Lasagne mit Bier

Am Sonntag haben die meisten von uns ja etwas mehr Zeit und da man mit Bier auch noch viel mehr machen kann als es nur zu trinken, gibt das heute mal ein Rezept zum Kochen – eine Lasagne. Eine Lasagne geht recht schnell, ist auch nicht sonderlich kompliziert und du kannst auch gleich mehrere Tage davon essen. Das Rezept ist in mehrere Teile aufgegliedert – das Ragout, die Béchamelsauce und die Zusammenstellung der Lasagne selbst.

Als Zutaten benötigst du folgendes:

 

A. Ragout:

  1. 500g Hackfleisch vom Rind
  2. Zwiebeln
  3. Knoblauch
  4. Ein bisschen Olivenöl
  5. Ein paar Kräuter (Oregano, Basilikum. Lorbeerblatt)
  6. Ein dunkles Bier – bei uns gab es ein extra Stout von der Brauerei Jopen
  7. 500 ml passierte Tomaten

Zu erst die Zwiebeln und den Knoblauch kleinschneiden und dann in eine Pfanne mit Olivenöl geben. Kurz warten und dann das Hackfleisch dazugeben und anbraten. Sobald das Hack gleichmäßig angebraten ist mit Salz und Pfeffer würzen. Nun die passierten Tomaten und das Bier zum Ablöschen benutzen. Die Hitze kannst du nun auch runterdrehen und das ganze bei kleiner Hitze köcheln lassen. Nun kannst du auch die Gewürze dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wir haben das Ganze nun für 20 Minuten köcheln gelassen.

B. Béchamelsauße:

  1. 600ml Milch
  2. 40 Gramm Butter
  3. 40 Gramm Mehl
  4. Salz, Pfeffer und Muskatnuss

 

Während das Ragout vor sich hinköchelt, kannst du mit der Béchamelsauße beginnen. Gestartet wird mit einer Mehlschwitze, dafür werden 40 Gramm Butter in einem kleinen Topf erhitzt. Ist die Butter geschmolzen, rasch das Mehl hinzufügen und gut mit der Butter verrühren. Bevor es anbrennt schnell etwas Milch hinzufügen, sodass sich eine glatte, sämige Masse aus Butter, Milch und Mehl ergibt. Nach und nach immer mehr Milch hinzufügen und warten bis es kocht. Dabei aber immer rühren, sodass nichts anbrennt. Die Sauce darf einmal ordentlich kochen bis sie eine cremige Konsistenz erreicht hat. Danach die Sauce gut mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.

 

C. Die Zusammenstellung der Lasagne:

  1. Eine Packung Lasagne Platten
  2. Streukäse

Nun geht es an das Zusammenbauen der Lasagne. Dazu brauchen wir eine Auflaufschale, die etwas mit Butter eingefettet wird. Begonnen wird mit einer Lage Ragout, auf die eine erste Lage Lasagneplatten gelegt wird. Auf die Lasagneplatten kommt eine dünne Schicht Béchamelsauce, ehe wieder Ragout kommt (bei Bedarf auch schon etwas Käse). Es folgt wieder Lasagneplatte, Béchamel, Ragout. Nach der letzten Schicht Ragout folgt noch eine Lage Lasagneplatten ehe der Abschluss mit einer ordentlichen Lage Béchamelsauce gemacht wird. Ich gebe immer etwas weniger Béchamelsauce auf die ersten Platten und spare das meiste für die letzte Lage, du kannst aber auch noch mehr Milch beim Anrühren der Sauce verwenden um so eine größere Menge Béchamelsauce zu erhalten – auch das ist Geschmackssache. Den wirklichen Abschluss bildet dann eine schöne Ladung Streukäse, ehe das ganze bei 180 Grad für 40 Minuten in den Ofen geht. Wenn der Käse dann goldgelb auf der Lasagne thront, ist es endlich Zeit zum Essen.

 

Roggenschwarzbrot mit Biertreber

Dieses Brotrezept gelingt immer und schmeckt unglaublich lecker. Es hat ein würziges Aroma, eine saftige Konsistenz und eine knusprige Krume. Es gehört definitiv zu meinen Favoriten. Ich verzichte hier auf eine komplizierte Variante mit Sauerteig, da dies Bäckerneulinge und Leute mit wenig Zeit eher abschreckt.

Die Basis für dieses Schwarzbrot ist Roggenmehl. Anders als Weizenmehl braucht Roggenmehl Säure, da anders kein Klebergerüst aufgebaut werden kann und das Brot einfach nur matschig werden würde. Deswegen fügen wir diesem Brotteig Buttermilch hinzu.

Für zwei Laibe Brot, zuzubereiten in einer Kastenform, brauchst du folgende Zutaten:

  • 280 g Biertreber
  • 500 g Roggenmehl *
  • 280 g Dinkelmehl
  • 140 g Leinsamen
  • 140 g Sonnenblumenkerne
  • 100 g Buchweizen
  • 1l Buttermilch
  • 10 g Salz
  • 1 Päckchen Hefe
  • 25 g Malzsirup
  • 1 Tl gemahlener Koriander

* Alternativ, kannst du auch einfach beim Roggenmehl bleiben und insgesamt 780 g Roggenmehl verwenden
Vermische die trockenen Zutaten in einer Schüssel. Erwärme die Buttermilch (Achtung, nicht zu heiß werden lassen, nur lauwarm erwärmen) und löse die Hefe und den Sirup darin auf. Gebe dies zu den anderen Zutaten und vermische den Teig gut. Der Teig ist sehr feucht und erinnert nicht unbedingt an Brotteig. Das ist okay und gehört so.

