Super CADIX

Am heutigen Sonntag scheint hier in Den Haag herrlich die Sonne, was einem das Rausgehen bei derart winterlichen Temperaturen gleich leichter macht. 

Wie ihr wisst, der Strand ist nicht weit, die Sonne lacht; also wird schnell der Rucksack gepackt – die Kamera, ein paar Gläser und natürlich eine Flasche Bier. Ich habe spontan das Super Cadix eingesteckt, ein dry hopped Lager aus Antwerpen, Belgien. Ich finde das Etikett ganz witzig, weil die Aufmachung ein bisschen an Batman und Robin erinnert. Der große Unterschied ist allerdings, dass die Karikatur auf dem Etikett in der einen Hand ein Braupaddel hält und in der anderen ein volles Bierglas.

Nach einer schönen Wanderung von mehreren Kilometern durch die Dünen war es Zeit für das Bier – ich schleppe die Flasche ja nicht nur aus Spaß durch die Gegend. 

Das Super Cadix hat eine schöne hellgelbe Farbe und die Schaumkrone hielt sich auch sehr gut. Das Bier roch angenehm fruchtig und es war schwer zu sagen, ob es ein obergäriges- oder ein untergäriges Bier ist. Das mag allerdings auch daran gelegen haben, dass wir auflandigen Wind hatten und auf dem Gipfel einer Düne standen.

Das Super Cadix ist nicht sonderlich bitter und hat einen schlanken Körper. Es war schon auffällig, dass es ein bisschen mehr als ein „normales“ Lager ist. Auch hier mag die Tatsache des Ausfluges, die großartige Aussicht und der Ort des Biertrinken selbst einen Einfluss gehabt haben, aber das Super Cadix schmeckte unglaublich lecker und es passte herrlich in den Moment.

Von daher kann ich euch nur empfehlen auf Wanderungen durchaus mal ein Bier und Gläser mit einzustecken – vorausgesetzt ihr fahrt nicht mit dem Auto. 

In diesem Sinne genießt euren Sonntag!

Cheers 

Westmalle – Tripel

Selbstverständlich kennen wir alle aus dem Erdkundeunterricht die Anrainerstaaten der Niederlande. Ich will es einfach machen, es geht hier ja schließlich um Bier und nicht Geographie. Heute geht es mal wieder nach Malle – nein nicht die Insel, die grenzt nun wirklich nicht an die Niederlande. Es geht nach Malle in Belgien. Dort liegt nämlich das Trappistenkloster Westmalle.

Ich hatte bereits das Westmalle Dubbel beschrieben und heute gibt es das Tripel. Was das Besondere an den Trappistenbieren ist, führe ich hier nicht noch einmal auf. Hierzu kann ich dir aber die folgenden Artikel empfehlen:

Die Farbe des Tripel ist ein schönes sattes Bernsteinfarben mit einer natürlichen Trübung.

Der Geruch ist eher süßlich und fruchtig. Es erinnert ein bisschen an Pflaumen, die im späten Sommer auf den Boden fallen und die Sonne darauf scheint.

Geschmacklich ist das Westmalle Tripel ein schönes vollmundiges Bier. Es hat auch eine angenehme Süße. Allerdings gibt es auch noch eine Geschmacksnote in dem Bier, die ich eher in Richtung Süßholz bzw. Lakritz eingeordnet hätte.  Diese ganz spezielle Note verleiht dem Bier eine schon fast bittere Note.

Alles in allem gefällt mir das Tripel sehr gut. Ich finde es sehr gelungen und mir gefällt es jedes Mal aufs Neue die Biere der Trappistenmönche zu trinken. Es fängt bei der Historie der Biere an, geht über die Orte und die Menschen, die sie auch heute noch brauen, das Design der Flasche, welches die edle Herkunft der Biere bezeugt und es endet mit dem herrlichen Geschmack einer alten Tradition. Kurzum großartig!

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Sonntag! Die kommende Woche wird ja kurz wegen des Reformationstages und hierzu habe ich auch noch eine Kleinigkeit für euch. Ich gucke mal, ob ich es am Mittwoch schaffe, weil ich leider arbeiten muss – ist kein Feiertag hier in den Niederlanden.

Cheers!

