Vale – IPA

Diese Woche ist es passiert, ich habe meine letzte Flasche aus meinen Kieler Beständen im Anbruch – ein IPA von Vale Brewing (Australien). Mal gucken, ob mir das Bier den Wochenabschluss versüßen wird. An dieser Stelle muss ich aber unbedingt anmerken, dass das Haltbarkeitsdatum der Bierflasche in diesem Monat abgelaufen ist. Von daher bin ich eher skeptisch, ob das Bier noch sein volles Geschmacksprofil hat. Dazu schreib ich aber am Ende nochmal was.

Das Design des Etiketts ist sehr schlicht gehalten. Das Logo auf der Flasche sieht mit ein wenig Vorstellungskraft fast wie eine Hopfendolde aus. Beim Öffnen der Flasche fehlt mir ein wenig das typische Zischen beim Entfernen des Kronkorkens, aber das ist ja auch eher ein subjektiver Eindruck.

Wenn das Vale IPA dann aus der Flasche in das Glas fließt, fällt mir sofort die dunkle Farbe des Bieres auf. Gleichzeitig fehlt ein wenig der typisch hopfige Geruch, der ein IPA eigentlich ausmacht. Basierend auf der Farbe und der fehlenden Hopfennote, kann ich mir vorstellen, dass das Bier eher malzig als hopfig wird.

Beim gezielten Riechen bestätigt sich der erste Eindruck – das Bier riecht weniger nach Zitrusfrüchten dafür mehr nach Datteln und eher süßlich beziehungsweise malzig.

Das Vale IPA ist sehr vollmundig und die Süße kommt geschmacklich voll zum Tragen. Das Bier hat einen recht kräftigen Malzkörper – muss man mögen.

An diesen Punkt mag der aufmerksame Leser sich vielleicht denken: „Ob ich das Bier selber einmal probieren soll – eher fraglich“ . Deswegen greife ich an dieser Stelle meine Bedenken vom Anfang nochmal auf – weil das Bier schon eine geraume Zeit auf dem Buckel hat, kann es durchaus sein, dass diese Flasche nicht unbedingt Rückschlüsse auf den tatsächlichen Geschmack schließen lässt. Hopfenaromen sind leider eher von flüchtiger Natur. Wenn ein Bier mit Hopfen gestopft wurde, verliert das Bier diese Aromen innerhalb weniger Monate nach der Abfüllung.

Ich denke, ich werde mir bei Zeiten nochmal eine Flasche vom Vale IPA kaufen und gucken, ob ich mich freudigerweise geirrt habe oder ob der erste Eindruck sich leider bestätigt, was ich mir nicht so recht vorstellen kann.

Flensburger Pilsener – Die Heimat in der Flasche

Das Flensburger Pilsener soll ebenfalls eines der ersten Biere sein, die ich auf diesem Blog näher beschreibe. Wenn du dich nun fragen solltest „Wieso ausgerechnet ein Bier nach Pilsener Brauart aus Flensburg?“, dann kann ich dir eine ganz einfache Erklärung geben:

Ich habe Norddeutschland vor geraumer Zeit verlassen, dennoch bin ich in der äußerst glücklichen Position, dass ich auch hier in der Ferne das Flensburger Bier kaufen kann. Wenn ich in der Düne am Strand sitze und das Bier mit dem typischen „Plopp“ öffne, dann habe ich sofort das Gefühl von Heimat und ganz viele tolle Erinnerungen fallen mir schlagartig ein.

Die Farbe des Flens ist gold-gelb und kristallklar, so wie eben ein gutes Pils auszusehen hat. Der Schaum bleibt im Glas leider nicht so lange erhalten aber ich trinke das Flens ja auch eher am Strand und da habe ich meistens sowieso kein Glas dabei.

Im Vergleich zu manch anderem Pils ist das Flens vom Geruch her doch eher intensiv. Es riecht zwar nicht gerade wie ein India Pale Ale aber dennoch lässt sich eine Hopfennote ausmachen.

Der Geschmack des Flens geht ebenfalls in die Richtung, die ein Biertrinker von einem leckeren Pils erwarten kann: Gute Bitterkeit; auch wenn da meiner Meinung nach noch ein bisschen mehr Hopfen mit ins Bier kann. Mir schmeckt das Bier sehr gut und die milde Bitterkeit passt sehr gut zu meinem lauschigen Plätzchen am Strand.

Am Ende fallen mir zum Flens ein paar Stichworte ein:

Flens, das ist das Meer;

Flens, das ist der Strand;

Flens, das ist das Gefühl der Heimat;

Flens, das ist einfach ein ganz besonderes Bier.

lille palle Pale Ale

Die Flasche wirkt durch das schnörkellose Etikett sehr aufgeräumt und kommt ganz ohne wilde Muster oder abgedrehte Bilder aus. Gefällt mir sehr gut.

So genug die Flasche angegafft. Es wird Zeit, dass die Luft aus dem Glas kommt. Die Farbe des Bieres geht in Richtung Kupfer bzw. Bernstein. Beim Einschenken macht sich gleich schon ein angenehmer Hopfengeruch bemerkbar. Die Vorfreude steigt!

Aber erst mal gucken, wonach das hier so köstlich duftet. Das Bier hat eine angenehme Zitrusnote. Aber da ist noch ein bisschen mehr, das könnten auch noch tropische Früchte sein.

Nach dem ich nun die Flasche gründlich inspiziert habe und mir auch den Geruch angeguckt habe, wird es nun aber auch mal höchste Zeit das Bier zu probieren. Der erste Schluck, kurz das hoffentlich köstliche Gebräu im Mund behalten und runterschlucken. Schmeckt. Nur wonach schmeckt das Bier? Zuerst macht sich doch die Bitterkeit des Bieres bemerkbar. Nochmal einen kleinen Moment warten, doch sind noch weitere Geschmäcker. Das lille palle riecht nicht nur nach Zitrusfrüchten, nein es schmeckt auch ein wenig nach diesen. Da machen sich die ganzen Hopfensorten am Ende doch bezahlt. Gleich nochmal einen zweiten Schluck nehmen, nur um sicher zu sein, dass ich da nichts vergessen habe? Nein, nichts vergessen.

So, Glas leer, Flasche leer und ich ein bisschen wehmütig. Das lille palle bringt nicht nur fruchtige Noten mit zur Geschmacksparty sondern auch eine gute Portion Bitterkeit. Aber, alles in allem finde ich, dass es ein gelungenes Bier geworden ist.

Ein großes Danke an Flo und Max!