Urlaub in Mittenwald

Es ist bereits ein bisschen her, dass ich im Urlaub war, aber leider habe ich es mal wieder nicht früher geschafft den Artikel zu schreiben. 

Dieses Jahr ging es zum Erholen in die Alpen – genauer gesagt nach Mittenwald. In den knapp zwei Woche der Entspannung haben wir ein bisschen mehr als 100km gewandert und auch den ein oder anderen Höhenmeter bewältigt. Während des Urlaubes merkte man dann doch, was einem von Zeit zu Zeit in der Ferne fehlt. Ein gutes Beispiel ist das Essen, aber auch das Bier war sehr lecker. Leider war die Auswahl nicht so groß, wie hier in den Niederlanden, aber man kann auch nicht alles haben – dafür war die Flaschengröße ein guter Ausgleich.

Die Mittenwalder Hütte am Karwendel

Auf dem Instagram-Account habt ihr bereits das ein oder andere Bild aus den Bergen gesehen. In der Stadt gibt das auch eine Brauerei, die sehr leckeres Bier braut: Die Brauerei Mittenwald.

Das Helle von der Brauerei Mittenwald

Für mich war das beste Konzept im Urlaub definitiv die Hütten in den Bergen. Erst wandert man im Schweiße seines Angesichts den Berg hinauf um dann am Ziel eine leckere Malhzeit inklusive Getränk zu sich zu nehmen. Die Karte der Hütten war relativ unterschiedlich, aber am Ende doch sehr minimalistisch. Die kleine Auswahl liegt darin begründet, dass man nicht mal eben mit dem Auto auf die Hütte fahren kann. Einige Hütten haben eine Materialseilbahn und andere werden zwei Mal im Jahr mit dem Hubschrauber beliefert. Was jedoch alle Hütten vereint ist die traumhafte Aussicht, die man beim Essen hat und das leckere regionale Essen, das einem neue Kraft für den Abstieg verleiht.

Zurück in den Niederlanden ist der vielleicht größte Unterschied die Lautstärke. Im Urlaub war es deutlich ruhiger und man hörte primär das Zirpen der Grillen.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen ruhigen Sonntag!

Groningen Martinus

Vor zwei Wochen war es mal wieder Zeit für einen kleinen Ausflug. Die Wettervorhersage war lange Zeit eher durchwachsen, aber im letzten Moment hat es sich der Regen doch anders überlegt und der Sonne den Vortritt gelassen. Die Reise war für einen Tag geplant; auch wenn das ein ziemlich straffes Programm bedeuten würde. 

Am Samstagvormittag hieß es dann: Auf nach Groningen!

Den Haag Bahnhof

Es ging mit dem Zug zuerst nach Utrecht und dann weiter in Richtung Norden. Von Den Haag ist es schon ein ganz schöner Weg nach Groningen, besonders wenn der Direktzug ausfällt. Mir gefällt bei solchen Fahrten besonders gut, dass man einfach eine Runde dösen kann um das frühe Aufstehen ein wenig zu kompensieren. Auch kann man herrlich lesen oder einfach mal nichts tun und genießen, wie die Welt an einem vorbeizieht. 

Universität von Groningen

In Groningen angekommen, gab es eine private Stadtführung – gefühlt besteht die Stadt zu 50% nur aus Studenten und jeder Menge Touristen aus Deutschland. Um die Stadt aus einer anderen Perspektive zu sehen, haben wir eine Tour mit dem Boot gemacht. Während der Fahrt hat man so ziemlich alle Sehenswürdigkeiten der Stadt gesehen. Wie gesagt, die Stadt ist nicht sonderlich groß und ist vom einem Kanal umgeben.

Groningen

Das abschließende Highlight war das „Feierabend Bier“ in der Brauerei „Martinus“. Wir hatten das Blond, was unglaublich gut geschmeckt hat. Es war nicht bitter, es war schön vollmundig und roch dazu auch angenehm fruchtig. Neben dem Taproom gibt es dort auch die eigentliche Brauerei und ein kleines Restaurant. Es ist alles wunderbar gemütlich eingerichtet und lädt nur so zum Verweilen ein. Auch preislich waren die Biere total super – das kann man sich auch als armer Student leisten ohne nach zwei Bieren gleich insolvent zu sein.

Blond Bier bei Martinus
Taproom Martinus
Brauanlage

Als es dann mit dem Zug, nach ein oder zwei Bieren, wieder zurück nach Hause ging und die heimische Tür erreicht war, merkte ich doch schnell, dass einmal nach Groningen und zurück ein ganz gutes Pensum für einen Tag ist.

