeckten die bisher getrunkenen Biere auch alle sehr gut.

So nun aber mal Butter bei die Fische tun und zurück zum Wesentlichen: Das Flink – ein ungefiltertes Blond. Ungefilterte Biere haben die Eigenschaft immer diese sehr schmackhafte Trübung zu haben. Die Farbe des Bieres ist ein angenehmes Gold. Geruchlich ist das Flink gut dabei. Es riecht sehr lecker und frisch, gleichzeitig aber auch hopfig sowie nach Maracuja.

Geschmacklich fällt das Flink eher durch seine Schlankheit auf. Es geht fast ein wenig in die Richtung eines Session IPA. Beim Riechen wurden die Erwartungen nach Fruchtigkeit geweckt, aber beim Trinken kam dann eher ein sehr schlankes und bitteres Bier daher. Der Eindruck, dass das Flink doch sehr bitter wirkt, kommt vom dem eher schlanken Malzkörper des Bieres.

Mein abschließendes Fazit: Das Flink der Brouwerij ´t ij ist ein angenehmer Durstlöscher an einem lauschigen Sommerabend. Also genau passend zum heutigen Tag. Wir haben hier heute 30 Grad in Den Haag und da wird das Bier dann schon ganz flink leer.

Flensburger Blonde

Vor zwei Wochen war ich für einen kleinen Abstecher in meiner Heimatstadt Kiel. Dabei ist mir im Getränkemarkt ein neues Bier von der Flensburger Brauerei ins Auge gestochen – irgendwie lande ich biertechnisch doch recht häufig bei dieser Brauerei. Wie dem auch sei, vier Flaschen gekauft und ab nach Hause.

Das Flensburger Blonde soll wohl ebenfalls in die Richtung der speziellen Biere gehen, denn das Bier ist mit einer belgischen Saisonhefe gebraut. Ende letzten Jahres hat die UNESCO die belgische Bierkultur zum Weltkulturerbe erklärt und da passt das Bier aus Flensburg gut dazu. Ich finde es auch mal eine angenehme Abwechslung. Viele Brauereien fokussieren sich doch eher auf die Pale Ales und die dazugehörigen Variationen.

Der typische „Plopp“ fällt jedenfalls schon deutlich lauter aus als beim Pils.
Beim Einschenken kommt mir gleich der angenehme Geruch der belgischen Hefe in die Nase – jeder der seine Nase schon mal in typische belgische Ales gesteckt hat, weiß wovon ich rede. Ich vermute, dass die Hefe noch ein wenig in der Flasche gearbeitet hat, denn das Bier fällt trübe aus und am Ende kann es passieren, dass noch ein wenig Hefe mit ins Glas rutscht, was dem Bier selbstverständlich keinen Abbruch tut.

Für meinen Geschmack ist das Bier recht neutral gehalten. Es ist weder besonders hopfig noch ist es besonders bitter. Die Hefe ist ein wesentlicher Teil des leckeren Geschmacks.

Nach dem letzten Schluck muss ich zugeben, dass mir dieses Bier sehr gut schmeckt. Es ist ein eher vollmundiges Bier mit ein bisschen mehr Alkohol als beim Pils. Im Vergleich zu anderen belgischen Bieren ist es aber eher der kleine Bruder aus dem Norden Deutschlands der einen Vorgeschmack liefert, was die belgischen Mönche so in den vergangen Jahrhunderten gebraut haben.