Eilandkriebel – Blond

An diesem Wochenende ging es zu einem verlängerten Wochenende auf die Insel Texel und weil ich mal etwas Neues ausprobieren möchte, habe ich mir gedacht, dass ich euch einfach mal mit auf die kurze Reise nehme. Das Ziel der Reise ist die Lounge des Hotels Greenside in der kleinen Ortschaft De Koog.

Zuerst geht es mit dem Zug von Den Haag über Amsterdam in den Norden von Holland. An dieser Stelle muss ich sagen, dass das Zugnetz in den Niederlanden großartig ist.

Den Haag Centraal

Die Taktung der Züge ist unglaublich eng und die Preise sind vergleichsweise niedrig. Umgestiegen wurde in Sloterdijk – der Bahnhof ist nicht ganz so cool, weil man einmal quer durch das Gebäude muss um zu dem nächsten Gleis zu kommen, aber was muss das muss.

In Den Helder angekommen, geht es raus aus dem Bahnhof und ab zum Bus – Wartezeit: 10 Minuten. 

Der Bus fährt einen quasi non-stop zur nächsten Station: Dem Schiff.

Das Schiff

Mit dem Schiff geht es auf die Insel Texel und die Überfahrt kostet ganze 1,35€. Nach dem erfolgreichen Übersetzen mit dem Schiff geht es zum nächsten Bus, der einen dann nach De Koog fährt und schon auf einen wartet. Kurze Zeit später: Das Ziel ist erreicht – Füße hoch, nichts mehr machen, nur noch genießen. 

Das Ziel

In der Lounge angekommen, gibt es das Frühlingsbier der Familienbrauerei Diks – Eilandkriebel (Blond) und dazu ein paar Bitterballen. 

Bier und Bitterballen

Das Bier hat eine schöne helle Farbe, die vielleicht ein wenig an den Frühling erinnern könnte. 

Geruchlich ist das Bier herrlich fruchtig und riecht angenehm frisch – ich könnte schon wieder schreiben, „so ähnlich wie der Frühling“, aber das lasse ich an dieser Stelle.

Das Eilandkriebel schmeckt angenehm fruchtig, ist so gar nicht bitter und sehr wohltuend nach einer so langen Reise. 

Bitterballen

Die Bitterballen schmecken übrigens auch hervorragend – ich muss dringend nach einem Rezept suchen und die einmal selber machen, sonst bin ich verloren sobald ich dieses Land verlasse. Die Kombination Lounge, Bitterballen, Wochenende und gutes Bier ist fast unschlagbar. Der Trip war großartig, das Essen lecker und das Wetter naja (störte allerdings nicht).

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche und am kommenden Wochenende erzähle ich von dem Gepäck, was ich mitnahm, aber leider überhaupt nicht benutzt habe. 

Vandestreek – Tarwe Blond

Am heutigen Samstag habe ich für euch ein Bier von einer holländischen Brauerei, die meiner Meinung nach richtig viele leckere Biere im Sortiment hat. Es handelt sich dabei um die Brauerei vandeStreek aus Utrecht.

VandeStreek hat auch ein sehr leckeres alkoholfreies IPA, aber jetzt geht es erstmal um das Tarwe Blond – Tarwe heißt übersetzt übrigens Weizen. Es ist also ein Blondbier, bei dem auch ein Teil der Malzschüttung aus Weizen besteht.

Die Farbe ist ein herrlicher, satter Bernsteinton, der einen schon gleich zum Trinken einlädt.

Geruchlich kommt einem diese angenehme Frische entgegen, die ganz typisch für ein Blondbier ist. Außerdem erinnert es mich an den Geruch von einer schönen großen Wildwiese im Hochsommer – herrlich.

Manchmal dauert dieser Prozess bis zum Trinken eine gefühlte Ewigkeit. Leider macht es keinen Sinn erst das Bier zu trinken und dann daran zu riechen – klappt irgendwie nicht bzw. einem gehen dann zu viele Elemente des Geruchs verloren. Als ich es dann endlich zur geschmacklichen Probe geschafft habe, dann bitzelt das Tarwe Blond herrlich auf der Zunge, sprich die Karbonisierung ist ein bisschen stärker. Es ist auch ein sehr vollmundiges Bier und auch relativ bitter für ein Blond. Letzteres ist aber nicht störend, sondern eher eine schöne geschmackliche Überraschung.

Schlussendlich kann ich sagen, manchmal brauchen leckeres Biere gar nicht viel Text, weil sich der komplette Geschmack eh nie in seiner Gänze einfangen lässt. Ich kann dir nur sagen, wenn dir mal ein Bier der Brauerei vandeStreek über den Weg läuft – greif zu bis jetzt waren sie alle sehr lecker!

Cheers!