Zum Glück hatte ich noch den Sonntag zum Kraft tanken. Wenn es euch also mal nach Groningen verschlagen sollte kann ich die Brauerei Martinus mit einem guten Gewissen empfehlen!

In diesem Sinne, habt einen schönen Abend und morgen einen guten Start in die neue Woche!

Austin Texas (USA)

Am Samstag ging der Wecker ganz entspannt um 05:15 Uhr morgens – wake up call for the USA! Ich darf für eine Woche in die USA fliegen, genauer gesagt nach Austin, Texas. Wenn ich mir Den Haag und Austin auf der Weltkarte angucke, dann wirkt das schon weit, aber auch nicht so weit, wie mir mein Flugticket verrät. Am Ende habe ich von Tür zu Tür angenehme 26 Stunden benötigt und habe nun 7 Stunden Zeitunterschied. Er Zeitunterschied macht mir zum Glück nicht so zu schaffen. Das einzig komische ist, dass ich um 16/17 Uhr brutal müde werde, weil es dann in Den Haag Zeit zum Schlafen ist. 

Auf geht es!

Neben dem Texas BBQ gibt das angeblich auch viele Brauereien in der Gegend – für mich also eine großartige Kombination was das angeht. Am Sonntag wurde dann ein wenig die Stadt erkundet – ganz unamerikanisch zu Fuß. Dazu muss ich aber noch sagen, dass Austin Downtown nicht so groß ist wie Manhattan in New York. Hier mal ein oder zwei Blocks zu gehen wirkt deutlich kürzer als in NYC und es sind auch weniger Menschen unterwegs. 

Congress Avenue – Austin (TX)

Vom Hotel ging es dann über einen kleinen Weg entlang des Colorado River in Richtung Congress Avenue. Es scheint wohl eine der Hauptstraßen der Stadt zu sein und führt einen auf direktem Weg zum Kapitol. Das Straßenbild ist so, wie man sich das für eine amerikanische Stadt vorstellt – breite Straßen und große Autos.

Die Scooter

Was es hier aber wie Sand am Meer gibt, sind electronic scooter. Die liegen hier alle 10 Meter rum und warten nur darauf benutzt zu werden. Es stehen zwar überall Schilder, dass man sie nicht auf dem Bürgersteig benutzen darf, aber ich denke ihr könnt euch schon vorstellen, dass der Aufforderung keine große Beachtung geschenkt wird.

Kapitol in Austin

Das Kapitol ist definitiv eine Reise wert. Die Besichtigung ist umsonst und für einen Sonntag war es dann auch ganz schön gut besucht. Außerdem bekommt man einen kleinen Eindruck, wie von hier aus der Bundesstaat regiert wird.

So viel gehen und angucken macht auch immer durstig und deswegen habe ich mir vor dem Abendessen noch ein Bier der Brauerei Blue Moonbestellt. Es ist ein belgian-style wheat alegeworden. Der Barkeeper hat eine Orangenscheibe an den Rand des Glases gemacht, was ich jetzt ein bisschen merkwürdig fand, aber andere Länder andere Sitten. 

Blue Moon – belgian-style wheat ale

Die Farbe des Bieres passte dann aber auch wieder sehr gut zu der Orangenscheibe und geschmacklich ist das Bier auch sehr gut gewesen. Der Geruch ist nicht sonderlich spektakulär gewesen, mag aber auch an der verstopften Nase gelegen haben – die Klimaanlage macht mich auf Dauer fertig. Leichte Fruchtnoten konnte ich aber auch mit der verstopften Nase finden. 

Am Ende des Glases angekommen kann ich sagen, dass es ein schönes rundes Bier ist, dass sich gut für einen entspannten Ausklang des Tages eignet. 

Ich habe noch ein zwei Tipps bekommen, wo ich unbedingt hingehen muss um ein Bier zu trinken. Mal gucken, wie die weitere Planung der Woche aussieht, aber ich bin doch sehr optimistisch, dass das klappen wird – ansonsten müssen einfach andere Dinge abgesagt werden.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Start in die neue Woche auch wenn es diese Woche alles ein wenig verschoben ist.

Cheers

Die Bierwelt der Azoren

Die erste Woche nach dem Urlaub ist rum, an das schlechte Wetter hat man sich auch schon fast wieder gewöhnt und die Zeitverschiebung ist so gut wie überwunden. Nach dem die letzten Wochen ja leider nicht gerade von Regelmäßigkeit geprägt waren, wird es nun wieder Zeit, die Regelmäßigkeit zurückkommen zu lassen.