Fülle den Teig in zwei mit Backpapier ausgelegten Kastenformen und stelle die Brote in den Ofen (150 Grad, Ober- Unterhitze). Der Teig braucht keine Ruhezeit. Es ist aber gut, wenn du die Brote in den Ofen stellst und ihn erst dann anmachst (also nicht vorheizen). Mit steigender Wärme vergrößert sich auch das Teigvolumen. Die Brote brauchen nun gute 3 Stunden bei 150 Grad. Zeit für ein leckeres Bierchen also.

Vollkornbrot mit Treber

Für das Herstellen von Bier braucht es vier sehr bescheidene Zutaten: Wasser, Hefe, Hopfen und Malz. Ähnlich überschaubar sehen die Zutaten bei einem Laib Brot aus: Anstatt des Hopfens wird lediglich Salz benötigt und das Getreide muss nicht erst zu Malz verarbeitet werden. Die Kombination von Brot und Bier? Purer Genuss.

Bier und Brot basieren beide auf Getreide. Bei der Malzproduktion wird das geerntete Getreide zum Keimen gebracht, ehe es sehr schonend getrocknet wird. Je nach Länge des Trocknunsgprozesses verfärbt sich das Malz dunkler und entwickelt verschiedene Geschmacksstoffe. So wird für ein Pilsener Bier ein vergleichsweise helles, also kurz getrocknetes Malz verwendet, für ein Stout hingegen ein sehr dunkles, was sich sowohl in der Farbe des Bieres als auch in dem deutlich malzbetonteren Geschmack wiederspiegelt.

Der erste Schritt beim Bierbrauen ist das Einmaischen. Zurück bleibt der Treber, also das ausgewaschene Malz. Bei vielen landet der Treber wohl im Müll, tatsächlich lassen sich aus ihm aber wunderbare Dinge zaubern.

Zum Auftakt der neuen Rubrik präsentieren wir daher ein simples und leckeres Vollkornbrot mit Biertreber. Du hast keinen Biertreber? Frag doch mal in der lokalen Brauerei deines Vertrauens

 

Du brauchst für dieses Vollkornbrot:

600 g Vollkornmehl

300 g Treber

Päckchen Hefe

2TL Salz

350ml Wasser

nach Belieben 60 g Leinsamen, 20 g Buchweizen, 20g Sonnenblumenkerne

 

Löse zuerst ein Päckchen Hefe in 350ml lauwarmen Wasser auf. Vermische das Mehl mit dem Treber, dem Salz und, wenn du möchtest, mit ein paar Körnern deiner Wahl. Dann fügst du das Wasser-Hefe Gemisch hinzu. Knete den Teig gut durch, das trainiert auch gleich die Muskeln in den Unterarmen.
Hier eine Randbemerkung: Mehl ist nicht gleich Mehl und je nach Mehlstruktur braucht es entsprechend viel oder wenig Wasser. Wenn du das Gefühl hast, dass der Teig zu feucht ist, füge lieber noch etwas Mehl hinzu. Wenn er dir hingegen zu trocken erscheint, füge noch etwas Wasser hinzu. Du kannst den Treber auch trocknen (8h bei niedriger Temperatur im Ofen), aber ich finde es geht auch ohne. Wegen des feuchten Trebers ist das Brot besonders schön saftig und bleibt es auch für länger.

Nun braucht dein Teig ein bisschen Ruhe und Wärme. Also Handtuch drauf und für mindestens ein Stündchen an ein warmes Plätzchen. Gesell dich daneben und schnapp dir erst mal ein Bier . Wenn du ein Gärkörbchen hast, bemehle dieses und lass den Laib dort drinnen gehen. Wenn du keins hast, mach es wie ich und lass es in der Rührschüssel gehen.

Wenn du das Gefühl hast, das Brot ist reif für den Ofen, heizen diesen ordentlich vor (darf gerne 240 Grad haben). Lege das Brot auf ein Blech mit Backpapier und mehle es schön ein. Du darfst dem Brot auch gerne Sollbruchstellen einschneiden, es wird es dir danken. Ist der Ofen bereit, schiebe das Brot rein und lasse es 15 Minuten bei hoher Temperatur backen. Das gibt ne tolle Krume und kracht richtig beim Reinbeißen (für eine
gebissfreundliche Alternative sind auch 200 Grad und eventuell 5 Minuten länger backen in Ordnung). Nach 15 Minuten reichen flauschige 200 Grad und weitere 40 Minuten ehe das Brot fertig ist. Es sollte hohl klingen, wenn du von unten vorsichtig drauf klopfst, das ist ein Zeichen, dass es durch ist. Gönne deinem Brot noch etwas Zeit zum Abkühlen auf einem Rost ehe du es genießen kannst.

Ein Treberbrot ist etwas schwerer und hat ordentlich Biss, dafür macht es aber auch richtig satt und liefert viel und gute Energie. Dazu passt prima auch noch ein Bier, z.B. ein schönes Hefeweizen.

Eine letzte Randnotiz: Brot und Treber lassen sich prima einfrieren. Ich verbacke nach einem Brautag auch keine 2,5kg Malz sondern verstaue diesen in kleinen Portionen im Gefrierfach. Brot lässt sich auch fantastisch einfrieren. Ich backe in einem Rutsch gerne 2-4 Laibe Brot und friere einen Teil ein. Das Brot hält sich länger frisch und ich muss nicht alle paar Tage ein Neues backen.

 

Viel Erfolg und Spaß beim Nachbacken!