Cinema Brewers – Lebowski

Dieser Samstag steht mal wieder ganz unter dem Thema Bier. Lebowski und ich haben heute Morgen die Sonne genutzt und waren auf der Suche nach den ersten Anzeichen für den Frühling und haben dann auch gleich die ein oder anderen gefunden. 

Ich finde den Namen des Bieres im Zusammenspiel mit dem Namen der Brauerei genial und ich kann mir gut vorstellen, dass hinter dem Bier echte Lebowski-Dudes stehen. Wer es nicht weiß, das Bier ist nach dem berühmten Film „The Big Lebowski“ benannt und weil es eben auch ein Kinofilm war, passt der Name Cinema Brewers gleich noch viel besser.

Das Lebowski ist ein dry-hopped American style Lager, das auch noch Zitronengras enthält.

Farblich ähnelt das Lebowski sehr dem Prototyp von letzter Woche – es liegt so zwischen Orange und Bernstein (14 EBC). Der große Unterschied ist allerdings die Schaumkrone, die beim Lebowski eher spät kommt und dann auch wieder früh geht.

Geruchlich kannst du gleich merken, dass im Lebowski noch mehr zu finden ist als nur Hopfen, Hefe und Malz. Es riecht angenehm frisch und nach Zitrusnoten, aber es ist eben auch noch etwas anderes im Bier, bei dem ich denke, dass es sich um das Zitronengras handelt.

Der Geschmack des Bieres ist eher komplex. Es ist ein vollmundiges und bitteres Bier mit wenig Kohlensäure. Neben der Bitterkeit, kommen im Abgang auch noch leicht süßliche Noten zum Vorschein. Das Mundgefühl des Lebowski ist schön cremig und angenehm weich. 

Abschließend kann ich sagen, dass mir das Bier sehr gut schmeckt und ein idealer Einstieg für ein entspanntes Wochenende ist. Weil ich den Film leider nicht kenne, werde ich mir den heute Abend mal angucken – der Trailer sah jedenfalls schon sehr vielversprechend aus.

In diesem Sinne wünscht der Dude euch ein schönes Wochenende!

Er Boquerōn

Heute verlassen wir mal den Norden Europas mit dem dazugehörigen Schietwedder und wandern in Richtung Süden – genauer gesagt nach Spanien. Hier gibt es nämlich etwas, dass meine Aufmerksamkeit geweckt hat: Ein Bier, das Salzwasser enthält bzw. mit jenem gebraut wird.

Da kommt irgendwie gleich die irrsinnige Phantasie auf, dass das Bier vielleicht salzig schmeckt und wenn dem so sein sollte, wie salzig kann Bier schmecken damit es noch genießbar ist? Das Phänomen des trockenen Mundes nach dem Trinken habe ich ja schon einige Male beschrieben wie z.B. beim Pazifikus Pale und beim Zatte der Brouwerij ‚t ij, aber wie sich das mit „salzig“ verhält?

Das Bier heißt jedenfalls „Er Boquerōn“ und es sieht folgendermaßen aus:

Er Boquerōn geht farblich so in Richtung von 14 EBC und ist recht trübe, was wahrscheinlich an der Flaschengärung liegt, jedenfalls sieht es am Boden der Flasche danach aus.

Wenn du das Er Boquerōn in dein Glas schüttest, musst du dabei mal vorsichtig lauschen – ja richtig, du sollst lauschen. Es knistert – fast ein wenig, wie das Rauschen des Meeres. Ist es der Brauerei am Ende vielleicht doch durch einen magischen Prozess gelungen das Meerwasser in ein gutes Bier zu verwandeln?

Kommen wir nun zum wichtigsten Teil des Ganzen – dem Geschmack. Ich bin schon so sehr gespannt, ob das Bier auch tatsächlich nach Meerwasser, sprich salzig, schmeckt. Viele von uns haben bestimmt schon mal einen tiefen Schluck Meerwasser genießen*hust* können und diese Erinnerung macht mich doch recht skeptisch…

 

Nach ein paar Schlucken muss ich sagen, ich bin ganz froh, dass das Er Boquerōn nicht so wie ein Mund-voll-Meerwasser schmeckt. Es ist kein bitteres Bier, aber es hat ein eher cremiges Mundgefühl. Außerdem hat es eine leichte Fruchtnote und es ist schön karbonisiert. Vom Salzwasser schmecke ich allerdings gar nichts – ob das nun gut oder schlecht ist, weiß ich auch am Ende der Flasche noch nicht so richtig.

Ich finde die Idee jedenfalls sehr gut und ich kann mir die Kombination von Saisonhefe und dem salzigen Geschmack doch ganz gut vorstellen – also jedenfalls so gut, dass ich es einmal auf der heimischen Brauanlage testen werde. Stellt sich am Ende nur die Frage, wie viel Salzgeschmack ist für so ein Bier noch gut und ab wann kommt eher das Gefühl von „ich trinken gerade köstliches Meerwasser“ auf. Da gibt das wohl nur eine Lösung um das herauszufinden – ausprobieren.