Diese Woche gibt es nun die Review zu den beiden Bieren, die ich auf den Azoren gekauft habe. Leider war das Sortiment vor Ort nicht sonderlich groß und geschmacklich waren die Biere, die ich im Supermarkt gekauft habe, leider auch nicht der Hammer.

Die Brauerei SuperBock hat sich scheinbar auch an das Experiment Craft Beer gewagt, aber ob das von Erfolg gekrönt wird, werden wir gleich herausfinden.

Ich habe einmal das Bavaria Weiss und das Czech Golden Lager getrunken. Beide Biere sind Teil einer Serie, die ich schon im vorherigen Beitrag erwähnt habe.

Das Bavaria Weiss ist ein typisches Weizenbier. Die Farbe ist ein sommerliches Gelb und es hat den typischen Bananengeruch, der so typisch für Weizenbiere ist. Außerdem ist es schön karbonisiert und ist angenehm erfrischend – kurz um ein super Weizen für einen herrlichen Sommerabend auf den Azoren. 

Das zweite Bier, das ich getrunken habe aus der Serie ist das Czech Golden Lager. Das Bier hatte eine leichte Süße, die vom Malz stammt und hatte eine leichte Bitterkeit im Abgang. Leider ist das Czech Golden Lager nicht so überzeugend wie das Bavaria Weiss

Abschließend muss ich leider sagen, dass die Bierauswahl auf den Azoren mich nicht nachhaltig überzeugt hat, ABER vielleicht habe ich hier auch was übersehen. Die Biere waren mir alle ein wenig zu flach. An der Stelle möchte ich aber noch schnell einwerfen, dass ich mir durchaus bewusst bin, dass es sehr gutes Bier in Portugal gibt. Gerade die Hauptstadt Lissabon ist hier ein gutes Beispiel. Es gibt sehr viele gute Biere, die ihre Ursprung in dieser Stadt haben. Nur den weiten Sprung in die Mitte des Atlantiks haben diese leider noch nicht gefunden, aber das mag ja vielleicht noch kommen.

Die neuen Bierwelten

In der ersten Woche habe ich zwar Bier im Supermarkt entdeckt, aber leider schmeckte das Bier nach nicht viel mehr als stillem Wasser. In Portugal gibt das die Marke „Super Bock“. Ich habe nun zwei Flaschen aus der Serie selecção 1927 cerveja, einmal „Bavaria Weiß“ und dann noch „Czech Golden Lager“.

Heute war hier Reisetag und deswegen kam ich noch nicht dazu das Bier zu probieren, aber ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen dazu kommen werde.

Rückblickend hielten sich die neuen Entdeckungen innerhalb der Welt der Biere im September ja eher verborgen – leider der Erkältung geschuldet. Ich bin aber guter Hoffnung, dass sich diese Woche noch das ein oder andere entdecken lässt, ansonsten muss ich auf den kommenden Herbst setzen.

Vielleicht sind die Azoren auch einfach nicht das Bierparadies, aber zum Wandern ist die Landschaft ein reiner Traum!

In diesem Sinne, Prost und schönes Wochenende!

Auf zu neuen Bierwelten…

Für viele ist es heute wieder geschafft, es ist Freitag. Leider bin ich immer noch krank und von daher kam ich diese Woche wieder nicht dazu ein köstliches neues Bier zu verkosten – leider. Ich bezweifle auch, dass es sonderlich interessant ist über die geschmackliche Vielfalt von Salbeitee zu berichten. Ich befürchte, dass ich dieses Wochenende noch ein wenig tiefer in die geschmacklichen Tiefen von Salbei- und Ingwertee abtauchen werde und dann nächsten Freitag endlich mal wieder was übers Bier schreiben kann.

Dennoch werde ich mich diese Woche mal aufmachen und neue Bierwelten erforschen – jedenfalls hoffe ich, dass da etwas Neues bei ist und nicht nur bekanntes. Was das im einzelnen bedeutet, werdet ihr bestimmt innerhalb der nächsten 2 Wochen auf dem Instagram Account sehen können und nächsten Freitag hoffentlich hier lesen können.

In diesem Sinne, ein schönes Wochenende – Prost!

Czernys – Küstenbrauerei – Pils

Was würde besser zum Freitag passen als ein hoffentlich gutes Pils? Das Pils ist ja der Bierstil mit dem größten Marktanteil in Deutschland und dementsprechend groß ist die Konkurrenz. Ich kann mir gut vorstellen, dass jeder von uns so sein favorisiertes Pils hat bzw. so eine ideale Vorstellung, wie ein gutes Pils sein sollte. Ich habe meine Vorstellung von einem guten Pils schon mal beim Flens beschrieben. Gleichzeitig gilt ein gutes Pils bei manchen auch als die Königsdisziplin, weil es eben doch recht schwierig ist. Ich habe mir vorgenommen im Herbst bzw. Winter mal eins zu brauen.