 

Jopen – Lentebier

In Den Haag hat sich nun endlich der Frühling entschlossen vorbeizukommen und er hat die herrliche Frühlingssonne und wärmere Temperaturen mit im Gepäck. Außerdem ist heute Karfreitag und damit ist schon quasi Ostern und deswegen habe ich mich dazu entschlossen euch heute eines der holländischen Osterbiere vorzustellen. Ferner passt es thematisch äußerst gut zum Frühling. Lente ist nämlich das holländische Wort für Frühling.

Heute gibt es mal wieder ein Bier von der Jopen Brauerei aus Harlem (Amsterdam). Ich hatte letztes Jahr schon mal das Hop zij met ons vorgestellt und in der Zwischenzeit noch ein paar andere Biere von der Brauerei getrunken und ich kann nur sagen, wenn du mal die Chance hast, probieren!

Jetzt habe ich genug gesabbelt und es wird mal Zeit, dass wir zum eigentlichen Thema kommen – dem Lentebier. Beim Einschenken fällt gleich dieser schöne feinporige Schaum des Bieres auf, der sich schwungvoll auf das frühlingsgelbe Bier legt.

Außerdem kommt dir beim Einschenken ein ganz angenehmer Geruch in die Nase, der sofort Lust auf mehr macht. Das Lentebier hat angenehme frische Noten, aber auch leichte Noten vom Koriander. Es riecht auch angenehm hopfig sowie nach Zitrusfrüchten.

Wenn einem so die Frühlingssonne ins Gesicht scheint, der Arbeitstag furchtbar lang war und man die schöne Aussicht vom Balkon genießt, dann ist die Vorfreude auf einen Schluck des gutaussehenden und lecker riechenden Bieres schon sehr groß – und es schmeckt.

Das Lentebier ist ein schlankes Bier mit einer ganz leichten Malzsüße am Anfang. Danach folgen dann ganz kurz dieser leckere Koriandergeschmack und im Abgang macht sich eine angenehme Bitterkeit des Hopfens im Mund breit. Kurzum ein schönes rundes Bier, mit einem tollen Geschmacksprofil – so geht Frühling!

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Osterwochenende und der Plan ist am Ostermontag einen weiteren Post zu veröffentlichen.

Prost!

Affligem – Blond

Am vergangenen Wochenende habe ich mein erstes Blond Bier gebraut oder besser gesagt ich versuchte es, ob es mir gelungen ist, das kann ich leider erst in ein paar Wochen sagen.

Um den Erfahrungsschatz an Blond Bieren bzw. wie diese schmecken müssen weiter auszubauen, habe ich diese Woche, wie sollte es anders sein, ein Blond Bier verkostet – das Affligem Blond. Die Abtei Affligem gibt es schon seit 1074 und einige Jahre bzw. Jahrhunderte später wurde dann auch Bier gebraut und diese Tradition wird noch bis heute fortgeführt – heute aber nicht mehr als unabhängige Brauerei, sondern als Teil des Heineken Konzerns. Das erklärt auch die echt schicke Internetseite…

Das Blond ist ganz klar im Glas und geht so in Richtung Bernstein – ich würde sagen so um die 18 EBC. Die Schaumkrone geht leider recht schnell, aber einmal schnell das Glas geschwenkt und da ist sie wieder.

Dem Geruch nach, ist das ein sehr frisches Bier mit leichten Fruchtnoten. Ebenfalls kann ich die belgische Bierhefe leicht herausriechen.

Geschmacklich ist das Blond ein vollmundiges Bier mit einer leichten Süße vom Malzkörper. Es hat eine ganz dezente Bitterkeit und wenn du dich wieder ganz doll anstrengst und an Vanille denkst, dann kannst du auch die schmecken. Ich finde, dass es ein schönes rundes Bier ist mit einem cremigen Mundgefühl.

Als Fazit kann ich sagen, dass das Affligem Blond ein leckeres Bier ist, das man gut im Herbst und Winter trinken kann – vorzugsweise an einem Kamin sofern du einen haben solltest (ich habe leider keinen).

In diesem Sinne wünsche ich dir ein schönes Wochenende und ich gucke mal, ob ich dieses Wochenende mein eigenes Blond Bier in die Flasche abfüllen kann.

Scheldebrouwerij – Lamme Goedzak

Hier in Den Haag gibt das ganz viele kleine Geschäfte, eins davon beherbergt auch einen kleinen Getränkemarkt. Hier kann man sehr guten Wein kaufen, aber eben auch Bier. Warum erzähle ich das nun? In diesem Geschäft habe ich die Biere der Scheldebrouwerij gefunden. Was, du kennst nicht die Scheldebrouwerij? Das habe ich mir schon gedacht und deswegen gibt das diese Woche zwei Biere von dieser Brauerei. Die Biere dieser Brauerei sind leider sehr schwer zu finden und deswegen habe ich mich auch gefreut wie ein Schneekönig. Heute starten wir mit dem Lamme Goedzak – ein Blond.

