Groningen Martinus

Vor zwei Wochen war es mal wieder Zeit für einen kleinen Ausflug. Die Wettervorhersage war lange Zeit eher durchwachsen, aber im letzten Moment hat es sich der Regen doch anders überlegt und der Sonne den Vortritt gelassen. Die Reise war für einen Tag geplant; auch wenn das ein ziemlich straffes Programm bedeuten würde. 

Am Samstagvormittag hieß es dann: Auf nach Groningen!

Den Haag Bahnhof

Es ging mit dem Zug zuerst nach Utrecht und dann weiter in Richtung Norden. Von Den Haag ist es schon ein ganz schöner Weg nach Groningen, besonders wenn der Direktzug ausfällt. Mir gefällt bei solchen Fahrten besonders gut, dass man einfach eine Runde dösen kann um das frühe Aufstehen ein wenig zu kompensieren. Auch kann man herrlich lesen oder einfach mal nichts tun und genießen, wie die Welt an einem vorbeizieht. 

Universität von Groningen

In Groningen angekommen, gab es eine private Stadtführung – gefühlt besteht die Stadt zu 50% nur aus Studenten und jeder Menge Touristen aus Deutschland. Um die Stadt aus einer anderen Perspektive zu sehen, haben wir eine Tour mit dem Boot gemacht. Während der Fahrt hat man so ziemlich alle Sehenswürdigkeiten der Stadt gesehen. Wie gesagt, die Stadt ist nicht sonderlich groß und ist vom einem Kanal umgeben.

Groningen

Das abschließende Highlight war das „Feierabend Bier“ in der Brauerei „Martinus“. Wir hatten das Blond, was unglaublich gut geschmeckt hat. Es war nicht bitter, es war schön vollmundig und roch dazu auch angenehm fruchtig. Neben dem Taproom gibt es dort auch die eigentliche Brauerei und ein kleines Restaurant. Es ist alles wunderbar gemütlich eingerichtet und lädt nur so zum Verweilen ein. Auch preislich waren die Biere total super – das kann man sich auch als armer Student leisten ohne nach zwei Bieren gleich insolvent zu sein.

Blond Bier bei Martinus
Taproom Martinus
Brauanlage

Als es dann mit dem Zug, nach ein oder zwei Bieren, wieder zurück nach Hause ging und die heimische Tür erreicht war, merkte ich doch schnell, dass einmal nach Groningen und zurück ein ganz gutes Pensum für einen Tag ist.

Zum Glück hatte ich noch den Sonntag zum Kraft tanken. Wenn es euch also mal nach Groningen verschlagen sollte kann ich die Brauerei Martinus mit einem guten Gewissen empfehlen!

In diesem Sinne, habt einen schönen Abend und morgen einen guten Start in die neue Woche!

Delirium Tremens – Der rosa Elefant im Porzellanladen

Hast du schon mal etwas von „Delirium Tremens“ gehört?  Nein? Dann wird das aber allerhöchste Zeit. Den Begriff gibt es auch in der Humanmedizin und es gibt auch eine Trash Metal Band aus Bayern wie ich feststellte, aber das sollen nun nicht unsere Themen für diesen Artikel sein.

Heute geht es um ein Bier- genauer gesagt um das „Delirium Tremens“, ein belgisches Bier, welches aus der Stadt Melle kommt. Ich denke, dass markanteste an der Biermarke Delirium ist neben dem Namen der rosa Elefant. Mittlerweile sieht man das Logo immer mehr in Europa – jedenfalls ging es mir so bei den letzten Reisen.

Bei einem Wochenendausflug nach Brüssel kam ich zum ersten Mal in Kontakt mit der Biermarke Delirium und musste doch sehr schmunzeln, weil der Name zu sehr vielen Wortspielen einlädt. Falls es dich mal nach Brüssel verschlagen sollte und du auf der Suche nach einem schönen Platz für ein Bier bist, dann wäre das Delirium Café ein guter Ort dafür.

Der Elefant im Porzellanschrank

 

Nun aber zurück zum eigentlichen Bier. Das Tremensist laut Etikett ein Blond Bier, aber dafür ist es ziemlich stark. Die Farbe ist ein schönes gold-gelb mit einer leichten Schaumkrone.