Aber nun zurück zum Pils von Czernys Küstenbrauerei. Das Bier hat laut Etikett 36 IBU, was ich theoretisch schon mal ganz gut finde, weil das Pils soll ja auch ein bisschen Charakter haben. Selbstverständlich sagt das Pils beim Öffnen mit einem fulminanten Plopp guten Tag. Beim Einschenken fällt auch gleich die schöne gold-gelbe Farbe auf.

So nun die erste Hürde, gibt es den Pils-muff? Vielleicht kurz zur Erklärung, was für mich Pils-muff ist. Viele Pils Biere haben so einen bestimmten Geruch, der meiner Meinung nach von der verwendeten Hefe kommt – das ist so ein ganz markanter Geruch. So Nase ins Bierglas stecken und es gibt ihn nicht – kein Pilsmuff – Begeisterung macht sich breit. Das Pils riecht angenehm frisch und fruchtig. Man könnte fast sagen, dass es nach Küste riecht bzw. nach einem Tag am Meer. Das ist vielleicht ein Geruch, den man eher als Fischkopp kennt.

Nachdem das Bier geruchstechnisch schon echt überzeugt hat – probieren! Die Erwartungshaltung ist schon gigantisch. Der erste Schluck – leider geil. Ich weiß gar nicht, wie ich das jetzt beschreiben soll, aber ich versuche es mal so: Das Pils war so lecker, dass das Verkosten in Gänze vergessen wurde und wir uns auf die folgenden Ausdrücke für unser Geschmackserlebnis geeinigt haben: Richtig gutes Pils, so geht Pils, will mehr und zwar sofort – das ist jetzt ein großes Wort, aber das könnte DAS Pils sein, spricht das beste Pils, jedenfalls für uns.

Am Ender der Verkostungswoche können wir sagen, dass die Biere von Czernys Küstenbrauerei sehr lecker waren. Das 3-Maischverfahren, die besonderen Rohstoffe und die wissenschaftliche Akribie beim Brauen machen sich geschmacklich definitiv bezahlt. Nochmal vielen Dank an Jasmin und Jan, dass ihr uns die Biere schon jetzt zur Verfügung gestellt habt und wir drücken euch für die Crowdfunding Kampagne die Daumen. Wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind, kommen wir gerne nochmal wieder.

Czernys – Küstenbrauerei – Baltic Porter

Die Arbeitswoche nähert sich mit dem Donnerstag so langsam dem Ende. Heute widmen wir uns dem vorletzten Bier aus der 5 ½ Knoten Serie, dem Baltic Porter. Alle Biere von Czernys Küstenbrauerei werden übrigens nach dem traditionellen 3-Maischverfahren gebraut.

Das Baltic Porter hat seinen Ursprung in England im 18. Jahrhundert und war zu der Zeit ein Exportbier für den Ostseeraum. So ähnlich wie das IPA, das nach Indien geschifft wurde. 

Die Farbe des Baltic Porter von Czernys ist mit 60 EBC sehr dunkel, aber das muss bei einem Porter auch so sein. Bei einem Porter nimmt der Hopfen übrigens nur eine untergeordnete Rolle ein und der geschmackliche Fokus liegt bei diesem Bierstil auf dem Malzkörper. Meiner Meinung ist das Porter von Czernys nicht sonderlich süß, was ich als äußerst angenehm empfinde. Durch die verwendeten Malze kommen ebenfalls Noten von Schokolade und Kaffee mit in das Geschmacksprofil.

Als Fazit kann ich sagen, das Baltic Porter schmeckt mir sehr gut und es passt geschmacklich bestimmt prima zu Speisen wie, Chili con Carne, einem Stew oder anderen deftigen Fleischgerichten. 

Czernys – Küstenbrauerei – Pale Ale

Heute ist ja Mittwoch bzw. hier in den Niederlanden sagen die Menschen, dass die Woche nun in zwei Hälften gesägt wird – so hat jedes Land sein eigenes Sprichwort für die Mitte der Woche.

Nachdem ich gestern das verdammt leckere Märzen getrunken habe, wird es auch mal Zeit über die Rohstoffe des Bieres zu sprechen. Czernys Küstenbrauerei hat sich das Ziel gesetzt ein biologisches Bier mit lokalen Zutaten zu brauen. Für das Bier wird Küstengerste aus biologischem Anbau verwendet um das perfekte Kieler Bier zu brauen. Ich schätze mal, dass die ausgewählten Rohstoffe auch das Besondere des Bieres ausmachen werden bzw., dass die gezielt verwendeten biologischen Rohstoffe das Alleinstellungsmerkmal von Czernys Küstenbrauerei darstellen.

