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Störtebeker – Eis Lager

Diese Woche gibt das auch für mich mal wieder eine Premiere bezüglich des Bierstiles – ein Eisbock. Als Grundlage für einen Eisblock dient ein Doppelbock, was für sich schon ein relativ starkes Bier ist. Dieses wird dann eingefroren, mit dem Ziel das Wasser vom Alkohol zu trennen. Wie wir alles aus dem Chemieunterricht wissen, friert Wasser schon bei 0 Grad Celsius und Ethanol bei -114 Grad Celsius. Durch den Gefrierprozess verändert sich die Farbe des Bieres – es wird deutlich dunkler. Ebenfalls verändert sich der Geschmack durch das Einfrieren. Die Malz- und Hopfenaromen werden deutlich konzentrierter und dadurch auch intensiver, aber gleichzeitig auch weicher.

Dies hat nun auch die Störtebeker Braumanufaktur gemacht und einen Eisbock gebraut. Störtebeker war ja ein berühmter Freibeuter in der Ostsee und daran orientiert sich auch das Etikett der Brauerei – ein altes Segelschiff. Ich kann mir auch vorstellen, dass die Farbe des Etikettes den Übergang zum Eisbock erzeugen soll.

Der Eisbock von Störtebeker riecht leicht süßlich, so ein bisschen nach Honig bzw. Karamell – irgendwie eine Mischung aus beidem. Ebenfalls habe ich das Gefühl, dass der Geruch von untergäriger Hefe ganz leicht wahrnehmbar ist, aber hier mag ich mich auch täuschen.

Wenn ihr das Glas dann mal ins Licht haltet, werdet ihr sehen, dass das Bier relativ dunkel ist. Es geht meiner Meinung nach so richtig kupferfarben bzw. bräunlich.

Der Geschmack ist auch etwas Besonderes. Das Bier ist sehr vollmundig – ja schon fast cremig, aber gleichzeitig auch sehr weich. Dazu kommen dann diese feinen Noten vom Honig und Karamell, was es auch recht süßlich macht. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Karamellnoten ihren Ursprung im Doppelbock haben. Diese Biere sind ja auch eher süßlich bzw. malziger.

Als Fazit kann ich sagen, dass mir das Eislager von der Störtebeker Braumanufaktur sehr gut schmeckt. Es ist ein schönes rundes Bier. Für Menschen, die keine großen Fans des Doppelbocks sind, aber dennoch mal die Starkbiere probieren möchten, ist dieser Bierstil definitiv eine Alternative, weil er nicht so süßlich ist.

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