Der Geruch des Delirium Tremensist angenehm frisch und ein bisschen spritzig. Außerdem hat es meiner Meinung nach den ganz typischen belgischen Biergeruch.

Mich erinnert das Tremensvom Geschmack her eher an ein Tripel als an ein Blond. Es ist sehr vollmundig auf der einen Seite, andererseits fühlt es sich auf der Zunge unglaublich leicht an. Es hat leicht süßliche Malznoten, ist nicht wirklich bitter und abgerundet wird es von dem charakteristischen Hefegeruch der belgischen Biere.

Wie du siehst, eigentlich klingt dasDelirium Tremensgar nicht so besonders, aber es ist ein ganz hervorragendes belgisches Bier, das man meiner Meinung nach einmal getrunken haben sollte. Zu viele sollte man aber nicht hintereinander trinken, nicht das man am Ende noch rosa Elefanten sieht – konnte ich mir einfach nicht verkneifen. Für mich gibt es so ein paar belgische Biere, die genau das widerspiegeln, was ein belgisches Bier könne soll und das Delirium Tremens macht genau das.

In diesem Sinne wünsche ich euch noch einen schönen sonnigen Sonntag!

Cheers.

Gran Cru – Brasserie St-Feuillien

Ich hoffe ihr hattet schöne und besinnliche Weihnachtstage? Bei mir beginnen so langsam die Vorbereitungen für Silvester und am Ende stelle ich dann jedes Jahr aufs Neue fest, dass ich eigentlich nur einen Bruchteil von dem geschafft habe, was ich mir für die freien Tage vorgenommen habe. Gleichzeitig ist es bestimmt auch gut, die besinnliche Zeit auch mal dementsprechend zu verbringen.

Heute kommt dann auch das letzte Bier des Jahres und der Umbau der Webseite wird die nächsten Tage seinen Lauf nehmen – also nicht wundern wenn das ein oder andere bei deinem nächsten Besuch anders aussieht.

Dieses Mal geht es wieder nach Belgien – genauer gesagt nach Le Roeulx zu der Brauerei St-Feuillien. Die Brauerei ist für mich keine Unbekannte, weil die einige echt leckere Biere im Sortiment haben und ich denke mir, dass das Grand Cru – ein extra-blond – einen würdigen Jahresabschluss darstellen wird. 

Die Farbe des Grand Cru ist ein sattes Sonnengelb und verziert wird das Bier mit einer schönen feinporigen Schaumkrone.

Für meine Nase ist das Bier dennoch eine kleine Herausforderung, weil ich es schwierig finde die feinen Bestandteile, die auf der Webseite von der Brauerei beschrieben werden, herauszuriechen. Für mich riecht es wie ein ganz typisches belgisches Blond-Bier – einfach sehr lecker.

Geschmacklich ist es dann einfacher: Das Grand Cru hat anfänglich eine leichte Süße, gefolgt von einer leicht nussigen Note – fast so ein bisschen wie beim Sekt, nur eben nicht so intensiv. Ebenfalls fällt auf, dass es ein angenehm cremiges Bier ist.

Meiner Meinung nach hat das Grand Cru von der Brauerei St-Feuillien die Erwartungen erfüllt und stellt einen guten Jahresabschluss für den Blog dar. Es ist ein sehr leckeres und rundes Bier, was sich aber definitiv von anderen Blond-Bieren unterscheidet. Es hat ein deutlich feineres Geschmacksprofil und es ist ein super Bier um den Tag ausklingen zu lassen. Ich würde ja fast sagen, dass es einem einen Moment des Innehaltens schenken kann. 

Das Jahr 2017 war für mich der Versuch zu gucken, ob ich es zeitlich schaffe einen Blog auf die Beine zu stellen. Meistens ist es mir ganz gut gelungen, aber ich habe hier und da noch ein paar Punkte gefunden, die ich verbessern möchte.

Bevor ich mich nun für dieses Jahr verabschiede, möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei euch allen bedanken und ich hoffe euch auch 2018 wieder hier begrüßen zu dürfen!

Ich wünsche euch ein frohes neues Jahr 2018 und ich freue mich schon jetzt auf die unzähligen Biere und Entdeckungen, die dieses Jahr hoffentlich kommen werden.