Ich muss aber auch immer aufpassen, dass ich die Bierverkostung nicht aus den Augen verliere. Heute gibt es das Pale Ale von Czernys Küstenbrauerei im Glas. 

Die Etiketten der 5 ½ Knoten Serie bilden einen schönen gleichmäßigen Auftritt der Marke und auch das Design ist eher schlicht gehalten und weniger verspielt. Der aufmerksame Biertrinker findet viel mehr den ein oder anderen Bezugspunkt zum Meer, was ja bei einer Küstenbrauerei auch durchaus sinnvoll ist.

Beim Öffnen der Falsche ertönt auch wieder dieser großartige Sound – PLOPP! Immer wieder schön zu erleben, wie man mit einer ploppenden Bierflasche die Heimat verbindet. Beim Einschenken fällt uns gleich wieder der schöne Amber-Farbton auf. Ebenso hinterlässt das Bier eine angenehme Zitrusnote in der Nase. Das sind beides für mich so die ganz prägnanten Merkmale von Pale Ales – jedenfalls zur Zeit. 

Das Pale Ale hat neben einem angenehmen Geruch auch geschmacklich einiges zu bieten. Da wäre zum Einen ein schöner Malzkörper, der dem Bier eine schöne Vollmundigkeit verleiht, zum Anderen auch eine leichte Bitterkeit. Das Bier hat laut Etikett 45 IBU, aber das Pale Ale wirkt durch den schönen Malzkörper für uns nicht sonderlich bitter.

Als Fazit kann ich sagen, dass das Pale Ale ebenfalls sehr lecker ist. Unserer Meinung nach ist es ein schönes vollmundiges Bier, was wunderbar am Ende eines langen Tages getrunken werden kann – bestimmt eignet sich ein Strand hierfür besonders gut.

Czernys – Küstenbrauerei – Märzen

Neben Fakten bezüglich des Bieres, wollten wir ebenfalls ein paar Informationen zu Czernys Küstenbrauerei einfließen lassen. Eigentlich sind die beiden Schöpfer der Küstenbrauerei promovierte Meeresbiologen, die es gewohnt waren wissenschaftliche Artikel zu verfassen. Ähnlich akribisch und systematisch wird ab 2017 Bier gebraut. Anfangs wollte sich Jan eher auf das Brennen von Whisky fokussieren. Auch auf Malz basierend, rechtlich aber einfacher als das Brennen von Whisky, wurde erst einmal mit dem Bierbrauen im heimischen Keller begonnen. Mit Abschluss der Bauarbeiten werden in der Küstenbrauerei aber nicht nur Biere gebraut, sondern es wird auch Whiskey gebrannt – hier fehlt mir aber definitiv die Expertise um einen gehaltvollen Beitrag zu schreiben.

Den Anfang der Serie wird heute das Märzen machen. Wie du dir wahrscheinlich schon denken kannst, hat das Märzen seinen Namen von dem Monat März. Als es noch keine Kühltanks gab, wurden in diesem Monat untergärige Biere für den Sommer gebraut. Im Sommer konnten dann auf Grund der Temperaturen nur noch obergärige Biere gebraut werden. Der wohl bekannteste Vertreter dieser Bierart ist das Oktoberfestbier.

Das Märzen wird traditionell eher mit dunkleren Malzsorten eingebraut, die dem Bier eine angenehme dunkle Farbe von 30-35 EBC geben. Bügelverschlussflaschen haben ja zwei unbestreitbare Vorteile: 1. Es fällt weniger Müll an weil keine Kronkorken weggeworfen werden und 2. der geniale Sound wenn sich die Flasche öffnet.

Kurz nachdem dieser geniale Plopp ertönt, können wir auch schon den leckeren Geruch des Märzen wahrnehmen. Wenn das Bier im Glas ist, kann man Aromen von Röstmalzen, Schokolade, Karamell und Kaffee riechen.

Geschmacklich ist das Märzen echt gut. Es hat eine leicht süßliche Note, aber gleichzeitig auch eine angenehme Bitterkeit im Abgang – so ein bisschen wie Zartbitterschokolade. Außerdem können wir noch eine leichte Kaffeenote herausschmecken. Das Bier würde bestimmt gut zu Desserts wie Vanilleeis bzw. Manchego Käse passen.

Abschließend muss ich sagen, ein sehr guter Start in unsere Verkostungswoche!