Belgian Coast IPA – St Feuillien

Was war das mal wieder für eine Woche – die Tage werden länger, die Sonne kräftiger und die Vorfreude auf den Frühling wächst rapide. Wie sollte es anders sein, zack es wird wieder …schkalt. Zum Glück gibt es noch die ein oder andere Möglichkeit sich an den Strand zu träumen. Dazu passend, das Beligan Cost IPA von der Brauerei St. Feuillien. Ich hatte ja bereits über das Grand Cru geschrieben und das war schon echt gut – dementsprechend auch die Erwartungshaltung: Hoch.

Das Belgian Coast IPA habe ich mir allerdings nicht selbst gekauft, es ist eines der Biere, die in meinem Bieradventskalender waren. Wenn du einmal einen abwechslungsreichen Biermix haben möchtest, solltest du durchaus darüber nachdenken, dir auch mal einen Bieradventskalender zu kaufen.

Aber zurück zum Belgian Coast IPA! Es ist ein dry hopped IPA und es wurde auch ordentlich Hopfen reingeworfen: Brewer’s Gold, Magnum, Fuggles, Northern Brewer, Mosaic, Citra, Cascade – das ist ja schon mal eine Hausnummer, die die Erwartungen noch weiter in die Höhe treiben. Hoffentlich fallen die nicht genauso schnell, wie vergangene Nacht der Dow Jones in den USA.

Farblich hat das Belgian Coast IPA diese typische IPA Farbe – Bernstein. Auf dem Bier ist nach dem Einschenken eine fast cremig wirkende Schaumkrone. Die Optik kommt hauptsächlich von der Feinporigkeit des Schaumes, also keine Angst, es ist kein Stout. 

In der Nase kommen schöne Zitrusnoten bzw. diese leicht tropischen Früchte an. Ebenfalls riecht das Bier sehr frisch und auch vollmundig, was ja gut zu der dunkleren Farbe passen würde. Die Vollmundigkeit transportiert auch noch eine leichte Süße.

Geschmacklich ist das Bier nicht derart komplex, wie es anfänglich in der Nase wirkte. Überraschenderweise ist es ein leichtes Bier, das aber auch recht bitter ist.

Wenn du jetzt denkst, „Oh das war schon alles geschmacklich?“, dann muss ich sagen „Jo!“, aber braucht es denn unbedingt mehr? Die Möwe am Flaschenhals in Verbindung mit dem Namen macht richtig Bock auf Strand! Ein schöner und entspannter Nachmittag/Abend im Sommer, man liegt im Sand und lässt den lieben Gott mal einen guten Mann sein – da ist das Belgian Coast IPA bestimmt richtig geil. Das vermeintlich einfache Geschmacksprofil macht richtig Lust zwei oder drei Biere zu trinken und den Tag ausklingen zu lassen. Wenn du jetzt keinen Strand in der direkten Nähe hast, dann geht alternativ garantiert auch der Balkon: Kühles Belgian Coast IPA in der Hand und die Sonne scheint ins Gesicht und dabei träumst du dann vom Stand – geil!

Ein super Bier um der kalten Jahreszeit zu entkommen und das einen kleinen Moment von Sommer in den Kopf zaubert. Im Sommer werde ich beides garantiert testen! In diesem Sinne, schönes Wochenende!

Gran Cru – Brasserie St-Feuillien

Ich hoffe ihr hattet schöne und besinnliche Weihnachtstage? Bei mir beginnen so langsam die Vorbereitungen für Silvester und am Ende stelle ich dann jedes Jahr aufs Neue fest, dass ich eigentlich nur einen Bruchteil von dem geschafft habe, was ich mir für die freien Tage vorgenommen habe. Gleichzeitig ist es bestimmt auch gut, die besinnliche Zeit auch mal dementsprechend zu verbringen.

Heute kommt dann auch das letzte Bier des Jahres und der Umbau der Webseite wird die nächsten Tage seinen Lauf nehmen – also nicht wundern wenn das ein oder andere bei deinem nächsten Besuch anders aussieht.

Dieses Mal geht es wieder nach Belgien – genauer gesagt nach Le Roeulx zu der Brauerei St-Feuillien. Die Brauerei ist für mich keine Unbekannte, weil die einige echt leckere Biere im Sortiment haben und ich denke mir, dass das Grand Cru – ein extra-blond – einen würdigen Jahresabschluss darstellen wird. 