Auf den Etiketten dieser Brauerei findest du immer ein paar Riesen, die meistens betrunken sind oder aber einen ihrer Freunde nach Hause tragen – ich finde das großartig.

Das Lamme Goedzak ist mit seiner bernsteinernen Farbe relativ dunkel für ein Blond. Geruchlich ist es leicht fruchtig, aber auch frisch.

Geschmacklich ist das Lamme Goedzak gut karbonisiert und angenehm vollmundig. Normalerweise sind Blond Biere ja eher etwas leichter und weniger schwer. Das Blond der Scheldebrouwerij ist eher ein Schwergewicht unter den Blond Bieren, was ich aber nicht weiter schlimm finde. Das Lamme Goedzak hat einen gut ausgeprägten Malzkörper, was die Bitterheit sehr aus dem Bier verdrängt.

Alles in Allem kann ich sagen, dass das Bier sehr lecker ist. Vielleicht ist meine Meinung auch ein von der Tatsache beeinflusst, das die Scheldebrouwerij mit zu meinen Lieblingsbrauereien zählt. Ich kann mir vorstellen, dass das Lamme Goedzak wunderbar zu herbstlichen Gerichten (Kartoffel, Rotkohl, dunkle Sauce und dunkles Fleisch – z.B. Wild) passen könnte. Ich werde es jedenfalls mal testen sobald der Herbst anklopft.

 

Schöne Woche und bis Freitag – Prost!

De Leckere – 100 Jaar de Stijl

Letzten Freitag habe ich keinen Artikel geschrieben, weil wir übers Wochenende einen Kurzurlaub in Deutschland verbracht haben und ich unter der Woche leider keine Zeit hatte einen Artikel für den Blog zu schreiben.

Für diese Woche habe ich mir deswegen auch etwas Besonderes ausgesucht. Das Bier selbst ist vielleicht gar nicht sooo besonders, aber das, was hinter dem Bier als kleine Geschichte steht. Ich wohne derzeitig in Den Haag in den Niederlanden und dieses Jahr ist hier in der Stadt das Mondrian-Jahr. In der ganzen Stadt sind immer wieder einige Häuser und Schaufenster im Stil des Künstlers Mondrian dekoriert.

Das Bier De Leckere – 100 Jaar de Stijl hat sich davon wahrscheinlich inspirieren lassen und das Etikett des Bieres wurde im Sinne des Mondrian Stil gestaltet. Nun mag die Vermutung aufkommen, dass der Maler vor 100 Jahren vielleicht in Den Haag geboren wurde, aber nein – es ist der Stil der Bilder, der hier in Den Haag vor 100 Jahren „erfunden“ wurde. Ebenfalls folgte der niederländische Maler der Haager Schule und war Mitbegründer des Magazins De Stijl. Diese Gruppe von Künstlern versuchte die Architektur, Innenausstattung und Kunst im Generellen zu revolutionieren.

Für mich ist das jetzt schon ganz schön viel Kunstwissen gewesen und mehr weiß ich zu dem Thema auch nicht – darum schnell weiter zum Bier. Die Besonderheit des Etikettes habe ich ja schon beschrieben. Der Stil des Bieres ist ein belgisches Blond und die Farbe ist ein schöner Mix zwischen Gold und Orange ( 10 – 14 EBC).

Das Bier riecht leicht fruchtig, was vermutlich von der Hefe kommt. Es bildet sich beim Einschenken ebenfalls eine schöne Blume, die aber leider nicht sehr lange bleibt, aber das ist nur nebensächliches.

Nun aber genug gesäuselt hier, kommen wir zum Wesentlichen warum wir alle hier sind – der Geschmack. Ganz allgemein gesagt, ist ein belgisches Blond ein süffiges Bier, was nicht besonders bitter ist und da passt das De Leckere – 100 Jaar de Stijl wunderbar rein. Es ist ein leichtes Bier mit dezenten Fruchtnoten, einer zurückhaltenden Süße. Ebenfalls kann ich einen Hauch Banane in dem Bier schmecken. Das Bier sehr prickelnd, was im Sommer auch sehr erfrischend ist.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass das Bier ein kleines Kunstwerk für sich ist. Es fängt bei der Flaschenform an, die ist nämlich ein bisschen kleiner als die „Normale Flaschengröße“, geht über das sehr passende Etikett, bei dem man als Biertrinker auch noch einen kleinen Abstecher in die Welt der Kunst macht, und findet seinen runden Abschluss im sehr gelungenem Geschmack des De Leckere – 100 Jaar de Stijl – super Bier für den Sommer und kannst die Gäste mit umfangreichem Wissen über die Kunst verblüffen.