Schlussendlich kann ich sagen, dass das Er Boquerion ein leckeres Bier ist, das sich gut trinken und genießen lässt – nur bitte habe nicht die Idee, dass das Bier salzig schmecken wird – meins tat es jedenfalls nicht.

Westvleteren 12 – 500 Follower auf Instagram

Ich bin zwar etwas spät dran mit diesem Post, aber leider kam mir, mal wieder dieses Jahr, eine Erkältung dazwischen. Vor einiger Zeit habe ich das Glück gehabt und habe eine Flasche Westvleteren 12 bekommen – das angeblich beste Bier der Welt, aber dazu später mehr. Ich habe mir dann gedacht, das wäre ein tolles Bier wenn ich die 500 Follower auf Instagram schaffe. Vor ein oder zwei Wochen war es dann soweit – die 500er Marke wurde geknackt.

Nachdem die Erkältung nun weg ist, konnte ich mich auch endlich mal dem Westvleteren 12 widmen, das schon so lange auf mich wartet.

Das Westvleteren ist ein Trapistenbier – was diese Biere so besonders macht, habe ich schon in vorherigen Beiträgen beschrieben (Westmalle & Spencer). Dieses hier ist aber noch wieder ein bisschen besonderer, weil es eigentlich nicht im normalen Handel erhältlich ist. Wegen der Nähe zu Belgien, ist das hier in den Niederlanden ein bisschen anders. In manchen Weinhandlungen kann man Glück haben und eine Flasche für ca. 11€ kaufen. Eigentlich ist das Bier aber nur am Kloster der Mönche erhältlich und die Ausgabe richtet sich danach, wie viel eben gerade verfügbar ist und wie viele sich angemeldet haben – ja man muss sich vorher telefonisch bei den Mönchen anmelden. Wie ich im ersten Absatz schon geschrieben habe, ist das Westvleteren angeblich das beste Bier der Welt. Laut einigen Internetseiten scheint das Bier wirklich gut zu sein, oder aber jeder ist da ganz verrückt danach, weil es so schwer zu bekommen ist und dann auch noch recht teuer ist – ich werde es mal für euch ganz subjektiv herausfinden.

Was beim ersten Blick gleich auffällt ist, dass die Flasche hat kein Etikett, lediglich der Kronkorken ist ein Beleg für die edle Herkunft der Flasche. Ansonsten sieht die Flasche aus wie beispielsweise Westmalle.

Beim Öffnen der Flasche steigt einem ein ganz angenehmer – und fast schon süßlicher Geruch in die Nase. Beim Einschenken fällt mir gleich diese dunkle Farbe des Bieres auf und es bildet sich auch eine herrlich feinporige Schaumkrone. Die Farbe des Bieres wirkt sehr dunkel (ca. 36-45 EBC), aber wenn ich es gegen das Licht halte, fällt die eigentliche rötliche Farbe sofort auf.

Beim Riechen kommen wieder diese herrlichen und fruchtigen Noten aus dem Glas und durchströmen ganz angenehm die Nase. Es riecht ganz herrlich fruchtig, aber nicht so wie bei gestopften Bieren sondern viel feiner. Es riecht süßlich, was durch die Farbe auch zu erwarten war, aber auch nach Waldbeeren bzw. dunklen Beeren – ganz lecker.

Geschmacklich ist das Westvleteren 12 unglaublich komplex. Die Kohlensäure kitzelt die Zunge und nach einer kleinen Verweildauer legt sich ein angenehmer, cremiger Saum um die Zunge. Nach dem das Bier den Rachen herabgeschritten ist, breiten sich ganz viele Geschmäcker auf der Zunge aus. Den Anfang macht bei mir die Bitterkeit dicht gefolgt von einer angenehmen Süße. Das Bier hat aber auch noch Noten von Kaffee bzw. den dunklen Röstaromen. Das Bier zeigt ganz eindeutig, dass ich noch mehr üben muss um noch feinere Nuancen zu schmecken, aber das kommt bestimmt mit der Zeit.

Nachdem die Flasche nun mal wieder viel zu schnell leer ging, kann ich sagen – definitiv ein sehr gutes Bier! Ob es nun wirklich das beste Bier der Welt ist, das kann ich nicht sagen, dafür ist mir die Welt dann doch ein wenig zu groß und es gibt auch viel zu viele verschiedene Stile. Aber was ich sagen kann, es ist zählt ganz sicher zu meinen Top 3 und es schmeckt sehr gut, was man vielleicht auch ein wenig aus dem Text lesen kann.

In diesem Sinne, Prost und ein schönes Wochenende!