Die Farbe des Grand Cru ist ein sattes Sonnengelb und verziert wird das Bier mit einer schönen feinporigen Schaumkrone.

Für meine Nase ist das Bier dennoch eine kleine Herausforderung, weil ich es schwierig finde die feinen Bestandteile, die auf der Webseite von der Brauerei beschrieben werden, herauszuriechen. Für mich riecht es wie ein ganz typisches belgisches Blond-Bier – einfach sehr lecker.

Geschmacklich ist es dann einfacher: Das Grand Cru hat anfänglich eine leichte Süße, gefolgt von einer leicht nussigen Note – fast so ein bisschen wie beim Sekt, nur eben nicht so intensiv. Ebenfalls fällt auf, dass es ein angenehm cremiges Bier ist.

Meiner Meinung nach hat das Grand Cru von der Brauerei St-Feuillien die Erwartungen erfüllt und stellt einen guten Jahresabschluss für den Blog dar. Es ist ein sehr leckeres und rundes Bier, was sich aber definitiv von anderen Blond-Bieren unterscheidet. Es hat ein deutlich feineres Geschmacksprofil und es ist ein super Bier um den Tag ausklingen zu lassen. Ich würde ja fast sagen, dass es einem einen Moment des Innehaltens schenken kann. 

Das Jahr 2017 war für mich der Versuch zu gucken, ob ich es zeitlich schaffe einen Blog auf die Beine zu stellen. Meistens ist es mir ganz gut gelungen, aber ich habe hier und da noch ein paar Punkte gefunden, die ich verbessern möchte.

Bevor ich mich nun für dieses Jahr verabschiede, möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei euch allen bedanken und ich hoffe euch auch 2018 wieder hier begrüßen zu dürfen!

Ich wünsche euch ein frohes neues Jahr 2018 und ich freue mich schon jetzt auf die unzähligen Biere und Entdeckungen, die dieses Jahr hoffentlich kommen werden.

Westvleteren 12 – 500 Follower auf Instagram

Ich bin zwar etwas spät dran mit diesem Post, aber leider kam mir, mal wieder dieses Jahr, eine Erkältung dazwischen. Vor einiger Zeit habe ich das Glück gehabt und habe eine Flasche Westvleteren 12 bekommen – das angeblich beste Bier der Welt, aber dazu später mehr. Ich habe mir dann gedacht, das wäre ein tolles Bier wenn ich die 500 Follower auf Instagram schaffe. Vor ein oder zwei Wochen war es dann soweit – die 500er Marke wurde geknackt.

Nachdem die Erkältung nun weg ist, konnte ich mich auch endlich mal dem Westvleteren 12 widmen, das schon so lange auf mich wartet.

Das Westvleteren ist ein Trapistenbier – was diese Biere so besonders macht, habe ich schon in vorherigen Beiträgen beschrieben (Westmalle & Spencer). Dieses hier ist aber noch wieder ein bisschen besonderer, weil es eigentlich nicht im normalen Handel erhältlich ist. Wegen der Nähe zu Belgien, ist das hier in den Niederlanden ein bisschen anders. In manchen Weinhandlungen kann man Glück haben und eine Flasche für ca. 11€ kaufen. Eigentlich ist das Bier aber nur am Kloster der Mönche erhältlich und die Ausgabe richtet sich danach, wie viel eben gerade verfügbar ist und wie viele sich angemeldet haben – ja man muss sich vorher telefonisch bei den Mönchen anmelden. Wie ich im ersten Absatz schon geschrieben habe, ist das Westvleteren angeblich das beste Bier der Welt. Laut einigen Internetseiten scheint das Bier wirklich gut zu sein, oder aber jeder ist da ganz verrückt danach, weil es so schwer zu bekommen ist und dann auch noch recht teuer ist – ich werde es mal für euch ganz subjektiv herausfinden.

Was beim ersten Blick gleich auffällt ist, dass die Flasche hat kein Etikett, lediglich der Kronkorken ist ein Beleg für die edle Herkunft der Flasche. Ansonsten sieht die Flasche aus wie beispielsweise Westmalle.

Beim Öffnen der Flasche steigt einem ein ganz angenehmer – und fast schon süßlicher Geruch in die Nase. Beim Einschenken fällt mir gleich diese dunkle Farbe des Bieres auf und es bildet sich auch eine herrlich feinporige Schaumkrone. Die Farbe des Bieres wirkt sehr dunkel (ca. 36-45 EBC), aber wenn ich es gegen das Licht halte, fällt die eigentliche rötliche Farbe sofort auf.

Beim Riechen kommen wieder diese herrlichen und fruchtigen Noten aus dem Glas und durchströmen ganz angenehm die Nase. Es riecht ganz herrlich fruchtig, aber nicht so wie bei gestopften Bieren sondern viel feiner. Es riecht süßlich, was durch die Farbe auch zu erwarten war, aber auch nach Waldbeeren bzw. dunklen Beeren – ganz lecker.

Geschmacklich ist das Westvleteren 12 unglaublich komplex. Die Kohlensäure kitzelt die Zunge und nach einer kleinen Verweildauer legt sich ein angenehmer, cremiger Saum um die Zunge. Nach dem das Bier den Rachen herabgeschritten ist, breiten sich ganz viele Geschmäcker auf der Zunge aus. Den Anfang macht bei mir die Bitterkeit dicht gefolgt von einer angenehmen Süße. Das Bier hat aber auch noch Noten von Kaffee bzw. den dunklen Röstaromen. Das Bier zeigt ganz eindeutig, dass ich noch mehr üben muss um noch feinere Nuancen zu schmecken, aber das kommt bestimmt mit der Zeit.

Nachdem die Flasche nun mal wieder viel zu schnell leer ging, kann ich sagen – definitiv ein sehr gutes Bier! Ob es nun wirklich das beste Bier der Welt ist, das kann ich nicht sagen, dafür ist mir die Welt dann doch ein wenig zu groß und es gibt auch viel zu viele verschiedene Stile. Aber was ich sagen kann, es ist zählt ganz sicher zu meinen Top 3 und es schmeckt sehr gut, was man vielleicht auch ein wenig aus dem Text lesen kann.

In diesem Sinne, Prost und ein schönes Wochenende!

Westmalle – Dubbel

Ich habe in den letzten beiden Beiträgen ja schon einen gewissen Fokus auf die belgische Bierkunst gelegt. Nun habe ich mir gedacht, dass es ja schon ganz schön wäre ein wenig mehr auf das Thema Trappistenbiere einzugehen. Von daher werde ich in der nächsten Zeit in regelmäßigen Abschnitten ein Trappistenbier einfließen lassen.

An dieser Stelle mag vielleicht die Frage aufkommen – was sind überhaupt Trappistenbiere? Diese Biere kommen ursprünglich aus Belgien und dürfen bis zum heutigen Tag nur von den Trappistenmönchen gebraut werden – es gibt auch noch Trappistenkäse aber an dieser Stelle will ich nur auf das Bier eingehen. Weltweit gibt es derzeit elf Trappistenbrauereien wobei der Großteil in Belgien und den Niederlanden Zuhause ist:

  1. Achel
  2. Chimay
  3. La Trappe
  4. Orval
  5. Rochefort
  6. Westmalle
  7. Westvleteren
  8. Stift Engelszell
  9. Zundert
  10. Spencer
  11. Tre Fontane

Wie du sehen kannst, wird da noch das ein oder andere Bier den Weg auf den Blog finden, vielleicht ja sogar mal eine Reise? Heute soll es aber erst einmal um das Westmalle Dubbel gehen. Ein Dubbel ist ebenfalls ein obergäriges Bier mit einer rötlich-braunen Färbung, dem Dubbel-Bruin. Die dunkle Färbung kommt unter anderem vom verwendeten Zuckersirup. Nun aber genug der Lehrstunde – jetzt geht das mal primär um das Westmalle Dubbel! Das Westmalle Dubbel kommt in einer ganz besond
eren Flasche daher, am Flaschenhals thront die Aufschrift „Trappistenbier“, ein Beleg für seine besondere Herkunft.

Beim Einschenken fällt auch gleich die dunkle Farbe auf – sieht fast aus wie ein Stout. Wenn ich das Glas aber ins Licht halte, verändert sich die Farbe in ein dunkles rot-braun. Deswegen hält man das Bier auch immer mal ins Tageslicht um die eigentliche Farbe des köstlichen Getränkes zu erkennen.

Beim Geruch kann ich leider nicht so viel schreiben weil ich einfach nicht sonderlich viel entdeckt habe. Nichts desto trotz hat das Westmalle Dubbel einen herrlichen Geruch nach Bier, der einen zum Trinken verführt. Es riecht nicht aufdringlich süß oder besonders fruchtig – es riecht nach einem verdammt guten Bier.

Beim Geschmack kommt eine leichte Bitterkeit vom Hopfen. Dazu gesellt sich dann auch noch eine leichte Süße. Die Süße schmeckt ein wenig nach Zartbitterschokolade – ein großartiger Kontrast.

Im Abgang ist das Westmalle Dubbel eher trocken, so ähnlich wie das Zatte der Brouwerij ´t ij. Aber da ist auch noch ein leichter Geschmack von getrockneten Früchten.

Abschließend kann ich wieder einmal sagen – großartiges Bier, muss unbedingt getrunken werden! Es ist ein eher komplexeres Bier und mit seinen 7% Alkohol nicht zu verachten; auf leerem Magen solltest du es vielleicht nicht genießen.

La Chouffe – Der kleine Zwerg aus der Flasche

Ich denke, dass ich vorerst genügend über Bier aus meiner alten Heimat Norddeutschland beschrieben habe und mich mal eher meiner neuen Heimat widmen sollte.

Als ich gestern Abend von der Arbeit nach Hause gefahren bin, wusste ich noch nicht so recht über welches Bier ich denn diese Woche mal schreiben sollte, schließlich gibt es so viele Biere, die sehr typisch für diese Region Europas sind. Am Ende habe ich mich dann für das La Chouffe entschieden. Gebraut wird dieses Bier in der belgischen Brauerei in Achouffe. Ich habe die Brauerei im Jahre 2015 schon einmal besucht, aber dazu werde ich später mal etwas schreiben.

So zurück zum Bier! Die Flaschenform erinnert mich immer sehr an die Brauerei Holsten. Auf dem Etikett ist ein Zwerg mit einer roten Mütze und auch der Hintergrund wirkt eher verspielt vielleicht auch etwas verschlafen. Ich denke, dass sich das Etikett an der Umgebung der Brauerei orientiert und die Umgebung des Ortes wiederspiegeln soll – neben der Brauerei gibt es einen Wanderweg, der einen direkt ins Feen Tal führt.

Dieses Zischen beim Öffnen des Kronkorken, traumhaft. Beim Einschenken kommt einem gleich der angenehme und typische Geruch von belgischer Hefe entgegen. Die Farbe des Bieres geht von Orange ins Amber. Außerdem ist das La Chouffe ein trübes Bier, was mir sehr gut gefällt. Der Geruch des Bieres geht eher in Richtung süßlich, den Koriander kann man im Geruch ebenfalls erahnen sowie die belgische Hefe. Mit ganz viel Phantasie riecht es fast wie im Wald neben der Brauerei.

Geschmacklich ist das Bier sehr vollmundig aber gleichzeitig auch sehr erfrischend. Der Koriander verleiht dem
Bier einen ganz besonderen Geschmack, der durch die Hefe noch verstärkt wird. Das Bier hat ebenfalls eine leicht angenehme Süße, was meiner Meinung nach das Hauptaugenmerk des Bieres ist.

Das La Chouffe ist ein schönes rundes Bier, was einen guten Einstieg in die belgische Vielfallt der Biere darstellt. Es zeigt gut, welche Geschmäcker möglich sind, wenn die Pfade des Reinheitsgebotes verlassen werden und das es durchaus seinen Reiz hat Gewürze mit beim Brauen zu verwenden. Zu viel sollte man sich allerdings nicht mit dem Zwerg unterhalten, denn das La Chouffe hat nämlich eine anständige Volumen Anzahl und die macht sich bei zu starkem Konsum durchaus bemerkbar.

Für mich ist das La Chouffe ganz klar eines meiner favorisierten Biere aus Belgien!